Berliner Marathon 2011
Posted on 26 Oktober 2011 | 1 response
Ja das war er nun, mein erster Marathon.
Ich fasse mal kurz zusammen:
Durch den EMB CUP Teltow-Fläming war ich schon recht gut vorbereitet. Ich trainierte noch einige schnellere Trainingseinheiten und dachte, dass ich super vorbereitet war.
Ich war es auch. Mit Eric und meiner Mutter fuhr ich nach Berlin. Wir stellten das Auto bei Henry, meinem heutigen Supporter ab und fuhren anschließend mit der Bahn bis zum Brandenburger Tor. Es war schon 8:35 Uhr und nun musste es schnell gehen. Nochmal schnell auf’s Dixi und dann warmlaufen und in den Startblock E. Der wurde aber dann aufgelöst und ich startete dann doch recht weit vorne, sodass ich nur eine Minute bis zur Startlinie brauchte.
STARTSCHUSS, Ich war unendlich nervös, aber immer wieder ermahnte ich mich, so wie Steffny es rät, langsam loszulaufen. Ich legte meine Taktik aufs stetige Durchlaufen aus um mein Ziel die 3 Stunden zu erreichen.
Es lief gut. Minute für Minute kontrollierte ich meine Geschwindigkeit. Henry sollte mich mich alle 4 Kilometer supporten. Anfangs gelang das noch recht gut, aber schnell musste ich und er erkennen, dass wir uns entweder nicht sahen oder er es nicht schaffte durch zu kommen und vor mir da zu sein.
Wie dem auch sei, die ersten Kilometer waren geschafft, die Versorgung an der Strecke war auch gut und das Wetter göttlich.
Kilometer 10 war geschafft, man lief irgendwie, ohne es zu wollen in der Nähe des 3 h – Pacemakers.
10 Kilometer , 42 Minuten super so war es geplant alles lief wie am Schnürchen.
HM ich war immer noch gut drauf und es lief wirklich gut, zunehmend machten mir allerdings Schmerzen im Vorderfuß zu schaffen, die man aber wegdenken konnte.
30 Kilometer: Ich holte immer mehr Läufer ein die es anscheinend zu schnell angehen lassen hatten, zugleich wurde die Strecke immer leerer oder hatte ich nur das Gefühl?!
33-34. Kilometer: jetzt kommen die muskulären “Probleme”, die ich nicht als solche bezeichnen will. Die Muskeln wurden hart, steif und durch die Monotonie der Bewegung immer unbeweglicher. Das setzte mir psychisch etwas zu. Hinzu kam der einsetzende Tunnelblick. Ich weiß gar nicht ob ich Henry dann nochmal gesehen habe. Die Versorgung war dennoch super.
35-38. Kilometer: Ich kämpfte mit meinen Knochen, konditionell war dennoch alles okay, aber meine Beine waren schwer. Ich fühlte mich, als würde ich noch eine Gefängniskette an den Beinen mitführen. Ich bekam die Knie kaum noch hoch.
38-40. Kilometer: Aber jetzt passierte das was ich erhofft habe. Ab dem Potsdamer Platz ging’s durch die Motivation der Zuschauer wieder aufwärts. Ich kam wieder in einen Rausch und in einen super schnellen Rhytmus, zugleich wusste ich aber dass ich aber das ich mein Ziel knapp verfehlen würde. Es war mir egal, ich erinnerte mich an ein Interview mit Sabrina Mockenhaupt, was ich kurz vor dem Marathon auf Achim Achilles Seite las. Man braucht immer einen Plan B.
Motiviert durch die Zuschauer, den immer langsamer werdenden Läufern (die dennoch alles getan haben), dem Gedanken dennoch dicht an meinem Ziel dran zu sein ging ich die letzten Kilometer an.
40-42,195. Kilometer: Ich war euphorisch, wie in Trance, ich hörte mein Herz schlagen, vergas alle Schmerzen. Ich lachte, freute mich. Links, rechts, links, rechts und die letzte Linkskurve auf die Zielgerade. Es war unfassbar. Ich schaute den Menschen ins Gesicht. Jeder einzelne war stolz auf mich, so hatte ich das Gefühl, angespornt dadurch funktionierte alles wieder. Kannten mich alle??? Sie jubelten mit zu, meine Welt wurde nur auf mich und die Zuschauer reduziert. Unglaubliche Gefühle des Stolzes kam in mir hoch. Brandenburger Tor, man musste nur eine Geste machen und die Zuschauer jubelten und klatschten noch mehr. Mein Sohn und meine Mama sahen mich und er rief mich. Ich war froh ihn zu sehen und lief für Ihn noch schneller und mit noch geschwollener Brust als zuvor.
03:03:46: Es war soweit die Ziellinie. Ich riss beide Arme hoch und war glücklich den Marathon geschafft zu haben.
Danach: Ich empfing meine Medaille, versuchte auszulaufen und zu dehnen und holte mir mein verdientes Erdinger Alkoholfrei. Ging zum vereinbarten Treffpunkt, an dem ich auf meinen überstolzen Sohn traf. Traditionell gab ich ihm meine Medaille.
Fazit: Es war ein fordernder Lauf, aber ich hatte es mir noch schwerer vorgestellt. Er war hart, aber gut vorbereitet ist ein Marathon machbar und ohne große Blessuren zu überstehen. Danke Henry, Mama, Eric und DANKE AN ALLE ZUSCHAUER DES BERLINER MARATHONS
Comming soon
Posted on 18 Oktober 2011 | No responses
Hier erscheint bald ein Bericht über die diesjährige Mont Blanc Tour und kleinere Touren die ich dieses Jahr durchgeführt habe.
Desweiteren werde ich über meine sportlichen Erfolge berichten.


Adventurerace “TheHarz” – „Extrem“ schade
Posted on 10 Oktober 2011 | No responses
Immer wieder auf der Suche nach extremen Herausforderungen, wollte Robert schon immer mal ein noch extremeres Adventurerace absolvieren. Einst hat er an einem 1-tägigen Event teilgenommen. Die Idee war geboren. Er fragte mich vor unserer gemeinsamen Mont-Blanc-Tour ob ich mit ihm an „TheHarz“ teilnehmen möchte. Nach langem Zögern entschied ich mich dafür. Er wollte an der Pro-Kategorie teilnehmen, das heißt mindestens 275 km in den Disziplinen Mountainbiking, Schwimmen, Hiking, Orienteering, Abseilen, Run&Bike, Bike-Hiking, Bogenschießen und andere Special-Tasks. Wir nahmen uns am 26.08.2011 frei und begannen den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück. Wir waren aufgeregt und gespannt, was auf uns warten würde. Nach dem Frühstück fuhren wir Richtung Gernrode los. Jeden Kilometer, den wir unserem Zielort näher kamen, wurden wir aufgeregter. Als wir auf dem Zeltplatz ankamen, bauten wir unser Zelt auf und meldeten uns an. Um 17 Uhr sollte das Briefing sein. Wir aßen etwas und tranken Kaffee. Dann ging es zum besagten Briefing. Es brachte Klarheit in die doch verwirrenden Strukturen der (Tor)-Tour. Mit viel Witz, Geduld und Charme erklärte und uns Winfried, der Organisator, alles. Wir bekamen 4 Racemaps und gingen zurück zum Zelt. Dort haben wir die Karte und das Roadbook studiert und versucht, eine Strategie zu entwickeln. Um 20 Uhr waren unsere großen Rucksäcke mit den Neoprenanzügen, Essen, Wechselklamotten etc. abzugeben. Danach stellten wir unsere Fahrräder im Startbereich auf. Los ging es um 22 Uhr mit einer Art Triathlon. Wir starteten mit einem Lauf ca. 1,5 km zu unseren Neoprenanzügen, die dann anzuziehen waren, um dann zurück zum Startbereich zu laufen. Dort wurden 400m geschwommen. Im Dunklen war das kein leichtes Unterfangen. Die Teammitglieder durften nie weiter als 2 Meter auseinander sein. Raus aus dem Wasser und wieder laufen, genau zum Rucksack an dem unsere Laufklamotten lagen da wieder umziehen und zurück zum Start und rauf aufs Mountainbike, 5 km über Stock und Stein waren hier angesagt. Wieder zurück am Start war das Fahrrad abzustellen und es ging ans Laufen, hier waren es ca. 5 km. Jetzt waren wir warm. Wieder beim Start angekommen, ging es aufs Fahrrad. Nun startete das eigentliche Rennen. Überall waren Kopflampen und blinkende Rücklichter zu sehen. Man orientierte sich erst einmal an selbigen. Stück für Stück arbeiteten wir uns vor und übernahmen die alleinige Suche nach den Checkpoints (CP), die zu finden galt und an denen eine Orientierungslaufkarte abzuknipsen war. Wir fuhren, am Horizont machte sich ein Gewitter breit, aber es ließ uns in Ruhe. Wir suchten und fanden einen CP nach dem anderen, den einen schneller, den anderen nach einiger Sucherei. Gegen 3 Uhr waren wir am sog. Special Task 1. Hier durften wir eine Sommerrodelbahn genießen, anschließend ging es wieder rauf aufs MTB und weiter auf die Suche nach den CP´s. An der Talsperre Wipper haben wir uns etwas verfranzt. Das Gelände wurde auch schwerer. Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir endlich nach Dankerode, wo wir uns neu orientieren konnten. Dann nahmen wir mal etwas die Straße Richtung Auerberg und dann Richtung Stollberg. Dort fuhren wir versehentlich an der Transitionarea (Wechselzone) vorbei und wollten direkt zu CP 7. Dort angekommen fiel uns auf, dass wir eigentlich nach CP6 zur Wechselzone gemusst hätten. Also zurück, den ganzen beschwerlichen Weg den Berg von Stolberg hoch zum Johanneskreuz. Hier wurde das Fahrrad abgestellt und auf „Fußbus“ gewechselt. Als Zeichen für unsere „Irrfahrten“ standen statt der +/- 55 km MTB jetzt 80 km auf meinem Tacho. Autsch! Ja, Strafe muss sein! Jetzt setzte auch noch Regen ein… toll… jetzt aber nicht so ein kleiner niedlicher Nieselregen, nein! , ein guter, dauerhafter, starker Regen der einen zermürbt. In Stolberg waren im Stadtgebiet verschiedenste CP´s versteckt. Diese fanden wir alle mehr schlecht als recht. Langsam wirkte der Regen und die 80km Rad verfehlten auch nicht Ihre Wirkung. Die Konzentration war dahin. Wir mussten gegen 9 Uhr wieder an der Wechselzone sein, ansonsten hätten wir alle gesammelten CP´s verloren. Nachdem wir uns recht lange in der Stadt aufgehalten hatten, mussten wir noch einen CP außerhalb dieser suchen. Es war knapp 8:50 Uhr und wir kamen völlig durchnässt oben am Johanneskreuz an. Auf dem Weg hoch begannen die zeitweise einsetzenden Knieschmerzen von Robert. Nun schnappten wir wieder unsere Räder und sammelten wieder per Pedes die CP`s. Regen, Regen, Regen. Es ist kühl. Die Schuhe werden langsam nass, auch wenn wir Goretex anhaben, irgendwann läuft es oben rein. Wir müssen öfter stoppen um uns wärmer anzuziehen und zu verschnaufen. Robert wird indes immer ruhiger, was mir Sorgen macht. Nach einer kleinen Pause sammelten wir weiter. Die CP suche artete in Strommastenhaschen aus. Hier hieß es zum Beispiel, der 8. Mast nördlich oder „am Baum westlich unter der Stromleitung“ oder auch „am Mast mit der Nummer 127“. Irgendwann, ich glaube es war gegen 13:30 Uhr, -mein Zeitgefühl verabschiedete sich so langsam- , hörte es auf zu regnen. Gott sei Dank! Aber wir waren nass und die Fahrräder sau dreckig. Wir konnten kurz vor der Wendefurthtalsperre etwas an einem Imbiss essen. Was für ein Genuss so eine leckere, heiße Erbsensuppe mit einer Bockwurst. Robert hat sich eine deftige Currywurst mit Pommes genehmigt. Gestärkt fuhren wir nun zur Transitionarea 2. Swimm&Run war nun auf dem Plan. Wir mussten allerdings taktieren, da wir kaum noch Zeit hatten. 16 Uhr machte die TA zu und unsere CP´s wären verloren gewesen. Also sammelten wir nur 2 CP´s und auf den Dritten verzichteten wir. Dies unterbrach unsere Serie mit dem 18.CP. Dazu muss man erklären: wenn man eine lange Serie CP`s sammelt, zählt es mehr, als wenn man mal hier und dort einen auslässt. Hier passierte uns wieder ein Missgeschick, wobei es denke ich auch keinen Unterschied gemacht hätte. Die Tüte, in der unsere Schuhe waren, riss und selbige wurden völlig durchnässt. Naja, eigentlich waren sie ja auch schon nass. Dies wird uns nun mehr und mehr zum Verhängnis. Nach dem Swimm&Run fuhren wir nach Tresenburg. Wir waren jetzt 18 h auf den Beinen. In Tresenburg setzten wir via Seilsteg über die Bode. Vorher wurde aber eine unserer Pedalen arretiert, sodass wir nicht mehr Fahrrad fahren konnten, denn nun war es Zeit für BikeHiking. Der Weg führte uns über den schönen Bodetalwanderweg 11 Kilometer nach Thale und anschließend auch noch hinauf zum Hexentanzplatz. Erschwert wurde dies noch dadurch, dass wir dieses Mal den großen Rucksack mit unseren nassen Neoprenanzügen und mit unserem Essen usw. dabei hatten. Alles in einem schätze ich sein Gewicht auf 15 – 20 kg (inkl. meinem kleinem Rucksack in ihm). Oben war wieder eine Wechselzone aber auch ein Specialtask, nämlich das Abseilen. Wir wurden durch die Bergwacht Thale abgeseilt. Naja … für Robert als Fachübungsleiter Hochtouren und mich als sein „Schützling“ der letzten 2 Jahre nicht so sehr aufregend, aber dennoch denke ich für den Einen oder Anderen eine gelungene Einlage. Zurück an der Wechselzone zogen wir uns um, denn nun war der lange Marsch, das Orienteering, angesagt. Langsam wurde ich müder und müder. Die Füße fingen auch langsam an zu schmerzen, da sie durch die nassen Schuhe schon völlig aufgequollen waren. Spätestens jetzt wurde uns unsere Fehlentscheidung, die Wechselschuhe nicht in den großen Rucksack zu stecken, bewusst. Wir fanden recht schnell den ersten CP, dann verloren wir etwas die Orientierung. Robert riss das Steuer an sich und daran tat er auch gut. Bei mir machte sich das Tragen des Rucksacks der vorherigen Etappe bemerkbar. Ich wurde unbändig müde. Mehr und mehr musste ich Pause machen. Es half nichts, ich schlief im gehen. Kein Essen half , kein Trinken. Nur immer wieder kurze Schlafpausen. Wie in Trance erlebte ich Minute um Minute. Es war schon kein Sekundenschlaf mehr, sondern schon fast Minutenschlaf. Wie ein Betrunkener vermaß ich die Wege von rechts nach links, weil mein Körper immer wieder einschlief. Robert zog mich von CP zu CP und wurde Zusehens auch immer müder. Mehr und mehr schmerzten unsere Füße. Immer langsamer wurden wir, immer wieder Pause, schlafen, Rettungsdecke raus wärmen, die Füße schmerzten fürchterlich. Nach CP 27 beschlossen wir den Rückweg Richtung Hexentanzplatz anzutreten, da wir dort bis 6 Uhr sein mussten. Der Weg dorthin war der Horror. Roberts Knie schmerzte nun auch noch sehr stark, die unerträglichen Schmerzen der aufgeweichten Füße und die schier unendliche Müdigkeit zermürbten uns. Ich trat in ein neues Stadium ein, ich halluzinierte, sah Fratzen in Büschen und unheimliche Figuren in Bäumen und Schatten wie aus einer fremden Welt. Nun übermannte Robert mehr und mehr die Müdigkeit. Stück für Stück kämpften wir uns in Richtung Wechselzone. Uns war klar, obwohl wir nicht darüber redeten, dass dies unser Ende war. Bis hierhin und nicht weiter. Wir schleppten uns in der glutroten, aufgehenden Sonne den Steig Richtung Hexentanzplatz. Hier war Schluss. Die Schmerzen in Roberts Knie und die Summe unserer Fehlentscheidungen und die damit verbundenen Konsequenzen in Form von Schmerzen und ungeheuren Geschwindigkeitsverlust, zwangen uns zur Aufgabe. Lediglich der Gedanke, dass wir nicht letzter geworden sind, tröstete uns in diesem Moment. Robert wurde zurück gefahren und ich musste meine Enttäuschung wegradeln indem ich zur Racebase nach Gernrode mit Fahrrad fuhr. Dort leckten wir unsere Wunden, aßen was und schliefen erst einmal. Immer wieder wurde der Schlaf durch Beifall für Finisher unterbrochen. Egal, wir leben noch . Fazit: Es war eine ungeheuer, intensive Erfahrung für mich und ich denke auch für Robert, die uns noch mehr als Freunde aber auch als Team, sei es hier oder am Berg, zusammengeschweißt hat. Circa 200 km und dabei knappe 3900 Höhenmeter haben wir geschafft, dabei haben wir 26 CP´s gesammelt. Die Platzierung 25 von 32 Teams ist ein guter Anfang. Robert und auch ich sind uns sicher wir sind 2012 wieder dabei und dann wird gefinisht!
Motzenseelauf 2011
Posted on 15 Juni 2011 | No responses
Ich regenerierte so schnell wie möglich vom Nottelauf. Nachmittags fuhr ich dann mit Eric mit Fahrrad nach Kallinchen. Dort empfingen wir die Startnummer für mich und seinen kleinen Zwerg, denn er wollte traditionsgemäß dieses Jahr auch wieder dort mitlaufen.
Er musste dieses Jahr allerdings 500m laufen. Ich zeigte ihm die Strecke. Erführchtig und mit ein bischen Angst stellte er sich an den Start. Kurz vor dem Start wollte er dass ich mitkomme. Ich wiegelte ab und los gings schon…. Nach einer halben Runde fing er vor Wut an zu weinen, lief aber weiter. Er war wütend, so erzählte er mir, weil ihn welche überholten. Die letzten 50 Meter lief ich mit ihm, er schluchste immernoch. Stolz wie Bolle nahm ich im Ziel hoch und drückte ihn. Ich war stolz, dass er mit noch nicht einmal 6 Jahren 500 m durchlaufen konnte. Ich glaube 6. ist er geworden.
