Watzmannüberquerung – Hocheck – Mittelspitze 2713m – Südspitze 2713m

Posted on 4 Juli 2010 | No responses

Nachdem wir dann vom Hochstaufen abgestiegen waren sind wir erstmal nach Bertesgaden runter gefahren um dann mit vollem Magen weiter zu beraten was wir machen.

Zur Wahl stand:

- Aufstieg zum Watzmannhaus
- Wimbachgrieshütte
- Grünsteinhütte
- Kührointalm

Nach einigen Telefonaten stand dann fest, dass wir noch den Weg auf die Watzmannhütte antreten. Angegeben war dieser Weg mit 4 h ab Wimbachbrücke. Das hieß allerdings nochmal 1300 Hm Aufstieg. (wir hatten heute schon 1200 Hm gemacht)

Wir fuhren daher dorthin, parkten unser Auto und packten und gingen los. Zur Sicherheit nahmen wir noch Seil und Steigeisen mit, uns wurde zugetragen, dass dieses Jahr noch keiner die Überquerung gemacht hat und noch einiges an Schnee oben liegt.

Als denn … wir machten wieder das Funkgerät klar. Konditionell  immernoch recht guter Dinge gewann ich schnell an Höhe, Henry tat sein bestes. Wir liefen dennoch jeder sein optimales Tempo. Imer wieder Feedback via Funk gebend schnauften wir uns den doch recht steilen, aber gut ausgebauten Anstieg stetig Richtung Watzmannhaus hoch.

Ab ca 1500 m.ü.NN wird der Weg zu einem echten Wanderweg. Ab hier merkte ich, dass es doch langsam an die Substanz ging. Aber das WH vor Augen zog mich magisch an und ich schmeckte schon das alkoholfreie Weizen was oben auf mich warten würde. Nach etwas mehr als 1,5 h war ich an meinem Ziel.

Henry kam etwas nach mir. Hungrig und durstig, aßen wir was und tranken ein alkoholfreies Weizen. Danach gingen wir in unser Quartier, eine 2-Mann-Stube und schliefen seelig ein.

Samstag

Nach einem zünftigen Frühstück ging es an die Überquerung. Der Wirt sagte uns gestern seien wohl schon welche rüber. Mist somit waren wir doch nicht die ersten der Saison, naje aber dennoch eine der Ersten.

Aufstieg zum Hocheck war recht nebelig. Der “Weg” ist markiert, dient aber nur als Anhalt für den Aufstieg. Technisch einfach war ich nach einer Stunde oben. Kaltes, nebeliges Wetter herrschte an der Biwakschachtel vor.

Nachdem Henry und ich eine Pause machten, machten wir uns an die Überquerung des Grates. Das erste Stück, ging supi. Ruck Zuck ist man an der Mittelspitze und gedenkt an Franz Rasp.

Ein ewiges hin und her, hoch und runter ziert den sehr schönen Grat. Ab und an lösten sich die Wolken vom Berg und gaben den Blick ins Wimbachtal frei. Es ist eine herrlich luftige, ausgesetzte Kletterei bis in den Unteren 2. Grat, KS A-B. Bis zur Mittelspitze gut abgesichert, dann aber werden die Absicherungen weniger. Für Bergerfahrene recht einfache Kletterei. Unerfahrene sollten einen Führer haben und bei Bedarf am Seil gehen. Von der Mittel zur Südspitze ist es ein unglaublicher, optischer Genuss und macht einfach nur Spaß. Ein Hochgefühl machte sich nach dem Erreichen der Südspitze in mir breit. Allerdings wollte ich Aufgrund der sich langsam aufbauenden Cumulonimbuse nicht all zu viel Zeit hier oben verbringen. Schnell gingen wir in den Abstieg über. Wir machten dann ca 400 m tiefer eine längere Rast. Der Abstieg über die Südspitze ins Wimbachgries ist sehr beschwerlich und lang, sehr steil und teils durch die Schneeschmelze zerstört, scheint der Abstieg ein endloser Weg zu sein. Vorsicht beim abstieg bei Schlechter sicht. Der eine oder Andere ist hier schon ums Leben gekommen. Machmal verleiten Rinnen in Richtungen die Abstürze münden …. !!!!