Dann ging ich an den Start. Missmutig und immernoch den Nottelauf in den Beinen beäugte ich die unbekannte Konkurenz. Peng und los ging es. Wieder einmal setzten wir uns schnell ab vom Feld und liefen eine Gute Pace. Der Jungspund ganz vorn brach nach ca 4-5 km etwas ein. Ich holte ihn mir. Aber ein älterer Herr schnaufte wie eine Maschine immer weiter weg. Unglaublich disziplinierter Laufstil. Wahnsinn.
Mehr und mehr forderte der Nottelauf seinen Tribut den ich widerum an den Motzenseelauf zollen musste. Eine Pace von 4:07 machten den Lauf dennoch zum erfolg. AK zweiter und Gesamtplazierter 6 finishte ich meinen zweiten Wettkampf an diesem Tage doch recht zufrieden, wenngleich ein treppchen denke ich drin gewesen wäre wenn ich nur diesen Lauf gemacht hätte.
5. Nottelauf 2011
Posted on 15 Juni 2011 | No responses
Wieder ein schöner Tag. Ich fuhr mit meinem Fahrrad zum Nottekanal. Ich wusste diesmal würde Fabian, meine Konkurent nicht anwsend sein. Potentielle Gewinnchance. Raimond Bublak war wie immer da. Ich war aber immernoch nicht so fit, da ich mich kurz zuvor verletzt hatte. Schienbeinkanntensyndrom wurde diagnostiziert. nach fast zwei Wochen läuferischer Abstinenz und einer umfangreichen Quarkheilkur in Tateinheit mit physiotherapeutischer Behandlung war ich wieder einigermaßen auf dem Damm.
Ich holte meine Startnummer ab, bezahlte den üblichen Obolus und machte mich warm. Heute fühlte ich mich gut, wollte mich dennoch nicht übernehmen, da am Nachmittag noch der Motzenseelauf auf mich wartete. Es ging los. Nach einem fehlstart aufgrund defekter Pistole ging es beim dritten Versuch doch endlich auf die Strecke. Schnell setze ich mich vom Feld ab. In meinem nacken fühlte ich einen Atem. Ein junger Bursche hielt meine Pace. Mist hoffentlich fällt der bald ab. Aber nichts ist. 3 km – Wendemarke immernoch da, dann wurde ich allmählich langsamer. Nach einem kurzem Einbruch bei 6 km stabilisierte sich aber auch wieder meiner Pace. Raimond Bublak kam dennoch immer näher. Ich hielt ihn dennoch bis ins Ziel hinter mit. 2. Platz gesamtwertung und 1. Platz AK machten mich dennoch wieder etwas stolz. Domi der ewige ZWEITE. Dennoch konnte sich eine Zielzeit von 47:22 sehen lassen.
Halbmarathon Berlin 2011
Posted on 15 Juni 2011 | No responses
Was soll ich sagen. Schön war´s. Meine Mutter reiste extra dafür aus Magdeburg an, damit sie mich laufen sehen konnte. So ging es Sonntag gegen 7:30 Uhr mit Sohn und Mutter Richtung Berlin. Das Auto parkte ich wie immer in der Nähe von Camp4. Dann zog ich mich um und bereitete mich so langsam seelisch auf den Lauf vor. Wir gingen Richtung Start und Zielbereich und suchten eine schöne Stelle an der auch mein Sohn super Einblick in das Laufgeschehen bekommen konnte.
Eine halbe Stunde vorher begann ich mit meinen Wettkampfvorbereitungen. Nocheinmal aufs Klo, dann warm machen. Es war warm, irgendwie war ich nervös und fühlte mich nicht so fit wie ich mich gern gefühlt hätte. Das bereitetete mir zunehmend Sorgen. Kurz vor dem Start verabschiedete ich mich.
Dann ging es los, der Countdown zählte runter und ich PENG, der Startschuss fiel. Der Laufblock A, in dem auch ich stand, lief rasand los. Pace 3:12 – 3:30. Zu schnell eigentlich, dennoch hielt ich sie. Gepusht durch die Zuschauer und durch das Adrenalin ging es durch die Straße unter den Linden, das Brandenburger Tor auf die Str. des 17. Juni. Kurz vor dem Breitscheidplatz fuhr ich dann die Geschwindigkeit auf 3:50 runter. Ich ahnte schon, dass ich dieses Tempo auch aufgrund der Hitze nicht halten könne. Es war der erste heiße Tag des Jahres. Die Sonne brannte so als wolle Sie sagen, dass sie erwacht sei. Gestern waren es noch 13 °C heute 25. Pust. I0km 38:12 war eine gute Basis. Aber dann kam der Schlag ins Gesicht. Ich brach ein. Auf dem Ku-Damm musste ich meine Pace bis auf 4:50 runter fahren. 5 Minuten lang streikte mein Körper. Ich zweifelte an mir, an meiner Vorbereitung, am ganzen Sport.
Was ist los? EEEEEYYYY. Reiß dich zusammen. Dank des Publikums fand ich irgendeinen Weg raus aus diesem Dilemma. Meine Pace verbesserte sich, dennoch kam ich nur noch selten unter 4 Minuten / km. Egal…. motivieren und Gas geben. Am Ende des KuDams fühlte ich mich wieder recht gut. Checkpoint Charlie und dann in die Leipziger, ab hier verlieh mir das klatschende Publikum Flügel, ich kam in den üblichen Rausch, den man bekommt wenn man kurz vorm Zieleinlauf steht. Ein PACEMAKER verlieh mir zusätzlich Geschwindigkeit. Ich holte Ihn ein und überholte selbigen sogar noch. Unter der Brücke am Alex lang und rechts auf die Zielgerade…. schneller, schneller, schneller… ich fühlte meinen Körper nicht mehr, Adrenalin machte sich breit und dann war es soweit 01:24:15. Mein Ziel um 4:15 verfehlt war dennoch glücklich. Oh da kamm dann auch mein Körper zurück….. Medaille empfangen Banane und dann Erdinger Alkoholfrei. Anschließend suchte ich meinen Sohn. Wir fanden uns und er war stolz auf mich denke ich. Ich gab ihm meine Medaille und lief noch etwas aus….
Fazit: Wie immer ein hervorragenes Event. Ich liebe es.
Luckenwalder Crosslaufserie 2011
Posted on 6 März 2011 | No responses
So jetzt ist er vorbei. Habe ihn überstanden und bin sogar konkurrenzfähig. Aber erstmal Stück für Stück.
1.Lauf
http://www.llg-luckenwalde.de/termine/termindetail.php?index=1&nshow=no
9,3 km
Habe mir sehr schwer getan… Im Nachhinein sage ich mir, dass es daran lag, dass ich zu aufgeregt war und mich auch zu wenig warm gemacht habe. Mein Ziel unter 40 Minuten zu laufen habe ich dennoch erreicht. Unbeleckt wie ich im Crosslauf war startete ich gleich durch und mich holte meine Lunge dann irgendwann viel zu früh wieder ein. Warum weiß ich nicht …
Bilanz: Altersklasse -> 3.Platz Gesamt 11.Platz
2.Lauf
War ich leider nicht zugegen, da ich beim Fußballturnier meines Sohnes war.
3.Lauf
http://www.llg-luckenwalde.de/termine/termindetail.php?index=3&nshow=no
Hier gings zur Sache…hinten am Tierpark war start. Diesmal machte ich mich richtig warm und sagte noch zu Ingo Nötzel ich bleibe dran. Die ersten 2,5 km liefen gut (3:17-3:30 Pace) dann kamen die steigungen, quasi das schwere Gelände… Hui hatten die es in sich …. mein Blutdruck erlangte Höchstwerte und der Maximalpuls auch …. von meinen Laktatwerten will ich gar nicht sprechen. Ich fiel etwas ab, aber fing mich zum Schluss wieder, sodass ich nach einer Weile wieder Pace machen konnte. Ich wusste wenn ich hier nicht gewinne, dann kann ich den AK-Sieg nicht erreichen.
Bilanz: 10.1 km - AK 1. Platz – Gesamtplatzierung 4.Platz
Punkte nach dem 3.Lauf
Gesamptpokalwertung: 26 Punkte
AK: 39 Punkte (Sieg 21 Pkt + 18 Pkt (3.Platz))
4.Lauf – Finale
http://www.llg-luckenwalde.de/termine/termindetail.php?index=4&nshow=no
Es ging um die Wurst …. ich musste die bestmögliche Platzierung rausholen. Das Wetter war nahezu genial. Ich machte mich warm… die ganze Familie war mit… Das anlaufen der Strecke versprach ein Martyrium. Gleich am Anfang setzten starke Steigungen dem Metabolismus zu. Egal dran bleiben. So war die Devise … ich hängte mich wieder an die Favoriten. Die Pace war gut. Irgendwann setzte mir dann wieder eine Steigung so dermaßen zu, dass ich die Geschwindigkeit raus nehmen musste. Etwas ruhiger ging es dann weiter. 3 Mann waren vor mir. Ein Läufer davon auf mittlerer Strecke und die beiden Favoriten. Einer davon musste aufgeben, da er umgeknickt war. Des Einen Pech ist das Glück des Anderen. Dennoch gute Besserung. Nach einer Weile konnte ich dann wieder meine Pace erhöhen und Lief die Strecke zu Ende… Beflügelt, zweiter zu werden legte ich einen Endspurt vom Feinsten hin…. Ich freu mich.
Bilanz: 8,6 km – AK 1. Platz – Gesamt 2. Platz – Gesamtwertung Serie 4.Platz
Das lässt sich doch bei einer solch jungen Läuferkarriere sehen.
Bilder
Halbmarathon Berlin 2011 – Vorbereitung
Posted on 4 Februar 2011 | No responses
Auch dieses Jahr steht wieder der Halbmarathon in Berlin an. Heute ist ein Newsletter gekommen der die neue Strecke verraten hat. Aber lest selbst.
http://www.scc-events.com/news/news005822.html
Ich werde mich intensiver als je zuvor vorbereiten, um meine Traumzeit von 1:20:00 zu schaffen. Es sieht echt nicht schlecht aus, da die Trainingsbedingungen dieses Jahr wesentlich besser als letztes Jahr sind.
Zunächst stehen einige kleinere Läufe ins haus wie die Luckenwalder Crosslaufserie. (http://www.llg-luckenwalde.de/termine/termindetail.php?index=1)
Werde dort versuchen knappe 40 Minuten zu laufen. Kommt auf das Gelände an.
Ansonsten werde ich mir für den HM einen straffen Trainingsplan basteln.
Watzmann Ostwand – Von Angst und Respekt
Posted on 12 Oktober 2010 | No responses
Dieses Jahr habe ich mich viel mit den Bergen beschäftigt und war auch viel unterwegs. Ich habe mich weitergebildet und viel gelernt. Irgendwann im Sommer kam mir die Idee und die Sehnsucht durch die Ostwand zu steigen, aber die Zweifel ob ich schon so weit war, waren allgegenwärtig.
Nach der Tour im Mont Blanc – Gebiet war ich mir ziemlich sicher ich würde es schaffen. Der Entschluss war gefasst.
Nun galt es zu Planen. Ein Wochenende tat sich auf, ich glaubte schon gar nicht mehr daran diese Tour dieses Jahr machen zu können, erst recht nicht, als es Ende September dort auch noch schneite und auf den Bändern einiges an Schnee lag.
Ich plante dennoch weiter. Vor einiger Zeit hatte ich mir schon den Ostwandführer von Franz Rasp gekauft (ISBN 978-3-7633-4141-2). Dieser beschrieb viele Dinge recht detailliert. Die Illustrationen kann man allerdings vergessen. Ich würde mir wünschen, dass man die Aufnahmen eventuell in der nächsten Auflagen verbessert (hohe Auflösung).
Allerdings muss ich auch sagen, vielleicht ist es auch besser, wenn es nicht geschieht. Es ist schön wenn auch mal ein Berg nicht “durchtopografiert” wird. Man muss viel Instinkt, Orientierung und Erfahrung besitzen, um durch die Ostwand zu steigen. Das lehren uns auch die Versteigungen, die Jahr für Jahr zu Unfällen und Rettungseinsätzen führen. Meist bedingt durch Überschätzung, schlechte Ausrüstung, mangelnde Erfahrung.
Gerade das ERSTE MAL in dieser Wand verlangt von einem Bergsteiger viel Vorbereitung. Stundenlang wälzte ich Tourenberichte, Bilder, Aufnahmen von den Wegen aus allen möglichen Perspektiven und wieder Tourenberichte.
Unzählige Male las ich den Raspführer in seiner Gesamtheit. Dennoch wurde mir der Respekt vor der Wand nicht genommen. Nicht zuletzt machte die Schlagzeile vom 101. Toten in der Ostwand die Runde….
Ob ich wirklich so weit war würde ich sehen wenn ich in der Wand stehe.
Henry und Torsten sollten mich begleiten. Ursprünglich wollten wir den Kederbacher Weg gehen.Durch den Schneefall Ende September/Anfang Oktober habe ich mich entschlossen den “einfacheren” Weg durch die Ostwand zu nehmen.
Markus Assigal von Climbandhike.com hat mir noch ein super Aufklärungsfoto des oberen Bereiches der Ostwand geliefert, DANKE DAFÜR. Hier konnte man neuralgische Stellen ausmachen, die eventuell bei dieser Schneelage zu einem Problem werden könnten.
Bei Alpenverein und bei der Bergwacht habe ich mich noch über die Bedingungen informiert. Für Erfahrene kein Problem wurde mir geschrieben.
Wir hatten folgende Optionen:
- Schneller kompletter Durchstieg mit anschließender Watzmannüberquerung und Abstieg ins Tal
- Aufstieg bis Biwak, Übernachtung Restprogramm am Sonntag
Wir wollten es vom Fortkommen abhängig machen. Gerüstet waren wir für beide Fälle, was allerdings einen Nachteil hatte wie wir wiedermal lernen mussten.
Okay, los ging es. Henry war dabei. Torsten hat aufgrund orthopädischer Probleme mit seinen Haxen abgesagt. Wir trafen uns und fuhren am Freitag nach Strub um dort zu übernachten. Um 8 Uhr sollte laut Internet die erste Fähre fahren. Irrtum Sie fuhr erst 9 Uhr ab. Es war neblig im Tal. Gegen 9.30 Uhr waren wir auf Sankt Bartholomä. Zügig gingen wir Richtung Eiskapelle, verfolgt von weiteren Ostwandaspiranten.
Dort angekommen wurde auf einem Schild aufmerksam gemacht, dass nun die markierten Wege enden und alpines Gelände beginnt. Stück für Stück gab der Nebel die Ostwand frei…. Was für ein “Monster”…. WOW. Ich war eingeschüchtert, aber nicht ängstlich. Voller Vorfreude strebte ich dem Ziel entgegen.
Ich versuchte mich an vier vorausgehende, mit leichter Ausrüstung bepackte Bergsteiger zu hängen. Henry blieb etwas zurück. Das Funkgerät verband uns weiter. Die Vorausgehenden machten Tempo. Ich schnaufte unter der Last meines Rucksacks und fing wild an wild zu schwitzen. Mehr und mehr durchbrachen wir den Nebel. Oberhalb der Eiskapelle eröffnete sich ein schöner Blick auf den wolkenbedeckten Königssee. Ich kam an eine Stelle wo eine nasse Platte und ein leicht überhängender Fels den Weg säumten. Man musste hier vorsichtig die Tritte setzen, da sonst mit abrutschen und abstürzen gerechnet werden konnte. Mein Funkt quietschte. Oh ja Henry …. Ich wartete auf ihn. Kurze Zeit später war er auch schon oberhalb der Wiese. Weiter ging es Richtung Schuttkar. Wir schraubten uns durch wechselhaftes Gelände. Mal steinig, mal hüfthoch mit Bewuchs. Schrofengelände halt … Bis zum Schuttkar ging es aber super mit der Orientierung.
Nach dem Schuttkar verlor sich dann schonmal die Spur. Versehentlich löste ich einen kleinen Steinschlag aus (habs kaum mitbekommen) der einen Bergführer zum rumschreien (“EY du DEPP”) verleitete. Die Sache ist, dass man nunmal Steinschlag nicht mit Absicht auslöst. Ich war schon vorsichtig, nur leider bekam ich es nicht mit das sich kleine Steinchen lösten und eine Ministeinlawine auslösten, sodass ich keine Warnung in FORM von “STEIN” rufen konnte. War aber halb so schlimm.
Oberhalb des Schuttkarrs ging es dann erst richtig los. Wir stiegen los und konnten uns an vorauseilenden Bergsteigern orientieren. Stück für Stück arbeitete ich mich voran, versuchend, die Seilschaft vor mir und Henry hinter mir nicht zu verlieren. Beides ging leider nicht. Ab und an Henry wieder einfangend, leider aber die Seilschaft vor mir aus den Augen verlierend stieg ich weiter. Teils ging es nur einen “Weg”. Das Einprägen der Bilder und der Beschreibung hat was gebracht. Steigespuren waren kaum noch vorhanden. Am 1. Sporn angekommen wartete musste ich etwas verschnaufen. Weiter gings zum 2. Sporn. und von dort nach rechts aufwärts. Dann durch eine kleine Verschneidung nach links und anschließend über geneigte Platten zur Wasserfallplatte. Dort sind erste Bohrhaken zu finden. Über weitere Platten gings dann nach oben. Hier kommt eine längere Passage die man auf Reibung “klettern” muss. Für ungeübte sicherlich ein schreckliches Erlebnis denke ich. Ein Abrutschen fatal und unschön. Dies ist die erste IIIer Stelle die auf die Wasserfallwand führt.
Höher und höher gings. Das Mehrgepäck gegenüber den anderen Bergsteigern kostete Geschwindigkeit. Henry war etwas abgefallen, wir haben aber Funkkontakt und auch immer wieder Blickkontakt. Ich versuchte weiter die Bergsteiger im Blick zu halten und dran zu bleiben, wollte aber auch Henry nicht verlieren, das wäre tragisch. Wir stiegen auf bis zu den kleinen Biwakhölen dort machten wir Pause. Bis dahin empfand ich es vom bergsteigerischen Anspruck leicht, merkte aber, dass Orientierung sehr schwer war.
Henry war auch da und wir aßen einen Riegel. Er war beeindruckt und hatte es sich nicht ganz so schwer vorgestellt. Nun ging es über eine, meiner Meinung nach sehr interessante Stelle.
Nach dieser nächsten IIIer Stelle gelangten wir nach kurzer Zeit in die Gipfelschlucht die sich stetig hinaufzog und auf einem Absatz endet. Hier fange ich Henry wieder ein. Nun sind wir allein. Wir wurden, vermutlich Aufgrund unseres Gewichts, abgehängt. Ich steige nach rechts weiter und dann erblicke ich links oben die Biwakschachtel in ihrem leuchtendem Orange. Ich stieg über einen Pfeiler hoch zu Ihr und holte doch noch die drei Bergsteiger vor mir ein.
Bis dahin muss ich sagen, vom klettertechnischen her recht einfach, muss aber mehr und mehr Respekt vor der Orientierung im alpinen Gelände zollen. Machte mich aber nicht wild. Einen festgelegten Weg gibt es hier auch nicht. Letzten Endes muss man improvisieren, kann man andere “Wege” gehen, solange man nicht die Übersicht und das Ziel aus den Augen verliert. Henry machte sich ab und an über diese Strategie Sorgen, aber sie funktionierte.
Nach 5 h waren wir also an der Biwakschachtel und beschlossen daher den Durchstieg. Rechts hoch an der Schachtel vorbei und dann links in eine Rinne bis man den doch markanten Aufstiegskamin sieht. Durch diesen weiter hoch bis zum Gratabsatz. Hier waren ab und an auch noch einiger schöne Kletterpassagen dabei, die Ungeübte schon vor große Herausforderungen stellen würden.
Wir beschlossen von dort aus nicht auf die Südspitze hoch zu steigen, sondern auch mangels Zeit (Eine Überquerung stand ja noch an und wir wussten aus eigener Erfahrung, dass diese auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen sollte), den Ausstieg nach rechts auf den Grat.
6h 8 min brauchten wir bis auf den Grat. Das Ganze mit doch recht schwerem Gepäck. Seil, Keile und Reepschnüre hatten wir bei und Gurt an, aber benutzt haben wir es genauso wenig wie Biwak- und Schlafsack, Kocher etc.. Eine Pause hatten wir verdient. Anschließend überquerten wir den Watzmann bis zum Hockeck. Dort trafen wir auf Grataspiranten die oben in der Schutzhütte übernachten wollten. 17 zählten wir… Wow wird sicher eng. Die Sonne schickte sich an unter zu gehen. In einem feurigen Rot verschwand sie während unseres Abstiegs zum Watzmannhaus hinter dem Horizont.
Im Watzmannhaus angekommen genehmigten wir uns ein Erdinger alkoholfrei und beschlossen den weiteren Abstieg.
Über den Falzsteig, die Kührointhütte ging es dann einen scheinbar endlosen Weg zurück nach Schönau zum Parkplatz, den wir um 22:30 Uhr endlich erreichten. 13 Stunden waren vergangen, wir waren fußlahm, hatten Hunger und waren müde.
Nach einem kurzen Mahl bei McDonalds gings zurück nach Strub, duschen, schlafen.
Fazit: Wer fit ist zu Fuß ist sollte auf unnötiges Material verzichten und einen schnellen Durchstieg bevorzugen. Aber man sei dennoch gewarnt. Nicht immer gehen Leute voraus. Schnell sind andere Bergsteiger mal hinter Vorsprüngen, in Rinnen oder einfach im Fels aus den Augen verloren und man muss allein weiter “navigieren”.
Absolute Fitness, bergsteigerisches Können, Trittsicherheit und Orientierungsvermögen werden von der OSTWAND STETS abverlangt. Dabei ist Vorbereitung genauso wichtig, wie Ausrüstung. Es ist nicht verkehrt ein Seil mit zu haben, besonders wenn man noch unerfahrenere Partner mit hat. Dennoch sollte auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Gewicht und Notwendigkeit der Ausrüstung Wert gelegt werden.
Für mich war es ein schöner Tag der Spaß gemacht hat und mich gefordert hat. Ich komme sicher wieder und werde die anderen Routen auch durchsteigen.
PS: Danke Henry und SAUBER gemacht. Danke lieber Watzmann du höchste Steilwand Wand der Alpen
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Gimpel 2.176 m
Posted on 15 September 2010 | No responses
Am 10.09.2010 war ich mit Sohn und Frau in den Tannheimer Bergen unterwegs. Nach dem Aufstieg zum Gimpelhaus und dem Aufstieg in die Nässelwängler Scharte auf 2000m beschloss ich während des Abstiegs den Gimpel (allein) zu machen.
Da es schon nach 15 Uhr war musste ich recht schnell sein. Motiviert durch die Taten von Ueli Steck und seine ungeheure Geschwindigkeit, lief ich den Berg hoch. 15.15 Uhr startete ich noch im Abstieg begriffen auf Koordinate +47° 29′ 53.55″, +10° 37′ 10.38″ meinen “Lauf” dieser führte mich erst abwärts und dann Richtung Einstieg Gimpel Normalweg. Dort geht es recht schnell in leicht ausgesetztes Gelände über. Stellen des Schwierigkeitsgrats I. sind hier zu meistern. Nach dieser bei nässe doch recht glibschigen Passage gehte s dann in Grashängen auf den Grat und dann auf dem Grat (wieder I. Schwierigkeit) auf den Gipfel.
Um 16:10 Uhr war ich dann oben. Nach einer schnellen Eintragung in das Gipfelbuch gings auch schon wieder an den Abstieg.
16:16 Uhr brach ich auf und stieg zügig ab. Der untere Teil war durch den jetzt schon anhaltenden Regen recht schwierig aber mit etwas Vorsicht ging es.
Die Anschließende Abfahrt durch den Schotter schonte die Gelenke … dann noch schnell entlang des Weges richtung Gimpelhaus. Dieses erreichte ich genau 17 Uhr.
Man sollte Trittsicher und schwindelfrei sein. Bei Nässe ist der ganze Berg etwas glibschig, da er doch schon recht abgespeckt ist.
Mit Kindern sollte man sicherheitshalber ein Seil dabei haben und diese daran führen.
War ne schöne schnelle Tour.
FAZIT: Offene Rechnung endlich beglichen.
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Projekt 4000 – Vorbereitung auf die Mont Blanc – Tour
Posted on 16 August 2010 | No responses
Eine Woche Höhenluft
Robert, Frank, Markus und Ich kannten sich noch nicht lange, aber wir haben eine gemeinsame Leidenschaft, die Berge. In zwei Treffen und durch diverse Telefonate, sowie regen eMailaustausch haben wir uns dennoch recht gut kennengelernt.
Robert war der Tourplaner. Er teilte uns seinen Plan mit und wir trafen uns und berieten darüber. Ausgestattet mit unterschiedlichsten Erfahrungen befanden wir dennoch die Auswahl als machbar.
Projekt 4000 – 1. Tag – Vallée Blanche und Glacier du Géant
Posted on 16 August 2010 | No responses
Am 01.08.2010 ging es des Nachtens aus Berlin gen Charmonix. Wir sollten dort auf Markus treffen, der dort gegen 12 mit dem Zug ankam.
Nach einer Parkplatzsuche und anschließendem kurzen Zusammenpacken sollte uns die Seilbahn zur Aiguille di Midi Bergstation auf 3.842 m bringen.
Dort ausgestiegen waren wir, zumindest Frank und ich, gespannt was die Höhenluft mit uns anstellt. Schnell wurde klar, dass uns hier eindeutig die Luft ausging. Kurze Treppen endeten in unwillkürlicher Schnauferei. Zugleich machte sich leichter Kopfschmerz breit. Egal jetzt waren wir oben. Nach einem letzten Toilettengang ging es dann über ein Absperrgatter, über dem „Nur für Bergsteiger“ prangte, auf einem kleinem Schneegrat Richtung Gletscher. Angeseilt waren wir, Gletscher sind halt gefährlich…. Das Wetter schlug uns missmutig ins Gesicht. Regen, Schnee, Gewitter. So Richtig wusste Petrus wohl nicht was er wollte. Dennoch durchquerten wir ständig nach Luft ringend das Vallée Blance und den Glacier du Gèant vorbei am Pointe Helbronner zum Ref. Tourino.
Nass, hungrig und schnaufend verliefen wir uns fast noch und fanden uns etwas oberhalb der Turiner Hütte auf dem Pointe Helbronner wieder. Kurz orientiert trafen wir keine 15 Minuten später auf der Hütte ein.
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Projekt 4000 – 2. Tag – Erkundung und Akklimatisation
Posted on 16 August 2010 | No responses
03.08.2010
Am nächsten Tag sollte es eigentlich auf den Tour Ronde gehen. In der Hoffnung das Wetter würde sich bessern machten sich Robert, Markus und Ich auf den Weg dorthin. Im Schneegestöber war die Orientierung bei Teils Sichtweiten unter 20 m sehr schwer. Wir bogen zu früh nach links ab und gingen somit auf den Aig. des Thoules zu. Als wir das bemerkten, versuchten wir weiter nach rechts zu kommen, aber die schlechte Sicht machte es unmöglich die Spaltenzone am Rand des Tour Ronde unbeschadet zu passieren. Wir gingen zurück und beschlossen, bei langsam aufheiterndem Wetter die Einstiege unser Folgetouren, Teufelsgrat und die Aufstiegsroute zum Biwack zu erkunden.
Es klarte vollends auf und auf dem Rückweg gingen wir, bei schönstem Wetter, noch kurz zum Einstieg des Tour Ronde, beschlossen aber aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit Ihn nicht zu besteigen.
Etwas traurig stampften wir zur Hütte zurück und trafen auf dem Rückweg auf Frank, der uns entgegengekommen war. Das Wetter lockte Ihn wohl raus.
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Projekt 4000 – 3.Tag – Mein erster 4000er
Posted on 16 August 2010 | No responses
Heute mache ich meinen ersten 4000er, den Dent du Géant. Um 4:45 Uhr ging es nach dem Frühstück los. Der Schnee war verharscht und gut mit Steigeisen zu begehen. Über den Gletscher geht es zum Fuße des Sockels, der bis zum Frühstücksplatz reicht. Eine steile Schneerinne und anschließende leichte seilfreie Kletterei führten uns dorthin. Zwischendurch machte sich der gegenüberliegende Mont Blanc im Farbenspiel der aufgehenden Sonne bemerkbar. Von grau über rot zu weiß zog er die Blicke aller Bergsteiger auf sich.
Einstieg in den Dent du Géant
Wir stiegen weiter zum Frühstücks-platz. Noch schnell die Klamotten, die wir nicht brauchten, dort eingelagert und anschließend zum Einstieg gegangen. Dort mussten wir wieder warten und es war recht kalt. Der Einstieg ist recht kompliziert, wenn man nur Bergstiefel und dann noch einen Rucksack und Handschuhe trägt.
Hat man diesen überwunden, wird es noch an zwei, drei Stellen etwas kraftraubender. Die Platten lassen sich mühelos klettern, der Abschnitt nach den Platten erfordert dann schon etwas mehr klettertechnisches Können. Auch hier tut man sich mit Kletterschuhen leichter, aber mit Stiefeln geht’s auch, erfordert lediglich mehr Kraft in den Armen. Im oberen Teil überraschen einen dann noch mal zwei sehr luftige Stellen, aber wenn man dann auf dem ersten Gipfel steht, ist alles gut. Rüber auf den zweiten Gipfel ist dann nur noch ein kleiner Katzensprung. Leider ist die Figur auf dem zweiten Gipfel nicht mehr vorhanden. Dafür prangt an dieser Stelle jetzt eine Plakette.
Auf dem Gipfel übermannte mich das Gipfelglück wieder einmal. Ich war wahnsinnig stolz meinen 1. 4000er als geklettert zu sein und dann noch komplett im Vorstieg. Das folgende Bild denke ich vermittelt die Emotionen die sich in einem abspielen.
Runter wird abgeseilt. Das Problem ist der Ansturm an Bergsteigern, die alle auf den zweiten Gipfel wollen. Der Grat zwischen beiden Gipfeln ist nicht gerade groß und so muss man sich engagieren. Jeder, der viel in den Bergen unterwegs ist, weiß, dass manche Bergführer nicht gerade nett sind. Sie machen Ihren Job ohne Rücksicht. So muss man sich halt irgendwie zwischen fremden Seilen und seiner Klientel durchquetschen.
Abgeseilt wird unterhalb des ersten Gipfels. Es gibt mehrere Abseilrouten. Man muss zwingend 60 Meter abseilen können. Bis zum zweiten Stand kommt man auch mit einem Einfachseil. Das Problem dabei ist allerdings, dass man dann nach links abseilen muss. Also wer es sich nicht so schwer machen möchte, der sollte ein Paar Halbseile nutzen.
Der Abstieg war, abgesehen von der Suche nach dem Weg, unkompliziert. Durch die Temperaturen hatte sich die Schneerinne in eine flussartige Matschrinne verwandelt, in der man vorsichtig sein musste, andere nicht mit Steinen zu „bewerfen“. Man konnte aber auch parallel zu dieser Rinne absteigen.
Zurück zur Hütte war Schneestampferei. Geschafft aber zufrieden kamen wir an der Hütte an und genossen erstmal ein leckeres Bier/Radler. Anschließend gab es Abendbrot und nach der Nachbereitung sanken wir alle ins Bett und schliefen.
Hier alle Bilder des Tages:
FORTSETZUNG FOLGT… DIE RESTLICHEN TAGE STELLE ICH DIE TAGE EIN
Projekt 4000 – 4.Tag – Ruhetag
Posted on 16 August 2010 | No responses
Dieser Tag war leider anders als er geplant war. Eigentlich wollten wir heute den Teufelsgrat besteigen, aber dies war aufgrund des Wetters leider nicht möglich. Schnee und Nebel machte sich draußen breit. Wir nutzten den Tag zum regenerieren, Kartenstudium, Essen, Skat spielen und erzählen.
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Projekt 4000 – 5.Tag – Aufstieg zum De-la-Fourche-Biwak
Posted on 16 August 2010 | No responses
Am Abend zuvor beschloss Markus, dass er den letzten Tourteil nicht mitmachen wird. Er hatte mental, aber auch körperlich nicht mehr die Kraft dazu. Wir respektierten seine Entscheidung. Ein wenig beneideten wir ihn auch, da er ein normales Bett und eine Dusche haben würde. Wir begleiteten ihn noch zur Seilbahn und stampften dann bei traumhaftem Wetter los in Richtung Kuffnergrat. Vorbei an der Tour Ronde und dem Grand Capucin auf den Maudit zu.
Den Weg dorthin kannten wir ja schon. Unten am Fuße des Kuffnergrats, gegenüber der Aiguilles du Diable stiegen wir eine 45°-Rinne auf. Robert sicherte viel, aber es war ja auch einer der ersten Steilhänge von Frank und mir. Kurz nach 13 Uhr waren wir oben am Corrado Alberico e Luigi Borgna Colle della Fourche (schöner Name) auch Bivac de la Fourche genannt.
Dort machten wir es uns gemütlich. Immer mehr Bergsteiger trudelten ein. Das Biwak war voll. Einige wollten in die Brenvaflanke, andere den Kuffnergrat gehen. Nach dem Abendbrot versuchten wir uns hinzulegen …. An richtigen Schlaf war nicht zu denken: ein Rascheln hier, ein Klappern da, Seilschaften, die sich auf den Weg und gefühlte Stunden Lärm machten. Gegen 21 Uhr kamen noch mehr Bergsteiger, aßen kurz etwas, legten sich ein paar Minuten irgendwie auf den Boden und gingen dann weiter. Gegen 3 Uhr war es dann bei uns soweit.
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Projekt 4000 – 6.Tag – Der Kuffnergrat zum Mont Maudit
Posted on 16 August 2010 | No responses
Um 3:35 Uhr fing mein Garmin an zu tracken. Es war finster …. Der Schnee war anfangs teils harsch, aber aufgrund des Neuschnees vom Vortag war er auch noch an einigen Stellen recht frisch. Die Wegfindung gestaltete sich mitunter etwas schwierig. Am Anfang überwältigte mich etwas meine Angst, da ich noch keine Steigeisen an hatte und an einer steilen Passage instabil stand. Ich fing mich aber mit zunehmender Höhe wieder und wurde zuversichtlicher.
Die Sonne ging auf. Ein wunderschönes Spiel des Lichts. Das Morgengrauen färbte die Brenvaflanke in ein tiefes Rot. Es war einfach alles dabei: Schnee, Eis, Firn, Stein. Herrlich! Für Geübte und fitte Bergsteiger eine Genusstour.
Da wir aufgrund der Schneelage doch recht viel sicherten, kamen wir langsamer voran, als es geplant war. Vor uns, auf Höhe des Gratbuckels, wurde dann auch noch ein Bergsteiger mittels Hubschrauber aus dem Berg geholt. Er hat sich dauernd übergeben. Ständig wechselten sich steile Schneepassagen mit Stein und Eis ab.
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Stelle im Kuffnergrat |
Nach und nach „kämpften“ wir uns hoch. Auf der Schulter des Maudit rutschte ich sogar mal weg, da auf dieser Seite ein starker eisiger Wind wehte und den Schnee zu Eis erstarren lies. Ich versenkte mein Steigeisen wohl nicht richtig, kam zu Fall, versenkte aber geistesgegenwärtig sofort mein Eisgerät im Eis und zog mich rutschend an es ran (lehrbuchreif). Ich kam sofort zum Stillstand. Da ich etwas Seil gelassen hatte und Frank es auch mitbekommen hatte, riss ich keinen mit. War ja auch nicht weit …. Eine Schrecksekunde war es dennoch. Der Aufstieg ging weiter. Mühevoll japsend kamen wir Meter für Meter unserem Primärziel näher und um 13 Uhr war es dann endlich soweit – wir standen auf dem Gipfel des Mont Maudit. Ich rang mir wieder eine Träne ab. Ich weiß nicht, aber die Mischung aus Anstrengung, Erfolg, Glück aber auch die Gewissheit, dass wir es zeitlich leider nicht zum Mont Blanc schaffen würden, drückte in meine Augen. Ich brauchte eine Minute, stieg zum allerhöchsten Punkt des Maudit und setzte mich kurz. Ich musste an meine Frau und meine Kinder denken und an das, was ich hier und auch das letzte Jahr geschafft habe. Ich war so dankbar und überwältigt. Ein unbeschreibliches Gefühl!