Auch auf Steinschlag sollte geachtet werden. Nach der Abfahrt durch ein Geröllfeld löste sich über mir ein Stein und kam auf mich zu. Ich brachte mich hinter einem Felsen in Sicherheit. Also Obacht!!!

Wenn man das steile Stück dann hinter sich hat, wartet das Wimbachtal mit einer einzigartigen Schönheit auf. Ich hätte nie gedacht, dass es in Deutschland so einen optischen Leckerbissen gibt.

Unten im Gries angekommen ist es wie eine Autobahn bis zur Hütte. Danach zieht sich der Weg endlis ins Tal. Vorbei an der Wimbachklamm erreichten wir das Auto. (AUTSCH FÜßE sind aufgeweicht)

GEILE TOUR

Gallerie:

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Über den Piedinger Klettersteig auf Hochstaufen (1.771 m)

Posted on 4 Juli 2010 | No responses

Ich wollte dieses Jahr einfach nochmal den Pidinger KS machen, damit ich einen konditionellen Vegleich zu letztem Jahr ziehen kann. Geplant war ein Wochenende in den Bergen schon länger. Mein Gast war Henry. Ich Plante uns ein Schönes Wochenende.

Wir fuhren Donnerstag Abend runter und waren gegen 1 Uhr auch auf dem Parkplatz zum Pidinger KS. Dort legten wir uns hin. Einer im Auto und einer dahinter (ich).

Nach einer unruhigen, schlechten Nacht (Verkehr der A8 ist laut) stand ich 5:30 auf. Wir machten usn fertig und begannen voller Vorfreude dem BErg entgegen zu treten.

Mit starken konditionellen Vorteilen kamen wir gut voran. Am Einstieg zum KS machte sich immer noch der Rest des Lawinenkegels breit.

Ich habe mich von meinem Speedrekord abbringen lassen und zusammen sind wir den KS größtenteils ohne das Stahlseil anzufassen gegangen/geklettert.

Es hat viel spaß gemacht. Konditionell muss ich sagen war ich super drauf …. ein Speedrekord wäre sicher drin gewesen.

Bilder:

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Hochstaufen 1771m über Piedinger Klettersteig

Posted on 30 Oktober 2009 | No responses

Donnerstag den 27.08.09

Eigentlich wollten zwei Kollegen abermals mit mir den steinernden Jager gehen, das zerschlug sich aber spontan. Gut dachte ich mir dann gehe ich den doch verdammt anspruchsvollen Pidinger Klettersteig.

Ich fuhr rüber nach Urwies und stellte dort mein Auto ab. Schilder am Parkplatz warnten jetzt schon vor der Gefahr die von diesem Klettersteig ausging. Erst dieses Jahr ist wieder jemand ums Leben gekommen.

Die Topo am Parkplatz ließ nichts Einfaches erwarten. Schwierige und sehr schwierige Passagen mit über 200m senkrechten Wänden warteten auf mich.

Anschauen kostet nichts dachte ich mir und machte mich auf den Weg zum Einstieg.

Nach 1,5 h Weg den Berg hinauf zum Einstieg kam mir direkt an diesem Auch eine Frau entgegen. Ohne Ausrüstung und mit Turnschuhen bekleidet machte zollte sie dem Steig Respekt und wandte sich ab von Ihm. Ich empfahl ihr den Steinernden Jager zu gehen. Der ist technisch machbar, aber der Pidinger sollte nur mit Ausrüstung bewältigt werden. Sie dankte mir für den Tipp. Am Fuße der Nordseite des Hochstaufens stehend, machte ich mich bereit einen der schwersten Klettersteige Deutschlands zu erklimmen. Vor mir in der Wand waren schon zwei „Leidensgenossen“ unterwegs. Durch die Anwesenheit dieser beiden ermutigt, trat ich den Weg nach oben an.

Erste Passage 170m Steilwand teils Stufe D. Danach ein gemütliches Stück an einer Rinne entlang. Anschließend ein ausgesetzter Weg rüber zum ersten Notausstieg. Dann kommt ein ca. xxx m langes Stück was eine Schwierigkeitsstufe zwischen B und D hat. Entlang wieder an ausgesetzten Stellen kommt man nun zum schwersten Stück. Der Gipfel ruft jetzt schon. Aber es sind dennoch jetzt fast 50 Minuten eh man das letzte Stück erklommen hat. Sehr beeindruckend und sehr faszinierend ist dieser Klettersteig. Man ist megastolz und fühlt sich nach der Begehung nahezu wie Reinhold Messner nach der Besteigung des Nanga Parbat.

Fazit:

Der Pidinger Klettersteig ist was für Personen, die über eine gute körperliche Kondition, absoluter Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit und über etwas Klettererfahrung verfügen. Es ist, aufgrund der Länge des Steigs, dringend anzuraten diesen Steig nur mit der passenden Ausrüstung zu gehen. (Helm, Gurt, Klettersteigset).

 

Nach einem Besuch des Gipfels und einem alkoholfreien Bier am Staufenhaus stieg ich auf der Nordseite des Staufen über den „Normalweg“, der auch gute Trittsicherheit abverlangt, ab.

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Hochvogel 2592m

Posted on 25 Oktober 2009 | No responses

23.10.2009

Bei der letzten Tour verabredeten Torsten, Vallo und ich, dass wir uns noch den Hochvogel vornehmen. Gesagt getan. Heute war es dann so weit. Mehr spontan als alles andere machten wir uns wieder mal auf den Weg. Der Weg führte uns nach Hinterstein, dort parkten wir das Auto. Dann machten wir uns auf den Weg Richtung Gibelhaus. Wieder einmal regnete es und es war sehr kühl. Da Torsten erst sehr spät in Ulm zu uns stieß, waren wir spät dran. Dadurch mussten wir unseren Plan etwas ändern. Am Giebelhaus angekommen, fragten wir den Besitzer ob wir bei Ihm übernachten können, Sie verneinte und verwies uns auf die Schwarzenberghütte. Dort übernachteten wir nach einem doch sehr kräftezehrenden Aufstieg. Noch etwas gespeist und ein Mass Radler getrunken und dann schliefen wir wie die Babies.

24.10.2009

Aufgewacht….. dann zusammengepackt und durch ein deftiges Frühstück gestärkt machten wir uns nun auf den Weg Richtung Hochvogel. Man muss dazu sagen, dass der Hüttenwirt uns davon abgeraten hat. Er sagte im Winter schlafen die Berge…. naja wir haben eigentlich gute Erfahrungen, die uns dazu befähigen die Gefahren richtig einzuschätzen. Aber darauf komme ich nachher noch zurück.

Wieder runter ins Tal, am Giebelhaus vorbei und hoch Richtung Prinz – Luitpold – Hütte arbeiteten wir uns Stück für Stück vor. Alle 50 Hm wurde der Schnee mehr… Irgendwann war kein Weg mehr zu sehen. Es war wirklich mehr als anstrengend. Abwechselnd spurten wir den Weg der uns immer Näher an die Hütte führte. Immer anstrengender wurde es. Das Wetter war atemberaubend, aber dennoch besorgniserregend. Die Temperaturen waren zu hoch, sodass uns das einsetzende Tauwetter etwas sorgen machten. Wachsam stiefelten wir voran und irgendwann nach der letzten, doch sehr steilen Passage waren wir da. Der Winterraum der Hütte war wirklich super ausgestattet. Stühle, Tische und zu Betten abgegrenzte Matratzen gehörten ebenso zur Ausstattung wie auch ein guter Ofen und ein Gasherd, Geschirr und Besteck.