Nachdem ich mich wieder gefangen hatte ging ich zu Frank und Robert zurück und wir machten uns eine Suppe und beschlossen um 14 Uhr den Rückweg Richtung Aiguille du Midi anzutreten. Mit Blick auf den Mt. Blanc, der wirklich nur noch einen Steinwurf weit entfernt und nur noch durch Schneestampferei zu erreichen gewesen wäre, taten wir dies auch, um die letzte Bahn ins Tal zu bekommen.
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Der Weg zurück führte uns durch den vergletscherten Hang, vorbei am Tacul, über den Col du Midi , am Ref. des Cosmiques zur Aig. du Midi.
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Nach der Abfahrt fuhren wir ins Hotel nach Argentière, genossen die Dusche und gönnten uns jeder eine Pizza und leckeres Bier.
Es war eine schöne Tour. Ich danke Robert für die Planung und Führung, Frank für seine Coolnes und sein immerwährendes Lächeln, Markus für seine Ehrlichkeit und seinen Ergeiz.
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Watzmannüberquerung – Hocheck – Mittelspitze 2713m – Südspitze 2713m
Posted on 4 Juli 2010 | No responses
Nachdem wir dann vom Hochstaufen abgestiegen waren sind wir erstmal nach Bertesgaden runter gefahren um dann mit vollem Magen weiter zu beraten was wir machen.
Zur Wahl stand:
- Aufstieg zum Watzmannhaus
- Wimbachgrieshütte
- Grünsteinhütte
- Kührointalm
Nach einigen Telefonaten stand dann fest, dass wir noch den Weg auf die Watzmannhütte antreten. Angegeben war dieser Weg mit 4 h ab Wimbachbrücke. Das hieß allerdings nochmal 1300 Hm Aufstieg. (wir hatten heute schon 1200 Hm gemacht)
Wir fuhren daher dorthin, parkten unser Auto und packten und gingen los. Zur Sicherheit nahmen wir noch Seil und Steigeisen mit, uns wurde zugetragen, dass dieses Jahr noch keiner die Überquerung gemacht hat und noch einiges an Schnee oben liegt.
Als denn … wir machten wieder das Funkgerät klar. Konditionell immernoch recht guter Dinge gewann ich schnell an Höhe, Henry tat sein bestes. Wir liefen dennoch jeder sein optimales Tempo. Imer wieder Feedback via Funk gebend schnauften wir uns den doch recht steilen, aber gut ausgebauten Anstieg stetig Richtung Watzmannhaus hoch.
Ab ca 1500 m.ü.NN wird der Weg zu einem echten Wanderweg. Ab hier merkte ich, dass es doch langsam an die Substanz ging. Aber das WH vor Augen zog mich magisch an und ich schmeckte schon das alkoholfreie Weizen was oben auf mich warten würde. Nach etwas mehr als 1,5 h war ich an meinem Ziel.
Henry kam etwas nach mir. Hungrig und durstig, aßen wir was und tranken ein alkoholfreies Weizen. Danach gingen wir in unser Quartier, eine 2-Mann-Stube und schliefen seelig ein.
Samstag
Nach einem zünftigen Frühstück ging es an die Überquerung. Der Wirt sagte uns gestern seien wohl schon welche rüber. Mist somit waren wir doch nicht die ersten der Saison, naje aber dennoch eine der Ersten.
Aufstieg zum Hocheck war recht nebelig. Der “Weg” ist markiert, dient aber nur als Anhalt für den Aufstieg. Technisch einfach war ich nach einer Stunde oben. Kaltes, nebeliges Wetter herrschte an der Biwakschachtel vor.
Nachdem Henry und ich eine Pause machten, machten wir uns an die Überquerung des Grates. Das erste Stück, ging supi. Ruck Zuck ist man an der Mittelspitze und gedenkt an Franz Rasp.
Ein ewiges hin und her, hoch und runter ziert den sehr schönen Grat. Ab und an lösten sich die Wolken vom Berg und gaben den Blick ins Wimbachtal frei. Es ist eine herrlich luftige, ausgesetzte Kletterei bis in den Unteren 2. Grat, KS A-B. Bis zur Mittelspitze gut abgesichert, dann aber werden die Absicherungen weniger. Für Bergerfahrene recht einfache Kletterei. Unerfahrene sollten einen Führer haben und bei Bedarf am Seil gehen. Von der Mittel zur Südspitze ist es ein unglaublicher, optischer Genuss und macht einfach nur Spaß. Ein Hochgefühl machte sich nach dem Erreichen der Südspitze in mir breit. Allerdings wollte ich Aufgrund der sich langsam aufbauenden Cumulonimbuse nicht all zu viel Zeit hier oben verbringen. Schnell gingen wir in den Abstieg über. Wir machten dann ca 400 m tiefer eine längere Rast. Der Abstieg über die Südspitze ins Wimbachgries ist sehr beschwerlich und lang, sehr steil und teils durch die Schneeschmelze zerstört, scheint der Abstieg ein endloser Weg zu sein. Vorsicht beim abstieg bei Schlechter sicht. Der eine oder Andere ist hier schon ums Leben gekommen. Machmal verleiten Rinnen in Richtungen die Abstürze münden …. !!!!
Auch auf Steinschlag sollte geachtet werden. Nach der Abfahrt durch ein Geröllfeld löste sich über mir ein Stein und kam auf mich zu. Ich brachte mich hinter einem Felsen in Sicherheit. Also Obacht!!!
Wenn man das steile Stück dann hinter sich hat, wartet das Wimbachtal mit einer einzigartigen Schönheit auf. Ich hätte nie gedacht, dass es in Deutschland so einen optischen Leckerbissen gibt.
Unten im Gries angekommen ist es wie eine Autobahn bis zur Hütte. Danach zieht sich der Weg endlis ins Tal. Vorbei an der Wimbachklamm erreichten wir das Auto. (AUTSCH FÜßE sind aufgeweicht)
GEILE TOUR
Gallerie:
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Über den Piedinger Klettersteig auf Hochstaufen (1.771 m)
Posted on 4 Juli 2010 | No responses
Ich wollte dieses Jahr einfach nochmal den Pidinger KS machen, damit ich einen konditionellen Vegleich zu letztem Jahr ziehen kann. Geplant war ein Wochenende in den Bergen schon länger. Mein Gast war Henry. Ich Plante uns ein Schönes Wochenende.
Wir fuhren Donnerstag Abend runter und waren gegen 1 Uhr auch auf dem Parkplatz zum Pidinger KS. Dort legten wir uns hin. Einer im Auto und einer dahinter (ich).
Nach einer unruhigen, schlechten Nacht (Verkehr der A8 ist laut) stand ich 5:30 auf. Wir machten usn fertig und begannen voller Vorfreude dem BErg entgegen zu treten.
Mit starken konditionellen Vorteilen kamen wir gut voran. Am Einstieg zum KS machte sich immer noch der Rest des Lawinenkegels breit.
Ich habe mich von meinem Speedrekord abbringen lassen und zusammen sind wir den KS größtenteils ohne das Stahlseil anzufassen gegangen/geklettert.
Es hat viel spaß gemacht. Konditionell muss ich sagen war ich super drauf …. ein Speedrekord wäre sicher drin gewesen.
Bilder:
Hochstaufen 1771m über Piedinger Klettersteig
Posted on 30 Oktober 2009 | No responses
Donnerstag den 27.08.09
Eigentlich wollten zwei Kollegen abermals mit mir den steinernden Jager gehen, das zerschlug sich aber spontan. Gut dachte ich mir dann gehe ich den doch verdammt anspruchsvollen Pidinger Klettersteig.
Ich fuhr rüber nach Urwies und stellte dort mein Auto ab. Schilder am Parkplatz warnten jetzt schon vor der Gefahr die von diesem Klettersteig ausging. Erst dieses Jahr ist wieder jemand ums Leben gekommen.
Die Topo am Parkplatz ließ nichts Einfaches erwarten. Schwierige und sehr schwierige Passagen mit über 200m senkrechten Wänden warteten auf mich.
Anschauen kostet nichts dachte ich mir und machte mich auf den Weg zum Einstieg.
Nach 1,5 h Weg den Berg hinauf zum Einstieg kam mir direkt an diesem Auch eine Frau entgegen. Ohne Ausrüstung und mit Turnschuhen bekleidet machte zollte sie dem Steig Respekt und wandte sich ab von Ihm. Ich empfahl ihr den Steinernden Jager zu gehen. Der ist technisch machbar, aber der Pidinger sollte nur mit Ausrüstung bewältigt werden. Sie dankte mir für den Tipp. Am Fuße der Nordseite des Hochstaufens stehend, machte ich mich bereit einen der schwersten Klettersteige Deutschlands zu erklimmen. Vor mir in der Wand waren schon zwei „Leidensgenossen“ unterwegs. Durch die Anwesenheit dieser beiden ermutigt, trat ich den Weg nach oben an.
Erste Passage 170m Steilwand teils Stufe D. Danach ein gemütliches Stück an einer Rinne entlang. Anschließend ein ausgesetzter Weg rüber zum ersten Notausstieg. Dann kommt ein ca. xxx m langes Stück was eine Schwierigkeitsstufe zwischen B und D hat. Entlang wieder an ausgesetzten Stellen kommt man nun zum schwersten Stück. Der Gipfel ruft jetzt schon. Aber es sind dennoch jetzt fast 50 Minuten eh man das letzte Stück erklommen hat. Sehr beeindruckend und sehr faszinierend ist dieser Klettersteig. Man ist megastolz und fühlt sich nach der Begehung nahezu wie Reinhold Messner nach der Besteigung des Nanga Parbat.
Fazit:
Der Pidinger Klettersteig ist was für Personen, die über eine gute körperliche Kondition, absoluter Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit und über etwas Klettererfahrung verfügen. Es ist, aufgrund der Länge des Steigs, dringend anzuraten diesen Steig nur mit der passenden Ausrüstung zu gehen. (Helm, Gurt, Klettersteigset).
Nach einem Besuch des Gipfels und einem alkoholfreien Bier am Staufenhaus stieg ich auf der Nordseite des Staufen über den „Normalweg“, der auch gute Trittsicherheit abverlangt, ab.
Hochvogel 2592m
Posted on 25 Oktober 2009 | No responses
23.10.2009
Bei der letzten Tour verabredeten Torsten, Vallo und ich, dass wir uns noch den Hochvogel vornehmen. Gesagt getan. Heute war es dann so weit. Mehr spontan als alles andere machten wir uns wieder mal auf den Weg. Der Weg führte uns nach Hinterstein, dort parkten wir das Auto. Dann machten wir uns auf den Weg Richtung Gibelhaus. Wieder einmal regnete es und es war sehr kühl. Da Torsten erst sehr spät in Ulm zu uns stieß, waren wir spät dran. Dadurch mussten wir unseren Plan etwas ändern. Am Giebelhaus angekommen, fragten wir den Besitzer ob wir bei Ihm übernachten können, Sie verneinte und verwies uns auf die Schwarzenberghütte. Dort übernachteten wir nach einem doch sehr kräftezehrenden Aufstieg. Noch etwas gespeist und ein Mass Radler getrunken und dann schliefen wir wie die Babies.
24.10.2009
Aufgewacht….. dann zusammengepackt und durch ein deftiges Frühstück gestärkt machten wir uns nun auf den Weg Richtung Hochvogel. Man muss dazu sagen, dass der Hüttenwirt uns davon abgeraten hat. Er sagte im Winter schlafen die Berge…. naja wir haben eigentlich gute Erfahrungen, die uns dazu befähigen die Gefahren richtig einzuschätzen. Aber darauf komme ich nachher noch zurück.
Wieder runter ins Tal, am Giebelhaus vorbei und hoch Richtung Prinz – Luitpold – Hütte arbeiteten wir uns Stück für Stück vor. Alle 50 Hm wurde der Schnee mehr… Irgendwann war kein Weg mehr zu sehen. Es war wirklich mehr als anstrengend. Abwechselnd spurten wir den Weg der uns immer Näher an die Hütte führte. Immer anstrengender wurde es. Das Wetter war atemberaubend, aber dennoch besorgniserregend. Die Temperaturen waren zu hoch, sodass uns das einsetzende Tauwetter etwas sorgen machten. Wachsam stiefelten wir voran und irgendwann nach der letzten, doch sehr steilen Passage waren wir da. Der Winterraum der Hütte war wirklich super ausgestattet. Stühle, Tische und zu Betten abgegrenzte Matratzen gehörten ebenso zur Ausstattung wie auch ein guter Ofen und ein Gasherd, Geschirr und Besteck.
Wir beschlossen aufgrund der Schneelage und der sich zuspitzenden Lawinengefahr unsere Bezwingung des Hochvogels auszusetzen und einen ruhigen Tag auf der Winterhütte zu verbringen. Wir machten uns etwas zu essen und schliefen eine Runde. Ich stand dann irgendwann auf und erforschte die Ecke rund um die Hütte. Ausgerüstet mit Pickel und Steigeisen machte ich mich an die Bezwingung eines verschneiten Steilhangs. Einsetzende Dunkelheit hielten mich dennoch zurück das bis zum Schluss durchzuziehen, da ich keine Headlamp bei hatte. Ich beschloss den Abstieg zurück zur Hütte. Dort verbrachten wir zusammen einen schönen Abend und eine mehr oder weniger gute Nacht. Es war recht knackig und irgendwie wohnen unter der Hütte Tiere, die uns ein Teil der Nacht kosteten.
25.10.2009
nach einem leckeren Frühstück machten wir uns gegen 10 Uhr auf den Weg ins Tal. Am Giebelhaus angekommen nahmen wir den Bus zurück nach Hinterstein. Dort genossen wir noch ein leckeres Alster und eine deftige Bayrische Mittagskost. Dann machten wir uns auf den Weg zurück nach Ulm.
Alles in Einem ein wirklich gelungenes WE.
Blick von der Hütte Rg Hochvogel
Tannheimer Berge – Kellenspitze 2238m – Rote Flüh 2108 – Friedberger KS auf Schartschroffen 1968
Posted on 12 Oktober 2009 | No responses
Samstag 10.10.2009
Torsten, Vallo und ich machten uns auf den Weg ins Allgäu um endlich die Kellenspitze abzuhaken. Gesagt getan. Wir machten uns am 10.10.2009 Abends noch auf den Weg zum Gimpelhaus. Es war ein widerliches Wetter. Wolken und andauernder Nieselregen machten uns zu schaffen. Nichts desto trotz kamen wir gegen 22:40 Uhr am Gimpelhaus an. Jetzt genossen wir noch etwas zu essen und ein Weizen und machten uns dann lang.
Sonntag 11.10.2009
Wir standen früh auf und waren auch die ersten die ihr Frühstück genossen. Nach diesem packten wir zusammen und machten uns bei doch überaschend schönem Wetter auf den Weg zu Kellenspitze. Die Bodenverhältnisse waren nicht ganz so optimal. Egal wir kamen dennoch super voran und kamen Meter um Meter höher. Man muss sagen, dass die Kellenspitze für uns geübte doch relativ gut zu gehen war, Anfängern rate ich dennoch davon ab diese Tour bei Feuchtigkeit zu gehen. Teilweise recht ausgesetzte Stellen und steile Passagen setzen wirklich gute Trittfestigkeit voraus.
Durch den Kamin (Schlüsselstelle) kamen wir zum Part der abgesichert war durch ein Stahlseil. Man muss es nicht benutzen aber man kann es und es macht die Stelle doch etwas leichter. Mehr und mehr wurde der Schnee. Oben am Gipfel angekommen war dieser pudrig eingehüllt vom Weiß des Schnees. Es sah fantastisch aus. Trotz Kälte und Wind war es herrlich diesen Berg endlich erklommen zu sein.
Wir traten den Rückweg an der uns über die Rote Flüh, Friedberger Klettersteig und Schartschroffen führte. Diese waren wiedereinmal schön zu gehen. Wir machten uns das Leben im Klettersteig mal etwas schwerer und nutzen das Stahlseil nur als Absicherung fürs Klettersteigset. Wir vermieden es das Seil anzufassen. Dadurch wird er wirklich interessanter und technisch anspruchsvoller. Oben angekommen machten wir eine kurze Pause und danach auf den Weg zurück über den Normalweg zum Parkplatz.
Es war ein wirklich schöner Tag.
Hindelanger Klettersteig – September 2009
Posted on 20 September 2009 | No responses
Samstag 19.09.2009
Schari und ich haben beschlossen irgendetwas in den Bergen mal gemeinsam zu machen. Eigentlich wollten wir auf die Zugspitze übers Höllental, aber wir haben dann aufgrund des Wetters den Plan geändert.
Wir nahmen uns den Hindelanger Klettersteig zum Ziel. Das hieß wir mussten nach Oberstdorf. Gesagt getan. 5 Uhr fuhren wir los, Frühstück bei MC Donalds und dann gins zur Nebelhornbahn.
Die fuhr allerdings erst gegen 8 Uhr los…. Oben angelangt nochmal Klogang und Ausrüstung anlegen und los ging es.
Das Wetter war sehr neblig, zeitweise öffneten sich die Wolken und man hatte eine schöne Sicht. Technisch recht einfach forderte der Steig nicht allzuviel von uns ab. Allerdings ist er sehr lang. Es ist ein ewiges auf und ab. Ich denke bei freier Sicht wäre es sicherlich schöner gewesen.
Für Anfänger empfehle ich allerdings auf jeden Fall Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, da einige Stellen doch recht steil und exponiert sind.
Als wir am Ende angelangt sind, sind wir unterhalb des Steigs den Wanderweg zurück zur Mittelstation des nebelhorns gegangen. Wir empfanden ihn als fast Schweißtreibender als den Steig selbst. Ein steiniges und hügeliges Auf und Ab.
Alles in einem War es dennoch ein schönes Erlebnis. Danke Schari.
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Abrechnung mit dem Zwiesel – August 2009
Posted on 27 August 2009 | No responses
Mittwoch 26.08.09
Der heutige Tag steht unter dem Motto „Rechnungen“ zu begleichen. Oh Zwiesel wie hast du mir im April die Nerven geraubt. Heute werde ich dich kriegen. Gesagt, getan. Über den Eselsteig und die Zwieselalm erklomm ich den Zwiesel in 1 h und 45 min. Die Aussicht auf den Staufen war grandios. Das Gefühl endlich das „Projekt“ Zwiesel at akta zu legen wohlig.