Wir beschlossen aufgrund der Schneelage und der sich zuspitzenden Lawinengefahr unsere Bezwingung des Hochvogels auszusetzen und einen ruhigen Tag auf der Winterhütte zu verbringen. Wir machten uns etwas zu essen und schliefen eine Runde. Ich stand dann irgendwann auf und erforschte die Ecke rund um die Hütte. Ausgerüstet mit Pickel und Steigeisen machte ich mich an die Bezwingung eines verschneiten Steilhangs. Einsetzende Dunkelheit hielten mich dennoch zurück das bis zum Schluss durchzuziehen, da ich keine Headlamp bei hatte. Ich beschloss den Abstieg zurück zur Hütte. Dort verbrachten wir zusammen einen schönen Abend und eine mehr oder weniger gute Nacht. Es war recht knackig und irgendwie wohnen unter der Hütte Tiere, die uns ein Teil der Nacht kosteten.

25.10.2009

nach einem leckeren Frühstück machten wir uns gegen 10 Uhr auf den Weg ins Tal. Am Giebelhaus angekommen nahmen wir den Bus zurück nach Hinterstein. Dort genossen wir noch ein leckeres Alster und eine deftige Bayrische Mittagskost. Dann machten wir uns auf den Weg zurück nach Ulm.

Alles in Einem ein wirklich gelungenes WE.


Blick von der Hütte Rg Hochvogel

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Tannheimer Berge – Kellenspitze 2238m – Rote Flüh 2108 – Friedberger KS auf Schartschroffen 1968

Posted on 12 Oktober 2009 | No responses

Samstag 10.10.2009

Torsten, Vallo und ich machten uns auf den Weg ins Allgäu um endlich die Kellenspitze abzuhaken. Gesagt getan. Wir machten uns am 10.10.2009 Abends noch auf den Weg zum Gimpelhaus. Es war ein widerliches Wetter. Wolken und andauernder Nieselregen machten uns zu schaffen. Nichts desto trotz kamen wir gegen 22:40 Uhr am Gimpelhaus an. Jetzt genossen wir noch etwas zu essen und ein Weizen und machten uns dann lang.

Sonntag 11.10.2009

Wir standen früh auf und waren auch die ersten die ihr Frühstück genossen. Nach diesem packten wir zusammen und machten uns bei doch überaschend schönem Wetter auf den Weg zu Kellenspitze. Die Bodenverhältnisse waren nicht ganz so optimal. Egal wir kamen dennoch super voran und kamen Meter um Meter höher. Man muss sagen, dass die Kellenspitze für uns geübte doch relativ gut zu gehen war, Anfängern rate ich dennoch davon ab diese Tour bei Feuchtigkeit zu gehen. Teilweise recht ausgesetzte Stellen und steile Passagen setzen wirklich gute Trittfestigkeit voraus.

Durch den Kamin (Schlüsselstelle) kamen wir zum Part der abgesichert war durch ein Stahlseil. Man muss es nicht benutzen aber man kann es und es macht die Stelle doch etwas leichter. Mehr und mehr wurde der Schnee. Oben am Gipfel angekommen war dieser pudrig eingehüllt vom Weiß des Schnees. Es sah fantastisch aus. Trotz Kälte und Wind war es herrlich diesen Berg endlich erklommen zu sein.

Wir traten den Rückweg an der uns über die Rote Flüh, Friedberger Klettersteig und Schartschroffen führte. Diese waren wiedereinmal schön zu gehen. Wir machten uns das Leben im Klettersteig mal etwas schwerer und nutzen das Stahlseil nur als Absicherung fürs Klettersteigset. Wir vermieden es das Seil anzufassen. Dadurch wird er wirklich interessanter und technisch anspruchsvoller. Oben angekommen machten wir eine kurze Pause und danach auf den Weg zurück über den Normalweg zum Parkplatz.

Es war ein wirklich schöner Tag.