Gegen den Zwiesel war der Hochstaufen technisch doch anstrengender. Wenngleich der Eselsteig durch die Höhe der angelegten Stufen doch sehr kräfteraubend ist. Dennoch ist er gut ausgeschildert und recht gut zu gehen. Bis zur Zwieselalm geht man auf dem bekannten Maximiliansweg (Abschnitt Bad Reichenhall <-> Lindau). Aber wie schon gesagt mit etwas Kondition schafft jeder diesen Berg.
Hochstaufen 1771m – Bad Reichenhall
Posted on 25 August 2009 | No responses
Montag 24.08.09
Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit komme ich ab und an mal in den Genuss in Bad Reichenhall verweilen zu dürfen. In vorherigen Blogs schrieb ich schon mal was vom Zwiesel. Nun sollte er in dieser Woche meinem Tatendrang zum Opfer fallen. Montag aber führte mich mein Weg erstmal auf den Hochstaufen.
Über den doch recht kräftezehrenden Weg des Jägersteigs (max II.Grat) wagte ich mich sicheren Trittes hinauf. Der steinerne Jäger sollte nur von Leuten gegangen werden die Trittsicher sind. Einige Passagen verlangen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Durch die Steilheit des Geländes sollte man auch recht gut bei Kondition sein. Alles in einem aber ein guter Weg in der man seine Trittsicherheit und seine alpine Erfahrungen weiter schulen und ausbauen kann. Nach zwei Stunden erreichte ich das Staufenhaus. Normale „Wanderer“ mit weniger Kondition sollten ca. eine halbe Stunde bis Stunde mehr einrechnen.
Oben angekommen genehmigte ich mir erstmal eine Tafel Schokolade und ein alkoholfreies Weißbier (lecker isotonisch). Danach machte ich mich zum Gipfel auf der nur noch drei Minuten weg war.
Dort traf ich den österreichischen Mann der mich beim Aufstieg überholt hatte. Ich weiß nicht woran es lag, aber der Aufstieg fiel mir heute doch recht schwer. Lag es daran das ich nichts zum Mittag gegessen hatte??? Ich weiß es nicht. Wie dem auch sei. Wir unterhielten uns kurz und ich fragte Ihn nach dem Pidinger Klettersteig aus. Er sagte man benötige ca. 4 Stunden für den Aufstieg. Das wird sich noch herausstellen dachte ich mir dabei.
Nachdem ich etwas die Abendsonne genoss machte ich mich an den Abstieg über den Normalweg, der zu meiner Verwunderung an manchen Stellen doch recht ausgesetzt war. Aber nichts für ungut und nichts um Angst zu bekommen. Sicheren Schrittes mit beginnenden Fußschmerzen strebte ich gen Padinger Alm wo ich mein Auto abgestellt hatte. Glücklich mit leicht schmerzenden Füßen war ich gegen 19.30 Uhr wieder zurück am Auto. Ich kaufte mir nun noch eine Pizza und zwei alkoholfreie Weißbiere und fuhr zurück in die Unterkunft.
Nach einer Dusche und dieser doch recht lecker, scharfen Pizza ging ich zu Bett.
5 Gipfel und 1 Wand – Roy`s first Alpine Summits – August 2009
Posted on 23 August 2009 | No responses
5 Gipfel und 1 Wand – Roys erste alpine Erfahrungen
Freitag der 21.08.09
Auf Roys Geburtstag kam mir die Idee Ihn einfach mal zu fragen ob er nicht lust hat mit mir in die Berge zu gehen. Mit Torsten war ja schon alles geritzt. Torsten bring seine Freundin mit, leider hatte er sich etwas verplant, sodass er erst Samstag kommen würde. Okay, sagte ich mir, machen wir uns an die Planung. Nachdem Roy zusagte hatte ich mir überlegt in den Tannheimer Bergen vom Aggenstein rüber zur Gimpelhütte unter Einbeziehung der Läuferspitze und des Friedberger Klettersteigs. Es ging los. Ich organisierte Roy die Mitfahrgelegenheiten und wir trafen uns südlich Ulms an der Autobahn wo er rausgelassen wurde.
Voller Euphorie machten wir uns nun gemeinsam auf den Weg nach Grän. Als wir nach einiger Zeit den Parkplatz am Fuße des Aggenstein erreichten, staunte Roy nicht schlecht. Schroffe Felsen umzingelten ein Tal. Er ist sowas nicht gewohnt. In seiner Heimat, den Phillipinen, sind die Berge überzogen mit dichten Wäldern, die man nur selten durchbricht.
Wir machten uns fertig. Die Rucksäcke geschultert, zogen wir den Wanderweg Richtung Bad Kissinger Hütte.
Die ersten Meter waren schwer für Roy. Konditionell nicht auf gleichem Stand mussten wir langsam machen, damit er sich einläuft. Immer wieder Verschnaufpausen um das bis zur Schläfe pochende Herz zu beruhigen. Stück für Stück kamen wir höher. Die Aussicht wurde immer besser. Langsam ging es mit Roy auch besser. Die Aussicht tat Ihr Übriges. Mit jeden Meter der mehr Sicht auf die Umgebenden Berge und das Tal freigab, wurde die Begeisterung und der Ellan und der Drang noch höher zu steigen, größer.
Wir erreichten schnaufend die Baumgrenze. Diese gab jetzt die Sicht auf die umliegenden Berge und das Tal frei. Fotos mussten gemacht werden.
An der Weggabelung die zur Hütte führte konnten wir ins Flachland schauen. Es offenbarte sich ein herrlicher Blick. Urige Gefühle die wohl tief in einem Verwurzelt sein müssen, machten sich in uns breit. Wieder musste eine Fotostrecke gemacht werden. Danach setzten wir den noch verbleibenden kurzen Weg zur Hütte fort.
Dort angekommen meldeten wir uns an und nahmen erstmal das Zimmer in Beschlag. Wir packten ein paar Sachen aus um das Gewicht der Rucksäcke zu mildern. Dann machten wir uns an den Gipfelsturm des Aggenstein.
Bereits im April diesen Jahres versuchte ich diesen Berg zu erklimmen. Als Anfänger in den Bergen erlaubte es mir der Aggenstein allerdings nicht ihn zu bezwingen. Damals wehrte er sich mit einem monströsen Schneefeld unterhalb des Gipels um seine Bezwingung.
Diesmal sollte das Wetter mir aber gnädig sein. Trotz schlechter Vorhersagen hielt es sich nicht schlecht. Sonne satt und mehr als 100km Sicht machten die Gipfelbezwingung zu einem optischen Highlight den ich Roy doch sehr gönnte. Roy’s first Alpinesummit. Er konnte garnicht genug Fotos schießen.
Ein Brauch den er sich wohl in seiner alten Heimat angeeignet musste jetzt celebriert werden. Die Chipstüte wurde rausgeholt. Wir entdeckten das Berdolen Paprikachips mit Barbecue – Geschmack mochten.
Nach einer Stunde auf dem Gipfel wählten wir den Leichten Weg des Abstiegs. Das Seil wurde rausgeholt, der Klettergurt angelegt und nun wurde sich abgeseilt. Es ist gut das man das bei jeder Gelegeheit übt, stellten wir fest.
Das Seil wieder eingepackt machten wir uns auf den Weg zurück zur Hütte. Dort musste erstmal ein wohlschmeckendes Weißbier unseren Abend perfektionieren. Um den Hunger zu bekämpfen, gab es leckere Spaghetti mit Tomatensauce im Angebot. Herrlich kann das Leben schöner sein???
1,5 Stunden saßen wir noch vor der Hütte und genossen noch den Ausblick bei einem weiteren Weißbier. Perfekter Ausklang eines grandiosen Tages und zugleich der start einer schönen Tour die morgen Ihre Fortsetzung finden sollte.
Samstag der 22.08.2009
Am Vorabend verabredeten wir, dass wir sehr früh starten wollten. Vor uns lagen knappe 8 km Berg-und Talwanderei. Ich schätze mal knappe 1600 Hm sollten es werden. Beim Aufstieg konnten wir schon den Weg sehen. Ich schätze Ihn mit meiner Erfahrung so mit ca. 6 Stunden Wanderzeit ein. Wir brauchten inklusive aller Pausen 8 Stunden, wobei es tatsächlich dann auch zwei Stunden Pause waren.
Wir verließen gegen 7 Uhr die Hütte. Es ging gut voran. Das Wetter war aber mieserabel. Die Nacht über hatte es kräftig geregnet. Der Weg war leicht matschig und gab nicht den Grip vom Vortag an die Sohlen weiter. Egal es ging dennoch … schnell erreichten wir die erste Hütte. Schade dass es nur eine Snackhütte war. Egal wir machten uns was zu essen. Gerade Rechtzeitig, da Regen einsetzte. Nudeln ergänzten unseren Energiehaushalt um wichtige Kohlenhydrate. Gesellschaft leisteten uns lautstark die Kühe.
Die können wir heute noch gut gebrauchen. Ein schweres Stück Arbeit liegt noch vor uns. Das Gebimmel der Kühe auf der Alm, auf der sich die Hütte befand, nervte etwas. Die Kühe schienen dennoch Gefallen an uns zu finden. Sie rotteten sich zusammen und schauten uns blöde an. Wie Fremde aus einer anderen Welt beäugten sie uns mit einer Ausdauer die ich noch nicht kannte. Nur zwei Kühe fraßen oberhalb dieser Gruppe weiter an der Alm herum. Nett solche biologischen Rasenmäher. Nach einiger Zeit und gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg. Wir stiegen am der Hütte auf und mussten durch eine Art Scharte über einen Bergkamm. Der Weg hier war neu. Die Karte verzeichnete hier eigentlich einen Steig der zu passieren ist, aber ein neuer Weg säumte die Route. Das war uns recht, schwierig genug war es wieder auf die 1800 m aufzusteigen. Im ZICK-ZACK-Kurs ging es die Serpentinen hoch. Über den Pass kamen wir zu einer Seilbahn und somit zu unserem ersten Gipfel an diesem Tag. Die Sefenspitze war in Nebel eingehüllt.
Schade die Sicht wäre sicher grandios gewesen. Nach einer Fotosession auf dem Gipfel gingen wir weiter und erreichten nun die große Hütte auf der Sonnenalm. Dort genossen wir erstmal einen Kaffee. Plötzlich rissen kurz die Wolken auf. Sie gaben den Blick auf die Läuferspitze und somit auf unseren ersten kurzen Klettersteig frei.
Nach diesem Kaffee machten wir uns auf den Weg. Trotz des schlechten Wetters und der widrigen Sichtbedingungen gingen wir an die Besteigung. Begeistert kletterter Roy seinen ersten Steig hoch. Meter um Meter mehr Begeisterung. Ich war oben Roy hinter mir. Er sah mich an und hinter mir das Gipfelkreuz. Hä already on top??? Yeah Roy. Es ging so schnell, wir erklommen die LÄUFERSPITZE innerhalb von 30 Minuten.
Nach einer kurzen Pause gingen wir an den Abstieg. Eine Kette sicherte eine Passage die nicht gerade ungefährlich aussah. Eine 8 m hohe senkrechte Felswand die es abzusteigen galt, musste nun passiert werden. Wir beschlossen das wir uns abseilen würden Is ja auch einfacher..
Gesagt getan. Seil raus, rein ins ATC und abgeseilt. Danach gings weiter über eine steile passage mit Geröll bevor wir wieder den Weg erreichten.
Nun schlängelte sich der Weg voran gen Friedberger Klettersetig und den SCHARTSCHROFFEN. Dort kamen wir gegen Mittag an. Kurze Fotosession und einen Keks gegessen sollte es weiter gehen. plötzlich Aufstiegsgeräusche. Ein älteres Pärchen erklomm den Steig. Zu meiner Verwunderung ohne Equipement. Wow und das bei dem Wetter. Es war Neblig nass und ab und an setze Regen ein. Ich fand es leichtsinnig. Der Steig hatte teilweise Passagen der Stufe III. Nicht gerade ungefährlich. Wozu gibt es nur solch Ausrüstung. Roy schültelte ebenso wie ich den Kopf.
Wir legten unseren Klettergurt, Helm und Steigset an und stiegen nun den Friedberger Klettersteig hinunter. Roy machte es sehr viel Spaß. Hier noch ein Foto und da noch eins. Herrliche Kraxelei.
Unten angekommen machten wir uns nun auf der GELBEN SCHARTE in Richtung ROTE FLÜH auf. Der erste 2000er sollte es werden. Der Weg dorthin beschwerlich. Über Stock und über Stein musste man hier stete Trittfestigkeit beweisen. Nach über einer Stunde kamen wir nun auf der ROTE FLÜH an.
Immernoch keine Sicht. Es war kühl und nass. Wir hielten uns nicht lange auf und machten uns an den Abstieg zum Gimpelhaus. Dabei schritten wir noch die Kletterwand zum Gimpel ab und suchten nach Einstiegsmöglichkeiten. Mehr stolpernd und rutschend als gehend arbeiteten wir uns voran Richtung unserer heutigen Übernachtungsmöglichkeit.
Überglücklich und mehr als stolz über diese Tour kamen wir an der Hütte an. Dort bezogen wir erstmal das 4-Bett-Zimmer. Torsten mit seiner Freundin wollten ja heute noch zu uns stoßen. Sie sagten sie kämen so gegen 19 Uhr. So beschlossen wir das wir noch etwas bouldern würden. Wie geil die Hütte hatte sogar ein eigenen Boulderraum. Wenngleich dieser auch nicht so proffessionell angelegt war wie wir es erwartet hatten, sorgte es doch für etwas Abwechslung. Dort gesellte sich gleich noch jemand unbekanntes zu uns und boulderte etwas mit uns.
Er und sein Arbeitskollege waren, wie er uns erzählte, heute an einer der östlich gelegenen Wänder des Gimpels unterwegs gewesen und bestiegen eine Wand (7 Seillängen) als Seilschaft. Später beim Bierchen stellte sich raus sie wollten am nächsten Morgen die Rote Flüh von Süden her als Seilschaft beklettern und dann noch den Gimpel. Später am Tage sahen wir sie auch noch wie sie den einstieg in eine der Südlichen Passagen des Gimpel wagten.
Roy und ich hatten vor etwas klettern zu gehen. Zu diesem Zwecke gab es auf der Ecke noch einen recht guten Sportkletterfelsen der sich anbot um Roys klettern an normalen Fels zu erfüllen.
Dieser Abend sollte mit Weißbier ausklingen. Zu essen genehmigte ich mir geschnätzeltes mit Nudeln glaube ich und Roy aß eine Erbsensuppe. Torsten stieß auch noch gegen 21 Uhr zu uns. Die beiden Kletterer die wir kennenlgelernt hatten gesellten sich auch noch zu uns.
Sonntag der 23.08.2009
Nach der Morgentoilette packten wir unsere Sachen und gingen anschließend Frühstücken. Lecker Rüherei mit Brot. Danach ging es wieder an den Aufstieg. Beschwärlich war es heute. Unkonzentriert und mit viel zu wenig Kraft erreichten wir unsere Kletterwand. Aber irgendwie ging heute nichts. Alles war zum Scheitern verurteilt. Bilanz der Kletterei die wir bis 14 Uhr fortsetzten war, dass wir einen HMS und zwei normale Karabiener in der Wand zurückück lassen mussten da wir die Routen, auch mangels fehlenden Guide, nicht packten.
Wie dem auch sei. Nach dem Abstieg ging es uns langsam besser. Nur kam Torsten nich, da seine Freundin sich doch schwerer tat als er erwartet hatte. Ich fragte einen Fremden ob er mich zum Aggenstein mit hinüber nehmen könne, da mein Auto dort noch steht. Er bejahte und 20 Minuten später war ich zurück und konnte Roy aufgabeln. Just in time erreichten wir nun auch Roys Mitfahrgelegenheit in Kempten.
Saubere Sache. Ein sehr gelungenes Wochenende das nach einer Wiederholung schreit. Thanks to Roy.
Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin
Posted on 15 Juni 2009 | No responses
Der Bericht ist nun fertig. Ich hoffe er gefällt Euch. Bei Fragen mailt mir ruhig unter wakko_md@hotmail.de oder ICQ: 61241024.
Einige Dinge werde ich noch nacharbeiten, aber im Großen und Ganzen bin ich fertig.
Die Bilder findet Ihr in der Gallery. Ich hoffe es stört euch nicht, dass ihr euch registrieren müsst. Wenn doch meldet euch doch mal. Die Gallery wird designmäßig noch angepasst.
Wie gesagt wenn Ihr fragen habt, meldet euch einfach.
Grüße
Manuel
1.Tag – Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin
Posted on 15 Juni 2009 | No responses
31.05.2009 14:00 Uhr
Jetzt geht es endlich los. Meine Frau und mein Sohn bringen mich zum Flughafen Schönefeld. Mit der Hoffnung das meine Waage und die Waage bein Einchecken nahezu analog gehen, begebe ich mich noch in Begleitung meiner Liebsten in den Terminal A. Das Gepäck eingecheckt(18kg Rucksack und knappe 8 kg Handgepäck) und die Tickets in der Handmache ich mich nun an den vorerst schwersten Schritt dieser Reise, die Verabschiedung meiner Lieblinge. Kurz erkläre ich meinem Sohn nochmal den zauber der Gepäckkontrolle. “Die Polizisten sind da, damit keine bösen Leute ins Flugzeug kommen.” Er versteht und hält wachsam Ausschau ob die Polizisten wirklich alles richtig machen. Ich drücke beide nochmal und drücke ihnen Küsschen auf. Während ich noch leicht gegen die Tränen kämpfe drehe ich mich um und gehe.
Das Flugzeug (Icelandair) hat etwas Verspätung. Im Flugzeug habe ich meine eigene Reihe… schön breit machen. Als Film wird heute “Walk the Line” gespielt…. passt mir ganz gut um ins Englisch rein zu kommen. Ich merke, dass mein Wortschatz der Auffrischung bedarf. Nach 3 h kommt Island in Sichtweite. Ich geifere, an der Scheibe die Nase plattdrückend. Hui alles ganz schön groß. Erste Handyfotos entstehen.
Ich mache mir Gedanken, weil alles doch noch so weiß ist … aber schüttle sie ab, da wir uns super vorbereitet haben. Nach einer Weile setzten wir zur Landung an. Mein gepäck ist wie erwartet im Transportsack heile geblieben. Der Sack hat sich gelohnt. Ich gehe zum Zoll und versuche ihm klar zu machen dass ich 3,5 kg Trekkingnahrung verzollen müsse. Nach dem mustern der Rechnung und der eMail die ich vorab vom Zoll bekommen habe schickt er mich ohne Verzollung weiter.