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Hindelanger Klettersteig – September 2009

Posted on 20 September 2009 | No responses

Samstag 19.09.2009

Schari und ich haben beschlossen irgendetwas in den Bergen mal gemeinsam zu machen. Eigentlich wollten wir auf die Zugspitze übers Höllental, aber wir haben dann aufgrund des Wetters den Plan geändert.

Wir nahmen uns den Hindelanger Klettersteig zum Ziel. Das hieß wir mussten nach Oberstdorf. Gesagt getan. 5 Uhr fuhren wir los, Frühstück bei MC Donalds und dann gins zur Nebelhornbahn.

Die fuhr allerdings erst gegen 8 Uhr los…. Oben angelangt nochmal Klogang und Ausrüstung anlegen und los ging es.

Das Wetter war sehr neblig, zeitweise öffneten sich die Wolken und man hatte eine schöne Sicht. Technisch recht einfach forderte der Steig nicht allzuviel von uns ab. Allerdings ist er sehr lang. Es ist ein ewiges auf und ab. Ich denke bei freier Sicht wäre es sicherlich schöner gewesen.
Für Anfänger empfehle ich allerdings auf jeden Fall Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, da einige Stellen doch recht steil und exponiert sind.

Als wir am Ende angelangt sind, sind wir unterhalb des Steigs den Wanderweg zurück zur Mittelstation des nebelhorns gegangen. Wir empfanden ihn als fast Schweißtreibender als den Steig selbst. Ein steiniges und hügeliges Auf und Ab.

Alles in einem War es dennoch ein schönes Erlebnis. Danke Schari.

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Abrechnung mit dem Zwiesel – August 2009

Posted on 27 August 2009 | No responses

Mittwoch 26.08.09

Der heutige Tag steht unter dem Motto „Rechnungen“ zu begleichen. Oh Zwiesel wie hast du mir im April die Nerven geraubt. Heute werde ich dich kriegen. Gesagt, getan. Über den Eselsteig und die Zwieselalm erklomm ich den Zwiesel in 1 h und 45 min. Die Aussicht auf den Staufen war grandios. Das Gefühl endlich das „Projekt“ Zwiesel at akta zu legen wohlig.

Gegen den Zwiesel war der Hochstaufen technisch doch anstrengender. Wenngleich der Eselsteig durch die Höhe der angelegten Stufen doch sehr kräfteraubend ist. Dennoch ist er gut ausgeschildert und recht gut zu gehen. Bis zur Zwieselalm geht man auf dem bekannten Maximiliansweg (Abschnitt Bad Reichenhall <-> Lindau). Aber wie schon gesagt mit etwas Kondition schafft jeder diesen Berg.

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Hochstaufen 1771m – Bad Reichenhall

Posted on 25 August 2009 | No responses

Montag 24.08.09

Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit komme ich ab und an mal in den Genuss in Bad Reichenhall verweilen zu dürfen. In vorherigen Blogs schrieb ich schon mal was vom Zwiesel. Nun sollte er in dieser Woche meinem Tatendrang zum Opfer fallen. Montag aber führte mich mein Weg erstmal auf den Hochstaufen.

Über den doch recht kräftezehrenden Weg des Jägersteigs (max II.Grat) wagte ich mich sicheren Trittes hinauf. Der steinerne Jäger sollte nur von Leuten gegangen werden die Trittsicher sind. Einige Passagen verlangen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Durch die Steilheit des Geländes sollte man auch recht gut bei Kondition sein. Alles in einem aber ein guter Weg in der man seine Trittsicherheit und seine alpine Erfahrungen weiter schulen und ausbauen kann. Nach zwei Stunden erreichte ich das Staufenhaus. Normale „Wanderer“ mit weniger Kondition sollten ca. eine halbe Stunde bis Stunde mehr einrechnen.

Oben angekommen genehmigte ich mir erstmal eine Tafel Schokolade und ein alkoholfreies Weißbier (lecker isotonisch). Danach machte ich mich zum Gipfel auf der nur noch drei Minuten weg war.