Nun gehts los mit Bus nach Reykjavik. Schnell vorher noch ein Return Ticket gekauft (ist ein Jahr gültig) und schon gehts los.
Wow diese Lavafelder, raue unbebaute Natur aus Stein mit etwas Moos. Man stellt sich unweigerlich vor über sowas laufen zu müssen. Gott sei dank war das bei uns nicht der Fall. Mondlandschaft war der nächste Gedanke… faszinierend.
Ich komme am BSI an und muss mich erstmal orientieren. Ganz schön klein dieser Busbahnhof…. Ich gehe los richtung “Travel INN” … huch schon da. Beim einchecken sagte mir der Manager, dass da irgendwas schief ist aber wir finden eine Lösung. Promt bringt er mich in einerm anderen Gästehaus unter. Schnell klärte ich noch ab das er Torsten auch hierher bringen soll. Egal nicht so schlimm. Ich bin müde. Nach einer kurzen Tour mit der Inhaberin des anderen Gästehauses zu einer Bank und zu Subways und einem kleinen Spaziergang in der näheren Umgebung lege ich mich hin und schaue noch einen von den bereitgestellten Filmen.
“Munic” … was für ein endloser Film…. 21 Uhr ich dämmere weg … irgendwann nervt mich der Fernseher und ich schalte Ihn ab… man das wird nicht dunkel so ein bisschen ungewöhnlich ist es.
2.Tag – Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin
Posted on 15 Juni 2009 | No responses
Gegen 2 Uhr klopft es … ich rufe herein. Torsten ist da. Aufgekratzt tauschen wir kurz die ersten Erignisse aus, dann schliefen wir.
07.45 Uhr kam der Manager des Travel Inn wieder. Er holte uns ab und wir chekcten dann ins Travel Inn ein. Dann aßen wir erstmal Frühstück. Naja es war auch recht gut für ein englisches Frühstück.
Anschließend starteten wir unsere Besorgungstour…. was sich natürlich am 01.06.09 (Pfingsten) etwas schwieriger gestaltete als wir dachten.
BSI Karten kaufen für morgen, dann wollten wir unsere Tourdaten bei ICESAR abgeben und PLB’s besorgen. Ui die haben wohl auch feiertag… Mist…. hoffentlich geht das nicht so weiter… Wir gingen ums Gebäude, dort trafen wir jemanden beim Rauchen. Er erklärte uns das ICESAR heute zu hat und das er uns leider nicht helfen könne und das die erst 9 Uhr morgen aufmachen. Mist … egal erstmal nicht zu ändern. Wir setzen unseren Weg (im Übrigen alles zu Fuß, irgendwie muss man sich ja einlaufen) Richtung Einkaufszentrum “Kingslan” fort…. auch hier war alles zu…. MIST aber wir erkennen, nachdem wir etwas rumgelaufen sind, dass einige Geschäfte heute doch aufmachen würden. Weiter gings dennoch erstmal Richtung Süden in ein anderes Einkaufszentrum. Auch hier gleiches Bild. Weiter zum Campingsite Reykjavik, dort wollten wir wenigstens Gas ersteigern… Hier war das Gas alle…. oh man das ging ja gut los. Wir wurden von dort zu einer Patrolstation geschickt. Endlich … Gas … wir kauften zwei Kartuschen und gingen dann wieder zu Krinsland… Jetzt noch hier etwas besorgt und dann dort, Wasser, noch ein paar Vitamine, Klopapier und Sonnencreme. Fertig. Auf dem Rückweg gingen wir nochmal an ICESAR vorbei und klingelen nochmal. Torsten versuchte hinterm Gebäude nochmal sein Glück. Plötzlich ging die Tür auf und ein Mitarbeiter von “112″ kam zum rauchen raus. Ich erzählte ihm unser Problem und er fragte mich nach einem Handy und rief einen Mitarbeiter von ICESAR an und gab ihn mir. Ich gehe davon aus das er Bereitschaft hatt, denn bereitwillig verabredete er sich mit uns eine Stunde später um uns zu helfen. Jetzt gings zurück zum Travel Inn. Schnell die Tüten abgestellt und wieder zurück. Dort trafen wir wie verabredet auf Mr. Vidarsson. Wir stellten unser Vorhaben vor und gaben unsere Garminfiles ab und die vorbereiteten Tourdaten. Dann bekamen wir noch die PLB`s und er versuchte noch ein paar Infos über unser Reiseziel rauszubekommen. Er sagte es seien gute Bedingungen für die Gletscherüberquerung da die Spalten noch zugeschneit seien. Dann smaltalkten wir noch etwas auch über die beiden Deutschen die 2007 verschollen und vermutlich tot sind. Er sagte es war der größte und auch gefährlichste Rettungseinsatz in der Geschichte Islands. Und das die Jungs nicht hätten tot sein müssten wenn sie auch solche geräte mitgehabt und sich abgemeldet und irgendjemandem genauere Daten über ihre Reise gegeben hätten. Dann erklärte er uns noch die PLB’s und sagte das nach drücken des Knopfen ca. 1,5 bis 2 Stunden vergehen würden bis die errsten Retter kommen würden. Wichtige Infos für uns. Wir legten nun noch den Rückmeldetermin auf den 11.06.09 fest und bedankten uns aufs Herzlichste. Nun gingen wir zufrieden und voller zuversicht mit einem ruhigen bauchgefühl zum Travel Inn zurück und überprüften und packten nun unsere Rucksäcke.
Am Abend sahen wir uns etwas in Downtown um und genossen zwei Isländische Egils Premium Pils. Gegen 0 Uhr gings dann heim und in die Kiste. Wir waren aufgeregt und es sollte endlich los gehen. Nur zögerlich kamen wir in den Schlaf.
3.Tag – Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin
Posted on 15 Juni 2009 | No responses
Heute gehts los. Wir schleppten unsere Rucksäcke nach oben und aßen nochmal ausgiebig frühstück.Bei Torsten hatte ich das Gefühl er hat Angst das es seine letzte Mahlzeit sein würde .. so wie er reingehauen hat. Nach dem Frühstück noch kurz nochmal abgesprochen, dass wir am 10. oder am 11. spätestens zurück sein würden und das wir dann nochmal 1 – 2 Tage ein Zimmer bräuchten. Und nun gings aber richtig los. Immer aufgeregter werdend gingen wir zum BSI und warteten auf unseren Bus der zu unserem Erstaunen wesentlich kleiner ausfiel als wir dachten.
Nun gut. Los gings dennoch.Wir zwängten uns in den Bus und fuhren gen Osten. Auf dem Weg immer wieder Pausen an Wasserfällen wie Selfoss und der Gleichen.
Touristen wo man hinschaut ergötzen sich am fallenden Wasser. Weiter gings über Vik, im Übrigen hat Vik einen wunderschönen Strand…. ,gespickt mit schwarzen Sand.
vorbei an Kirkjubaerjarklaustur an immer näher rückenden und immer steiler werdenden Bergen. Stück für Stück erscheint unser Vatnajökull und damit auch unsere Gletscherzunge, Skeiðarájökull. Vorbei an der “Landspitze” des knapp 700 m hohen Gebiets des Lomagnupur erscheint es, unser Megamonster und das “Zielgebiet” in welches wir uns bewegen. Gerade zu das weiße, gletscherbedeckte Hochland um den höchsten Berg Islands den Hvannadalshnukur.
Man kann garnicht beschreiben wie das aussieht. Zeitweise kam es einen vor als wenn man ein Poster vor sich sieht. Noch 20 Minuten dann erreichen wir Skaftafell. Die Schneelage beunruhigt uns doch etwas , aber jetzt müssen wir dort durch. Wir sind guter Dinge, fit, vorbereitet und ausgerüstet.
Wir sind da.Es ist 16.00 Uhr. Ausrüstungscheck, pippi gehen und los gehts. Über einen gut ausgebauten und ausgelatschten Wanderweg geht es zum Svartifoss. Wir schnaufen, von 100 Hm auf 400Hm und dann wieder runter auf knapp 0Hm kommen wir gut voran. Über eine Brücke die über die Moisar führt eröffnet sich ein wunderbarer unglaublicher Blick zum Hängegletscher “Morsajökull”. Wir Queren weiter den Abfluss des Gletschers. Der Weg geht uns langsam aus. Wir sind wahrscheinlich mitunter die ersten die dieses Jahr durch das Gebiet gehen. Rechts von der Schlucht “Blahnúkadalur” steigen wir Grob Richtung Blatindur auf. Es zerrte. Unser Ziel ist etwa 750 Hm. Immer wieder kurze Pausen um den Blutdruck zu regulieren. Die 30kg drücken, aber der Weg ist das Ziel. Man kann sich hier nicht satt sehen an der Natur hier. Kein Weg ist mehr vorhanden. Gottseidank führten uns Karte, Kompass und GPS entlang an Hängen und durch eine Schlucht bis hoch zu unserem ersten Schlafplatz.
Nach etwas Quälerei sind wir gegen 22:30 an unserem Ziel. Wir sind in einer Art “Kessel” der uns vom Nordurdalur trennt. Hinter uns Blick auf den Stóri Bláhnúkur an ihm rechts vorbei geschielt sieht man das vestliche vergletscherte Hochland. Vor uns jetzt zu unserer linken der Blatindur und eine Kette die sich von 1200 bis 1000 Meter um uns rechts herumzieht. Beeindruckend. Dieser Kessel war voller Schnee. Wir erahnten schon fast was das bedeuten würde. Egal für heute war Feierabend
Es war ein anstrengender Abend hinter uns lagen 11,4 km, 845 Hm in 7 Stunden.
Jetzt bauten wir das Zelt auf und ich machte als selbsternannter Smutje das Abendessen.
Sorgen machte uns allerdings noch die Wasserversorgung für nächsten Tag, was sich morgen als noch viel tragischer rausstellte. Wir waren schon zu hoch. Alle Bäche waren zugeschneit. Wir schmolzen Schnee und füllten unsere Sourcebags. mit ca. 1,5 Liter. Mehr dazu aber morgen. Wir gingen anschließend in diesem wunderschönen, aber doch recht kalten Panorama (ca. 0°C) schlafen.
Bilder des Tages
4.Tag – Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin – Die Hochtour
Posted on 15 Juni 2009 | No responses
Aufwachen. 7 Uhr bin ich aufgestanden.
Das Tal hinter uns war in Wolken eingehüllt.
Schick solche Bilder sind doch ein willkommener guten Morgengruß. Der Rest der Welt erstrahlte in einem wahnsinnigen Blau und natürlich unser Schneeweiß.
Ich kochte Kaffee und machte Müsli. Wahnsinn ist das hier schön. Ruhig und auf die eigenen urigen Wurzeln besinnend genöss ich den immer wärmer werdenenden Morgen. Allein dafür hat sich der Urlaub schon gelohnt. Nach dem Fühstück und der Morgentoilette gings dann anpacken. Noch etwas unorganisiert packen wir zusammen. Um XX Uhr ist dann Abmarsch. 300 steile, schneebedeckte Höhenmeter lagen vor uns. Wir stiefelten los. Oh man der Schnee war noch nicht so gesetzt wie wir gedacht hatten.
Stück für Stück kamen wir voran und bogen über eine Kuppe nach links Richtung Blatindur ab. Unter uns tief verschneit, vermutlich unter ca. 3 Meter Schnee floss ein Bach der sich auf der Karte abzeichnete. Mehr und mehr sackten wir ein. Mal nur mit dem Fuß, mal bis zur Hüfte. Fluchend und mit pulsierenden Blutruck den man an der Schläfe merkt spuren wir unter Einsatz von Steigeisen (ging besser) den Weg Richtung Grat rechts des Blatindur.
Nach einiger Zeit beschlossen wir an einer etwas “flacheren Stelle” den Steilaufstieg zum Grat. Für 100 Meter brauchte man unendlich viel Zeit. DerAufstieg unter dem Gewicht war mörderisch. Immer wieder Pause, durchatmen, trinken. Das Panorama beruhigte uns … der näherkommende Grat tat sein Übriges. Torsten erreichte Ihn und ich hörte nur …. ” LECK MICH AM ARSCH WIE GEIL…” ich war 10 Meter hinter ihm und kämpfte noch mit dem Hang. Endlich erreichte ich den Grat. WOW. Ein Anblick. Am Gletscherrand bildeten sich kleine Gletscherseen, die Teils vom Gletscher und Teils vom Schmelzwasser der umliegenden Berge genährt wurden.
Vor uns Nardaldur, unser Monster und der Blick auf unser Ziel und hinter uns alles Andere. Besonders der jetzige Blick auf das Hochland war auch der Wahnsinn.
Pause. Das musste erstmal wirken. Hier war allerdings Obacht zu geben , da der Grat mit Wechten gespickt war. Man konnte die sich abbildenden Risse jedoch super erkennen. Mit einem gewissen Sicherheitsabstand zu Ihnen machten wir erstmal “Mittagspause”. Hier kamen unsere Kekse zum tragen. Reine Kohlenhydrate. Kartenstudium und Plan machen war nun angesagt. Ein direkter Abstieg übers Langagilsegg vorbei am Blatindur, so wie es Dieter getan hat (bei Ihm aber Aufstieg), war aufgrund der Wechten nicht möglich. Wir beschlossen die Überquerung des Blatindur und das wir so lang wie möglich auf dem Grat bleiben würden. Gesagt getan. Wieder Aufstieg. Immer auf dem verschneiten Grat, links von der Wechte kraxelten wir Richting Blatindur.
Leichtes Klettern der Stufe I “Berg Heil !”. Mist kein Gipfelbuch … grins. Auf einem schmalen Gipfelgrat ging es anschließend an den Abstieg über einen flacheren Grat. Wir kamen gut voran. Immer wieder leichtes klettern an Felsformationen vorbei. Nicht gerade ungefährlich, allerdings sind wir ja gut vorbereitet gewesen. Irgendwann war der Weg dann so durch eine Felsformation versperrt, dass wir diese nicht mehr umgehen kannten. Hinten zu steil, vorne zu steil. Wir beschlossen den Steilabstieg. Gesichert mit Seil ging es daran einen 50° steilen Abstieg zu wagen. Das mussten wir in drei Etappen machen, da ja das Seil nur 25m war (Halbseil). Aber es ging gut. Der Schnee war griffig. Die 2. Seillänge war gesichert durch die sog. Eisbirne.Danach war es nicht mehr so steil dass man das Seil weiter nutzen hätte müssen. Ergo seil aufschiessen und wieder verpacken.
Dann machten wir uns auf den Endspurt. Und hier kam jetzt langsam unser Problem zum tragen. Der Aufstieg hat uns so viel Trinkwasser gekostet das unsere Bags leer waren. Der Schnee essen war angesagt. Aber wie jeder weiß, der etwas Ahnung hat ist das nur eine Notlösung. Egal wir mussten voran kommen. Es war weiter spuren angesagt. Nach einer gefühlten Unendlichkeit stiegen wieder auf den vor uns abfallenden Grat. Dort ließ es sich wieder besser gehen. Nach einer Weile gings wieder runter vom Grat und wieder spurend vorbei an alten Lawinenfeldern Richtung “Zeltplatz”, den wir jetzt schon fest im Blick hatten. Meter um Meter kämpften wir uns durch den Tiefschnee. In eine Senke hinein und wieder hinaus. Jetzt hieß es noch Wasser tanken. An einer schneefreien Stelle tankten wir unsere Bags auf. Nun noch ein letztes Stück. Unsere Kräfte nährten sich dem Ende. Vorbei an der letzten Schlucht kamen wir endlich an unser Ziel: Nordurdalur.
Auf einer mosbewachsenen Stelle sanken wir erstmal nieder. Herrlich. Sitzen. Wir beschlossen unser Lager nicht da zu errichten wo es Dieter tat, sondern ca 30 m oberhalb. Dort war die Aussicht wunderschön und wir standen seitlich etwas in einer Senke drin und waren dort auch recht windgeschützt. Anschließend erkundeten wir die Gegend und besorgten Wasser. Wir gingen runter zum Gletscher. Dort machten sich überdimensionale Eisberge breit.Von oben sahensie so klein aus aber sie waren hausgroß. Mit einmal rumste es. Hörte sich an wie eine Sprengung. Wir vermuten da ist irgendwo ein Eisberg umgefallen.
Wir füllten unsere Wasservorräte auf und ich kochte Abendessen. Lecker. Um 22.00 Uhr gingen wir in unsere Schlafsäcke und schliefen den Schlaf der Gerechten. Bilanz des Tages: 510 hm, 5,9km, 10h schwierigstes Gelände.
Alle Bilder des Tages
5.Tag – Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin – Der Gletscher
Posted on 15 Juni 2009 | No responses
Um 06:40Uhr bin ich aufgewacht. Wir hatten viel vor. Heute stand der Gletscher auf der Agenda.
Ich gönnte Torsten etwas mehr Schlaf, da er den größtteil an Spuren am Vortag gezogen hat. Wir ließen uns Zeit. Der Vortag hat Spuren hinterlassen. Zudem verhinderten Wolken, die den Gletscher von Süden hochgekrochen sind unser losgehen.
10:30 Uhr waren die Wolken, genährt und bewegt vom kalten Gletscherwind wieder verschwunden und wir konnten los. Wir stiegen über ein Schneefeld ab. Respekt an Dieter der sich hier hoch gekämpft hat. Die Steilheit des Geländes und das viele Geröll ließen Dieters Anstrengungen erahnen.
Auf dem Gletscher testetn wir dann erstmal noch unsere Trainierten Bergungs- und Sicherungsmethoden. Stichwort T-Anker. Faszinierend wie hart doch das Eis ist. Als Seilschaft gings nun los.
Die Spalten waren noch zum größten Teil zugeschneit. Vorerst hüteten wir uns dennoch diese zu betreten, wenngleich der Mitarbeiter von ICESAR gesagt hat das wir das können.
Wir kamen gut voran. Auch bei diese tour wichen wir von Dieters Tour ab und entschieden uns für eine etwas nördlichere Route. Wir kamen gut voran. Nach den ersten Spaltenzönchen kamen wir oben auf dem Gletscher an und orientierten uns Richtung Graenafallstagl. Nach einigen Kilometern kamen wir in ein Gebiet mit vielen Gletscherflüssen. Teils wurden Schneefelder zu Matschfeldern. Das Resultat waren nasse Füße. Diese Zone wechselte sich immer wieder mit gut zu gehenden Zonen ab. Jetzt kam der sog. “Black Forrest” in Sichtweite. Eis bedeckt mit Vulkanasche. Ablationskegel aus Eis die so hoch sind wie Häuser. Bei näherer Betrachtung sahen manche aus wie kleine Gebirge mit eigenen Wegen und Seen am Fuße. Die Entfernungen zu diesen Kegeln einzuschätzen ist schier unmöglich.
Wir machten kurz Rast und durchquerten anschließend diese sich endlos hinziehende Zone der Unwirklichkeit.
Hierzu lösten wir eine Weile unsere Seilschaft auf. Nach dieser Zone kam eine Spaltenzone. Bedeckt mit Schneefeldern war sie uns immer noch nicht sehr geheuer. Wir seilten uns wieder an und nach 20-30 Minütigen Zick-Zack-Kurs der uns scheinbar mehr rückwärts als vorwärts brachte beschlossen wir “abzukürzen” und die Schneefelder (zugeschneite Spalten) als Brücken zu nutzen. Mit gespannten Seil passierten wir Spalte für Spalte. Der Rest des Gletschers war einfach zu gehen. Zügig kamen wir ans Ende des Gletschers, wir taten auch gut daran, in Anbetracht das dicke, ducknle Wolken von Süden her aufzogen.
FESTLAND. Pause. Nach 20 Minuten beschlossen wir weiter zu gehen bis zu Dieters Zeltplatz. Dieser war aber allerdings aufgrund von instabilen Schneefeldern die über Bächen flossen und diese mit viel Schnee bedeckten nicht zu erreichen. Wir wollten es nördlich umgehen. Die Sichtweiten lagen bei ca. 100m, Orientierung fast zwecklos.
Ende. 23.00 Uhr beschlossen wir das wir das Nachtlager auf 700m aufschlagen würden. Es war kalt, nass und ungemütlich. Schnell das Zelt aufgebaut und was warmes und trockenes angezogen. Abendessen. Wir waren müde und ob des Wetters sehr frustriert. 250 m trennten uns von Dieters Zeltplatz der Basis für unsere nächste Etappe sein sollte.
Bilanz des Tages: 15,2km ; 12 h ; kalt, nass , frustriert, müde, aber dennoch stolz
Es geht bald weiter. Die Letzten Tage erscheinen noch diese Woche.
Hier nochmal alle Bilder des Tages
6.Tag – Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin – Graenalon
Posted on 15 Juni 2009 | No responses
Mist verschlafen. Aufgewacht und aufgestanden bin ich 10:30 Uhr. Das Wetter und auch unsere Laune waren immer noch nicht besser. Wir wollten uns beeilen. Das Frühstück vielkurz aus. Wir packten zusammen und stiegen ab.
Am Vorabend haben wir uns noch Gedanken gemacht wie wir hier wech kommen und welche Route wir einschlagen. Wir beschlossen erstmal wieder abzusteigen. Wie gesagt Aufgrund eines instabilen Schneefeldes, aber auch aufgrund immernoch mangelnder Sichtweite beschlossen wir abzusteigen und dann unten am See entlang zu gehen. Wie sich später herausstellte ein anstrengendes, aber spannendes Unterfangen. Zunächst mussten wir einen Weg nach unten finden. Die Schluchten waren zu steil. Die Klippen auch. Es hieß also über den Gletscher abzusteigen. Das ging recht gut. Aber dann taten sich wieder riesige mit Schotter (mich hat es an diesem Tag 2x schmerzhaft zu Boden geworfen) überhäufte Eisberge am Rande auf. Hier hieß es Steigeisen an. Und mit Steigeisen über Eisberge und Schotter hinweg geklettert. Ein abartiges anstrengendes gekraxel.
Ein Problem überstanden, das nächste folgt. Schluchten… diese galt es zu queren. Auch kein leichtes und ungefährliches Unterfangen.
Links Steinschlag-, rechts Abstürzgefahr. Hier galt es Trittsicherheit an den Tag zu legen. Vor einer großen Schlucht machten wir Mittag. Wir hatten Hunger und nutzen das Rinnsal der Schlucht als Wassergewinnung. Wir haben uns diesmal richtig Mittag gemacht. Das hat auch etwas unsere Laune gehoben.
[Bild nicht gefunden]
- Mittagessen auf einem Felsvorsprung
Wieder leicht motiviert gings weiter. Wieder Schluchten, wieder Hindernisse, dieser “Weg” läd nicht gerade ein. Irgendwann kam uns der Gedanke, dass das sicher hier eine Erstbegehung ist. Grins. Das macht unsere Tour zeitweise zu einer Expedition. Das munterte auf. Nach einiger Zeit hatten wir die Schluchen überstanden. Nun ging es zügig voran. Der Boden lies es zu.
Im Vergleich zu vorher war der Boden jetzt wie eine Rennbahn. Aber wir kannten unser Glück. Naja wie soll es auch sein. Wir kamen zu einer Kante die von dieser “Ebene” sahen wir einen der Zuflüsse des Graenalon. Oh man das wird doch nicht etwa unser erstes Furten sein? Wir stiegen die 15 Hm ab und gingen zu dem doch zu unserer Überraschung sehr breiten uns reißenden Fluß. Erkundung einer Übergangsstelle.
Wieder frustriert über dieses Hindernis beschlossen wir hier morgen früh zu furten. Wir stiegen wieder auf und bauten unser Zelt auf. genossen die Abendsonne und machten uns Abendessen.
Bilanz des Tages: folgt noch
7.Tag – Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin – Graenafjall -> Valabjörg
Posted on 15 Juni 2009 | No responses
Am Vorabend beschlossen wir so früh wie möglich aufzustehen. 6:30 Uhr (beide). Unser Frühstück bestand aus Keksen, da wir so schnell wie möglich los wollten. 8 Uhr standen wir unten am Fluss der wirlich weniger reißend war als am Abend.
- Erstes Furten
Jetzt kam es zu unserer ersten Furterfahrung. Schuhe aus, Hose aus, Attacke … Torsten ging vor … ich nach. In der Mitte mussten wir einen Richtungswechsel machen. Ich überholte ihn. Die Schmerzen die das kalte Wasser verursachte waren immens.
- Kalt
Noch nie habe ich sowas gefühlt. Ich wollte nur raus dort… um so schneller wurde der Schritt. Torsten fands geil.
- Torsten fands geil.
Weiter gings. Wir wollten viel schaffen und waren gut in der Zeit. Ich machte Tempo. Hoch gings Richtung Pass. Dort angekommen Mittagessen. Heute wieder warm. Torsten hatte schlechte Laune… langsam machten sich seine, aber auch meine Füße bemerkbar. Wir orientierten uns jetzt mehr und mehr mit Karte und Kompass. Hier eine Anmerkung. Die Karte von SÈRKORT ist nicht wirklich sehr genau. Egal sie musste gehen. Wir hatten uns vorgenommen so weit wie möglich an die Straße vorzukommen. Also hieß es Gas geben. Wir liefen den Eggjar entlang, wobei hier keinerlei Wege oder Pfade erkennbar waren. Hoch runter…. mist Schlechtwetterzone im Anflug. Der wirklich verdammt kalte Nebel (Wolken) hüllte uns ein. Wiedermal Orientierung nicht möglich. Wir blieben stehen und warteten. Nach einer 30 Minuten Riss der Himmel wieder auf. Weiter gings…. und wieder Stop wieder Nebel diesmal standen wir 60 Minuten.
- Nebel
Dann gings wieder. Diesmal konnten wir soweit gehen das wir unter die Wolkengrenze kamen (700 Hm). Das Wetter war echt mieserabel. Regen setzte ein, aber nicht der “normale” Regen, sondern der kleine fiese Nieselregen. Echt widerlich. Wir kamen dennoch super voran. Wieder und wieder Kontrolle der Karte, Kompass und Gps-Höhenabgleich. Wir hatten es jetzt 17 Uhr. Immer Näher kamen wir dem Abstieg der laut Karte durch eine Schlucht gehen sollte. Immer mehr machten sich die Füße bemerkbar. Jeder Schritt tat langsam weh 20km hatten wir jetzt schon hinter uns. Wir wollten hier runter vom “Berg” nach insgesamt 24 km kamen wir an die Grenze des Gebiets. Rechts von uns lag der Bunki und vor uns scheinbar 1000 Schluchten. Welche sollen wir nehmen? Nach einer kurzen Erkundung beschlossen wir das es egal ist ob wir oben oder unten schlafen. Wir errichteten unser Zelt auf einem wunderschönen Platz mit einer Hammer Aussicht.
- letzte Nacht im Gelände
Wir waren mehr als alle. Die Füße taten weh, wir waren froh das wir diesen Entschluss getätigt haben. Heute waren wir psychisch (man glaubt garnicht was Wetter für eine Auswirkung auf die Psyche hat) und auch physisch (Füße) an unsere Grenzen gekommen. Beruhigend war das ich endlich meine Frau anrufen konnte, die ich seit der Hochtour, Mangels Netz, nicht mehr gesprochen habe. Ich vermisste meine Frau und meinen Sohn sehr. Niemals hätte ich vermutet das es mir psychisch, zeitweise so viele Problem bereiten würde. Da kullerte zeitweise auch schon mal eine Träne.
Wie dem auch sei. Der Tag war vorbei. Nächsten morgen wollten wir dann den Abstieg erkunden und dann vor zur Ringstraße.
Bilanz: 24,6 km, etliche Hm, 2 Gipfel, Druckstellen an den Füßen und Blasen
Bilder des Tages:
8.Tag – Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin – Finale
Posted on 15 Juni 2009 | No responses
7 Uhr bin ich aufgewacht und 7:30 aufgestanden. Torsten auch.
Wir frühstückten und packten zusammen. Anschließend ging es erstmal ohne Rucksack zur Erkundung des Abstiegsweges. Gesagt getan, gefunden. Eine Schlucht bot sich an, wenngleich sie teils recht steil und voller Geröll war.
Nach zwei heiklen Passagen waren wir unten. Wir schauten uns noch etwas auf der Ecke um. ein kleiner Wasserfall zierte noch eine Schlucht in der nähe einer Sanitärhütte die Mitten im Nirgendwo Richtung Nupsafoss stand.
Jetzt machten wir uns auf den Weg zu Straße. Es ging gut voran. Ich war hoch motiviert, wollte die Straße schnell erreichten. Leider ging dies zu lasten von Torsten. Seine Füße waren in schlechteren Zustand als meine. Auch meine schmerzten immernoch. Ich machte Tempo. Ein Blick auf die Uhr machte Hoffnung den Bus noch zu bekommen der nach Skaftafell fuhr (Zeltplatz). Dort hätten wir die Möglichkeit uns zu duschen und uns zu erholen. Leider verschätze ich mich wie so oft in der Entfernung. Scheinbar war die Brücke schon fast anzufassen, aber ise war noch ewig weit weg. Dann kam uns noch die Nupsa in die quere. Wir hielten uns links von Ihr. Sie war sehr reißend…. Gingen dann rein optisch auf das linke Ende der Brücke zu. Dort kam uns ein Gletscherabfluss in die quere. Furten war angesagt.
Wieder Schmerzen, aber langsam gewöhne ich mich dran, grins, Strömung war sehr stark, aber wir haben jetzt so langsam den Dreh raus. 800 m weiter der nächste aber auch letzte Fluss. Dieser war aber recht flach und konnte mit Stiefeln und Gamaschen bewältigt werden.
Jetzt waren wir fast da. Westlich der Brücke kamen wir auf die Straße. Pause. Kekse essen. Stolz sein. Geschafft …. wir fühlten uns jetzt gut. Unsere Laune steigte ins unermessliche. Danach hielten wir die Daumen raus. jeder auf einer Seite. Uns war es egal ob nach Skaftafell oder Kirjubaejarklaustur auf den Zeltplatz.
Nach einer Stunde nahm uns ein Pärchen aus Beldgien in einem Polo mit. Der Kofferraum war voll. Naja irgendwie zwängten wir uns rein. Uns war unermäßlich war auf einmal. Mit den Rucksäcken auf dem Schoß nickten wir fast weg. Das Mädel fragte uns aus und wir unterhielten uns recht gut. Wir müssen schrecklich gerochen haben. Dank der beiden kamen wir direkt am Zeltplatz an. Wir bauten auf und gingen dann duschen. Wie geil war das…. wie neu geboren waren wir. Wir machten Abendessen in einer Art Speise-/Aufenthaltsraum schrieb ich noch etwas an meinen Aufzeichnungen. Morgen ging es zurück. Mit einem lachendem, aber auch einem weinendem Auge über das Ende der Tour und mit der Einigkeit dass es Dieter schon ganz schön drauf hat, gingen wir zu Bett (unsere letzte Nacht in der Natur) … PS: Die Vögel Nachts im Flachland nerven.
Bilanz: 11,6 km, 1x furten ohne Stiefel, 2x mit Stiefel.
Bilder des Tages
Die restliche Zeit
Posted on 15 Juni 2009 | No responses
Die restliche Zeit verbrachten wir mit Regeneration. Da gehörte in erster Linie schlafen und Essen zu. Wir mieteten uns wieder ins Travel Inn ein … mussten es allerdings in Kauf nehmen, dass wir täglich das Guesthouse wechseln mussten. Das war etwsa nervig aber egal. Den folgenden Tag verbrachten wir in der Blauen Lagune , was sehr geil war. Abends suchten wieine Bar in der Nähe von Dowtown, die uns von einem Studenten, auf der Rückfahrt von Kirjubaerjarklaustur empfohlen hat. Vitabar war der Name (Vitastegur Ecke Bergpórugata). Ein richtig leckeres Pfeffersteak mit Pommes und einem Bier für 2.000 ISK. Unschlagbar und lecker. Wir waren für den rest unseres Aufenthalts jeden Tag dort. Des Weiteren waren wir noch Whales watchen. Bewertung: Naja für das Geld erwartet man auf einem Buckewal zu reiten, dennoch ist es okay auch ein Paar dieser Tiere zu sehen auch wenn sie weit weg sind. Mir persönlich zu kommerziell.
Den letzten Aben ließen wir in unseren “Lieblingsbar” im Abendlichen warmen Sonnenschein hinter dem Café Paris bei drei, vier Bierchen (Egils Premium) ausklingen. Sehr lecker das Bier, auch das Viking ist zu empfehlen. Achtung die haun mit 5,9 % ganz schön rein. Die Frauen in Reykjavik sind sehr nett anzuschauen. Das Beeindruckenste war aber eigentlich, dass die Isländer unheimlich modebewusst sind. Ich habe noch nie eine Stadt mit so einer Dichte an Modeläden gesehen. Wahnsinn, aber wirklich chic. PS: Und immer dran denken unter der Woche ist um 1.00 Uhr Sperrstunde. Wie dem auch sei nächsten Tag gingen unsere Flieger meiner 16:30 und Torstens gegen 0 Uhr.
Das war er. Der Islandurlaub. Wie gesagt: Ich werde wiederkommen.
Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin – Fazit der Tour
Posted on 15 Juni 2009 | No responses
Manuel: Ja was soll ich noch sagen. Island ist ein wunderschönes aber auch knackiges, rauhes Land. Vieles kann man nicht scheinbar bekannten in den Alpen gleichsetzen. Es ist alles irgendwie anders. Größenwahrnehmung und Entfernungsschätzungen fiel mir hier viel schwerer. Die Anstrengungen hatten es in sich, aber sie waren es wert. Ein unvergessliches Erlebnis, was Torsten und mich zusammengeschweißt hat. Psychisch war es für mich mehr als eine Strapaze, da mir zunehmend meine Familie fehlte. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir so sehr zu schaffen macht meine Frau, meinen Sohn aber auch meine ungeborene Tochter nicht einmal zu hören. Dennoch muss ich sagen war es eine sehr gut geplante, vorbereitete und von Highlights, sei es optisch (landschaftlich) oder auch aus technischer und körperlicher Sicht gesehen, durchgeführte Tour. Ich werde wiederkommen.
PS: Dieter danke für Deine Tipps und Deine Hilfe bei der Vorbereitung. Bist schon ein Mordskerl. Respekt.
Kellenspitze – 2238 m
Posted on 16 Mai 2009 | No responses
Wir, wiedermal Torsten und ich beschlossen in Vorbereitung auf unseren Islandtrip nocheinmal in die Berge zu gehen. Es war ein anstrengendes und zugelich geiles Wochenende.
Wir beschlossen in die Tannheimer Berge zu fahren. Schnell waren Gipfel wie Köllenspitze, Gimpel und Rote Flüh ausgemacht um Trittsicherheit und alpine Erfahrungen wieder zu schulen und zu vertiefen.
Am Samstag um 6 Uhr fuhren wir los. Um 8 Uhr waren wir da. Zwei Tage vorher rief ich in der Tannheimer Hütte an und machte zwei Schlafplätze klar.
Um 08:21 gings los und wir stiegen auf zur Tannheimer Hütte die auf ca. 1760 m. Das hier etwas über 600 Hm Aufstieg.
Wir liefen uns ein. Dabei hatten wir nahezu unser Islandgepäck. Ca 22 kg jeder. In Island waren es dann jeder ca. 30 kg.
Schnell war unser Puls hoch. Wir werkelten etwas an unserer Marschtechnik um unsere Geschwindigkeit zu finden, die Geschwindigkeit die für mich und für Torsten die Ideale war. Die Stufen zur Hütte hoch schafften Torsten, da er doch im Vergleich zu mir recht kurze Beine hat. Egal wie dem auch sei. Das Wetter an diesem tag war auch nicht so das prallste. Wolken auf ca 1400 m machten uns etwas zu schaffen, dennoch erreichten wir gegen 9.05 Uhr die Hütte.
Dort Pause die wichtigsten Dinge abgeklärt mit der Hüttenwirtin. Ein warmen Zitronentee getrunken und Plan für das weitere Vorgehen gemacht. Unser Ziel sollte heute eigentlich noch die Köllenspitze sein. Die wirtin sagt das dort wohl noch etwas Schnee liegt und das der Stein und der Boden dort oben noch sehr rutschig ist. Okay dachten wir. Das schauen wir uns mal ganz vorsichtig an … was nicht klappt, klappt nicht, aber anschauen kann man sich es ja mal.
Wir machten uns auf den Weg. Durch matschiges gefilde (hier lag vor kurzem wohl noch recht viel Schnee) und durch alte Schneefelder sowie an doch offensichtlich stark Steinschlag gefährdetes Gebiet ging es an hoch Richtung Köllenspitze. Immer wieder Schneefelder und Geröll. Leichtes Klettern bis zur Stufe II. Ungewohnte Eindrücke für mich weil das Gelände doch noch schroffer war als das was ich am Aggenstein erlebt habe.
Den Rest dieser doch sehr krassen Kullise machte das Wetter mit Nebel zu einem unheimlichen Schauspiel der Natur.
Durch die Nesselwängler Scharte ging es weiter Richtung über einen Weg Richtung Köllenspitz. Beim Einstieg Richtung Kamin blockierte allerdings ein riesiges Schneefeld unser fortkommen. Zudem war die Markierung nicht eindeutig wo es nun lang gehen sollte. Meine Unsicherheit, gepaart mit der Ortsunkenntnis führten zu dem Entschluss erstmal zur Scharte zurück zu kehren und Mittag zu machen. gesagt getan.
Während des Mittags kam eine Gruppe, bestehend aus 3 jungen Burschen. Diese nahmen die Köllenspitze etwas pragmatischer. Sie Kletterten einen Felsen hoch (ungesichert) Ich schätze Ihn auf lässig III und liefen oben auf einem Grat der zwischen II und III wechselte sicher bis zum Grat. Ich wusste nicht ob ich schockiert war oder Bewunderung empfinden sollte. Sie kannten sicher den “Weg”. Ich denke auch, dass Sie sicher seitdem sie gehen konnten auf Felsen und Berge geklettert sind. Dennoch sah ich vor meinem geistigen Auge Menschen von Felsen fallen.
Das Wetter besserte sich und es wurde immer Klarer.
Der Himmel riss mehr und mehr auf. Wir versuchten noch einen Anlauf. Wir nahmen einen ähnlichen Weg. Er führte uns steil durch Kletterei geprägt hoch auf den Grat. Dort war widerum für mich Schluss. Meine mangelnde Erfahrung im steilen Gelände machten mir zu Schaffen. Torsten kam meiner Bitte nach und wir stiegen wieder ab. Dabei hätte es mich fast erwisch. Am Seil seilten wir uns ab. Erst ich dann Torsten. Plötzlich hörte ich nur. “Achtung Stein” In einer Bewegung schaute ich richtung Torsten und flüchtete mich hinter einen Felsvorsprung. Der Stein den Torsten nach mir “warf” war etwas größer als ein Fußball. Dieses Ding hätte sicher massivste Verletzungen verursacht. Autsch sagte ich mir beim Gedanken daran. Nach einer Weiteren Pause bei der Scharte stiegen wir wieder ab.
Mehr und mehr gewann ich Vertrauen in das Gelände und mehr und mehr machten sich das in meiner Trittsicherheit bemerkbar.
Wir kamen wieder bei der Hütte an und es war ein herrlicher Tag geworden. Voller selbstbewusstsein und Pläne für den Folgenden Tag schmiedend genehmigten wir uns ein Alster und eine deftige Linsensuppe.
PS: Immer dran denken im Nebel ist die UV Belastung am höchsten. Etwas verbrannt, weil wir Sonnencreme vergessen haben, aber zufrieden gingen wir nach unseren Planungen für den nächsten Tag in unser Matratzenlager.
Der Zwiesel ein zweifelhaftes Finale
Posted on 15 Mai 2009 | No responses
Kommen wir zu meiner letzten Begehung. Ein WE ich glaube es war der 13.-15. Februar, verweilte ich in Bad R’hall und hatte den Plan geschmiedet eine Nacht auf dem Zwiesel zu verbringen um dann am Folgetag den Gipfelsturm zu vollziehen.
Soweit der Plan. Ich bereiete mich vor. Packte und besorgte noch Schneeschuhe und ein Biwacksack und einen weiteren Schlafsack, da ich beführchtete, dass es nachts doch kälter werden würde.
Diese schwere last schleppte ich dann wieder Hoch auf die Alm, an der ich vor hatte zu schlafen. Los ging es Freitag Nachmittag. Die letzten Tage hatte es vermehrt geschneit. Ich dachte mir schon das es schwer werden würde. Ab 600 Meter musste ich bereits die Schneeschuhe anziehen und einen Weg “spuren”. Ab 700 m Höhe traf ich vermehrt auf Tourengeher die natürlich schneller waren als ich. Verwundert sahen sie mich an…. “Mein Gott was schleppt der denn da hoch. Was hat er vor?” drückten die fragenden Blicke aus. Mir egal, ich will auf diesen Berg. Aufgrund der Last geriet mein Puls immer wieder in hohe Gefilde. Mein Herz raste und pochte von innen an meine Brust als wenn es ausbrechen wollen würde. Immer wieder zwang mich die Anstrengung anzuhalten. Ich Rang nach Luft und musste immer wieder innehalten um den Puls wieder runter zu bekommen.
Stück für Stück quälte ich mich den Weg nach oben. Einsetzende Sonne versüßte mir die “Schmerzen” und die Anstrengungen des Aufstiegs.
Der Eselsteig machte die Situation nicht leichter. Stufe für Stufe kam ich voran. Meine Unerfahrenheit im Umgang mit Schneeschuhen legte sich immer mehr, dennoch wurde es aufgrund zunehmender Schneehöhe, immer schwieriger den Weg zu gehen.
Zeitweise kamen Zweifel an meinen Taten auf, die ich beiseite wischte. Ich quälte mich und erreichte endlich die Zwieselalm. Höhenmeter für Höhenmeter wurde der Weg nun schwerer. Schnee wo man hinblickt. Ich kann es nicht verleugnen, dass ich auch leichte Angst aufkam, da es doch wirklich Bedingungen waren, die schon an hochalpine Touren erinnern nur mit frischem Schnee.
Ich querte nun die Zwieselalm. Gott sei dank hat mir ein Tourenskigeher den Weg etwas gespurt, ansonsten wäre es schon recht schwer gewesen. Diese Passage stellte das schwierigste Stück dar, da hier auch etwas Lawinengefahr herrschte. Jetzt kommt auch einer der Tourenskigeher schon wieder runter. Er pflügt durch den Tiefschnee. Fasziniert schaue ich ihm zu und wünschte mir ich könnte so fahren wie er. Ich dachte mir dabei: “Notiz für mich: Mal wieder Ski fahren”. Schnee spritzte. Es sah einfach schön aus, extrem wie er als erster Spuren in die Alm schnitt…. Ich kam wieder zu mir und setzte meinen Weg fort. Das letzte Waldstück wartete auf mich und lud zu einem Endspurt ein. Letzte Kurve und letzte Steigung… wieder Pochte mein Herz und mein Atem überschlug sich fast aber nun mache ich keine Pause mehr. Endlich die Hütte. Ich bin da und Legte sofort meinen Rucksack ab. *puh*….
Ich zog mich um.Dünne Hose aus und dicke Hose an. Handschuhe und Fleece. *Grrrrr* Ist das kalt. Es ging an den Aufbau des Zeltes. Der vereiste Boden machte es schwierig, aber nach einer Stunde, Schaufeln, Hacken und Schlagen stand das Zelt. Es wehte leichter Wind und die Dämmerung setzte ein. Es waren jetzt um die -7°C schätze ich. Es war auf jeden Fall so kalt das meine Gamaschen, die ich abgelegt hatte, sofort Hart frohren und die Heringe, wenn ich nicht aufgepasste hätte, an meinen Händen festgefroren wären. Dies zwang mich zu Handschuhpflicht. Schnell legte ich die Isomatte in den großen Schlafsack, dort rauf den kleinen Schlafsack und diesendann in den BIWAK-Sack. Jetzt noch etwas essen…. Kocher raus, Schnee in den Topf…. es beginnt zu schneien … nun änderte ich den Aggregatzustand des Schnees und schmiss das trockenfutter rein… es wurde immer kälter, der Topf dampfte kräftig und erwärmte etwas das Zelt…. Ich fing an zu frieren… Schnee aß ich mein essen. Ich hatte kaum Hunger. Ich mampfte dennoch etwas. Mist essen mit Brühe etwas verwürzt… egal muss essen. Danach ging ich ins Bett. Es war jetzt ca. 19.30 Uhr. Ich rief meine Frau an. Wir redeten eine Stunde und dann versuchte ich zu schlafen.
Die Nacht war scheiße. Kaum geschlafen. Durch Schneefälle drückte der Neuschnee immer wieder in die Seite des Zeltes. In 30 Minutentakten schlief ich. Ich erwartete den Morgen. Der andauernde Schneefall lies mich natürlich meine Pläne wechseln und ich hatte nun vor gleich früh abzusteigen.
6.30 Uhr stand ich auf …. Ich frohr aber machte mich sofort an den Abbau.
Nach dem Abbau machte ich mich auf den Weg, naja was soll ich sagen, eigentlich gab es keinen Weg mehr, in der Nacht gab es ca. 30 cm Neuschnee. Ich versuchte den Weg zu erahnen. leichte vertiefungen im Schnee ließen ihn zumindest vermuten. Nach der ersten Abwärtspassage bei der mir schon recht mulmig war fand ich den weg in dem kleinen Waldstückchen unterhalb der Hütten wieder. Nun ging es wieder an die Quärung der Alm. Oh man… kein Weg…. keine Vertiefung, nichts lies auf einen Weg schließen. Ich kam zu Fall und saß bis zur Brust im Schnee. Los Manuel steh auf …. Ich schaute mich um und Suchte den Eingang in den Wald…. runter nur runter hier. Ich richtete mich auf und schleppte mich unter Mühe, schnaufend Richtung Wald… Nun erkannte ich auch den Weg runter von der Alm. *puh* Gott sei dank. Ich bin wieder auf dem Eselsteig. Nun machte ich Betrieb so gut es nur ging….
Nach 3 Stunden war ich runter vom Berg und geschafft konnte ich mich nun einer wohltuenden Dusche widmen und etwas schlafen.
Was für ein Erlebnis.
Der Zwiesel der 3. Versuch – 1.782 m
Posted on 15 Mai 2009 | No responses
Eine halbe Ja das war immernoch nicht alles. Dieser Berg hat es mir angetan. Das 3. Mal war ich mit einem Kameraden unterwegs der sich das auch mal anschauen wollte.
Etwas erschwertere Bedingungen, es hatte einige Tage zuvor geschneit, machten das gehen ab dem Eselsteig etwas schwieriger. Steigeisen machten das ganze einfacher.
Wir fuhren die ersten Meter noch mit Fahrrad um zeit zu sparen. nachdem uns die Straße ausging, schlossen wir die Bikes an und gingen zu Fuß weiter. Wir waren schnell. Nach 2 Stunden waren wir oben auf der Alm und schauten ins Tal. Da es langsam wieder dämmerte machten wir uns schnell wieder auf den Heimweg. Carsten machte ganz schön schnell beim Abstieg. Nach 1:20 h waren wir wieder zurück.
Wieder zufrieden beendeten wir den Tag wieder mit einer Dusche und einer leckeren Suppe.
Der Zwiesel der 2. Versuch
Posted on 15 Mai 2009 | No responses
Zum zweiten Versuch startete ich eine Woche später, an einem Mittwoch. Die Bedingungen waren optimal. Knappe 0°C und klares Wetter machten es eigentlich zu einem schönen Erlebnis. Ich shulterte meinen Rucksack und wanderte los. Es lief super. Ruck, zuck war ich auf dem Eselsteig und auch an der Stelle vorbei an dem ich das letzte mal entschied umzukehren. Der zunehmend lichter werdende Wald ließ mich erahnunen, dass die Baumgerenze Näher rückt. Schneisen ließen flüchtige Blicke in die südliche Richtung zu, wo sich die Alpen des Berchtesgardener Lands breit machten.
Je höher ich kam desto aufgeregter wurde ich, je mehr der Wald den Blick ins Tal und auf die Berge freigab desto freier Fühlte ich mich. Als wenn man langsam aus einer Umklammerung gelöst wird, gab der Wald einen mehr und mehr frei.
Hier ist Sie, die Zwieselalm. Ort meines heutigen Begehrens…. ich quäre sie und und tauche wieder in das letzte Waldstück ein. Dichter, immer Dichter komme ich den Hütten welche auf der Alm stehen. Ein letzter steiler Anstieg und ich bin da. Das Ziel war erreicht. Herrlich dieser Ausblick. Nach dem Genuss eines Apfels und einer Banane machte ich noch ein Foto.
Anschließend machte ich mich auf den Rückweg, sodass ich den Eselsteig noch bei halbwegs lichten Verhältnissen hinter mir lassen konnte.
Nach 1,5 h war ich, geschafft aber zufrieden, zurück in der Pension duschte, aß etwas und ging zufrieden ins Bett.
Ausrüstungsliste
Posted on 7 Mai 2009 | No responses
Hardware
Kletterausrüstung
Klamotten
Jacke: Jack Wolfskin Rock`n Ice; IcePeak Softshell
Hose: IcePeak Softshell (dick), Jack Wolfskin (Übergang), Blackbear (ZIP)
Überhose: McKinnley
Strümpfe: Falke
Unterhose: Odlo (dick), Blackbear (dünn)
Sturmhaube: VAUDE
Handschuhe: Marmot XT Glove
Fleece: Jack Wolfskin 400er Weste/Jacke, The North Face 100er Pullover, Blackbear 100er Pullover
Shirt, lang: Berghaus, Meru
Shirt, kurz: Meru, Berghaus, Blackbear, Vaude
Unterwäsche: Odlo, Schiesser
sonstiges: The North Face Neck Gaiter
Der Zwiesel – 1.782 m
Posted on 7 Mai 2009 | No responses
Was ist der Zwiesel? Für mich ist er der Anfang der Kraxelei. Hier wurde ich süchtig nach Bergen, nach Selbstdiziplin, nach Selbstbezwingung. Gut, viele werden jetzt sagen: Bei so nem Minihügel, der technisch nicht mal schwer ist. Ja. Da haben sie auch recht, aber ich bin nunmal eigentlich ein Flachlandtiroler.
Es begab sich Anfang 2009, dass ich auf einen Lehrgang nach Bad Reichenhall musste. Diesen Anlass nahm ich zum Ziel, meine Ausrüstung zu schnappen und Erfahrungen am Berg zu sammeln. Für mich war jeder Höhenmeter ein Meter in eine andere Welt. Alles geheimnisvoll, gefährlich und manchmal auch schmerzhaft.
Als Familienvater möchte man ja auch keine Risiken eingehen, jedenfalls nicht zu viel. Da kommt mir der Spruch von Kästner in den Sinn: “Das Leben ist lebensgefährlich.” Das abzuwägen, wenn man unerfahren ist, ist nicht einfach.
1. Versuch: Auch in Vorbereitung auf die Belastungen, die mich in Island erwarten werden, packte ich meinen Rucksack etwas schwerer als es für solche Touren normalerweise nötig wäre. Nun hatte ich ca 20 kg auf dem Rücken und machte mich Mitte Februar an einem schönen Tag, 15 Uhr, auf den Weg. Die Bedingungen waren gut. Wetter: trocken, auf 450 m kein Schnee, ca.3 °C. Ich ging los (wow, ich tu es) immer Richtung Zwieselalm. Karte in der Tasche, eTrex eingeschaltet, habe ich mir das Ziel Alm (1.400 m) gesteckt. Ich staunte über die Anstrengungen, die mit meinem ersten Bergmarsch verbunden waren. Ich bin eigentlich fit, aber das Herz rast dennoch, der Blutdruck lässt meine Ohren pochen. Pause…. immer wieder Pause und Luft holen…. Ich bin beeindruckt. “Dieser “Hügel” schafft mich nicht!” sage ich mir und lege mir Strategien zurecht, um mit dieser Anstrengung klar zu kommen.

Blick von 700 m auf Bad R'Hall
Altschnee ab 700 Meter machen das Gehen nicht wirklich einfacher. Es gelingt mir auch. Ich hatte mir, da ich auch in diese Richtung Erfahrungen sammeln wollte, extra Steigeisen besorgt, die “guten” Alten hieß es, die man sich noch richtig mit Lederschnallen umschnallt. Ich setzte diese ab ca 1.000 m ein, um mehr “Grip” und Trittsicherheit zu erlangen. Mist, jetzt wird es langsam dunkel. Ich bin jetzt am Eselsteig. Es ist jetzt 17.15 Uhr. Ich rufe meine Frau an…., sage Ihr, dass es mir gut geht und dass ich jetzt nicht mehr weiter gehe. Ich befinde mich jetzt auf 1.120 m.
Meine Kopflampe leuchtet mir den Weg. Der Abstieg gestaltete sich wie erwartet recht einfach. Ich war nach 1,5 h wieder in meiner Unterkunft in Karlstein. Puh, war ich jetzt hungrig und müde. Nach einer ausgedehnten Dusche und einer anschließenden leckeren Suppe und einem Brötchen legte ich mich ins Bett und rief noch kurz meine Frau an, dass ich diese “wahnsinnige” Unternehmung überlebt habe.*schmunzel*
Selbstzufrieden, glücklich, aber geschafft schlief ich ein.
Mein erster Blog
Posted on 6 Mai 2009 | No responses
Ja was soll ich sagen. Dann werde ich mich doch jetzt hineinbewegen in die Welt der Bloggerei.
Dieser Blog soll für alle die sein, die genauso wie auch ich, versuchen ihre Träume, wie auch immer sie aussehen mögen, leben.
Das mag viel heißen,denn Träume sind halt mannigfaltig. Ich lass euch an meinen gelebeten Träumen teilhaben.
Angefangen hat alles damit, dass ich 30 Jahre wurde und mir so sagte: “Irgendwie bist du jetzt 30 und hast noch nicht so richtig angefangen deine Träume zu leben.”
Na klar habe ich mir schon welche erfüllt. Sogar die Wichtigsten. Das sind Beate (meine Frau), Eric (mein Sohn der Frechdachs) und meine bisher noch ungeborene Tochter,die zur Zeit im Bauch meiner Frau heranwächst.
Aber irgendwie wucherte etwas in mir … innere Unruhe… ein Drang irgendetwas zu tun ….über mich herauszuwachsen… so kam es das aus einer fixen Snapsidee ernst wurde und so der Schlüssel zu der Erfüllung einiger weiteren Träume gelegt wurde.
Sportsucht, Reisen, Klettern, Trekking, Rennautofahren sind nur einige der Dinge die jetzt ihren Lauf nehmen.
Kommt mit und teilt meine Begeisterung für Dinge diefürandere schon selbstverständlich sind…

