Dort traf ich den österreichischen Mann der mich beim Aufstieg überholt hatte. Ich weiß nicht woran es lag, aber der Aufstieg fiel mir heute doch recht schwer. Lag es daran das ich nichts zum Mittag gegessen hatte??? Ich weiß es nicht. Wie dem auch sei. Wir unterhielten uns kurz und ich fragte Ihn nach dem Pidinger Klettersteig aus. Er sagte man benötige ca. 4 Stunden für den Aufstieg. Das wird sich noch herausstellen dachte ich mir dabei.

Nachdem ich etwas die Abendsonne genoss machte ich mich an den Abstieg über den Normalweg, der zu meiner Verwunderung an manchen Stellen doch recht ausgesetzt war. Aber nichts für ungut und nichts um Angst zu bekommen. Sicheren Schrittes mit beginnenden Fußschmerzen strebte ich gen Padinger Alm wo ich mein Auto abgestellt hatte. Glücklich mit leicht schmerzenden Füßen war ich gegen 19.30 Uhr wieder zurück am Auto. Ich kaufte mir nun noch eine Pizza und zwei alkoholfreie Weißbiere und fuhr zurück in die Unterkunft.

Nach einer Dusche und dieser doch recht lecker, scharfen Pizza ging ich zu Bett.

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5 Gipfel und 1 Wand – Roy`s first Alpine Summits – August 2009

Posted on 23 August 2009 | No responses

5 Gipfel und 1 Wand – Roys erste alpine Erfahrungen

Freitag der 21.08.09

Auf Roys Geburtstag kam mir die Idee Ihn einfach mal zu fragen ob er nicht lust hat mit mir in die Berge zu gehen. Mit Torsten war ja schon alles geritzt. Torsten bring seine Freundin mit, leider hatte er sich etwas verplant, sodass er erst Samstag kommen würde. Okay, sagte ich mir, machen wir uns an die Planung. Nachdem Roy zusagte hatte ich mir überlegt in den Tannheimer Bergen vom Aggenstein rüber zur Gimpelhütte unter Einbeziehung der Läuferspitze und des Friedberger Klettersteigs. Es ging los. Ich organisierte Roy die Mitfahrgelegenheiten und wir trafen uns südlich Ulms an der Autobahn wo er rausgelassen wurde.

Voller Euphorie machten wir uns nun gemeinsam auf den Weg nach Grän. Als wir nach einiger Zeit den Parkplatz am Fuße des Aggenstein erreichten, staunte Roy nicht schlecht. Schroffe Felsen umzingelten ein Tal. Er ist sowas nicht gewohnt. In seiner Heimat, den Phillipinen, sind die Berge überzogen mit dichten Wäldern, die man nur selten durchbricht.

Wir machten uns fertig. Die Rucksäcke geschultert, zogen wir den Wanderweg Richtung Bad Kissinger Hütte.

Die ersten Meter waren schwer für Roy. Konditionell nicht auf gleichem Stand mussten wir langsam machen, damit er sich einläuft. Immer wieder Verschnaufpausen um das bis zur Schläfe pochende Herz zu beruhigen. Stück für Stück kamen wir höher. Die Aussicht wurde immer besser. Langsam ging es mit Roy auch besser. Die Aussicht tat Ihr Übriges. Mit jeden Meter der mehr Sicht auf die Umgebenden Berge und das Tal freigab, wurde die Begeisterung und der Ellan und der Drang noch höher zu steigen, größer.

Wir erreichten schnaufend die Baumgrenze. Diese gab jetzt die Sicht auf die umliegenden Berge und das Tal frei. Fotos mussten gemacht werden.

An der Weggabelung die zur Hütte führte konnten wir ins Flachland schauen. Es offenbarte sich ein herrlicher Blick. Urige Gefühle die wohl tief in einem Verwurzelt sein müssen, machten sich in uns breit. Wieder musste eine Fotostrecke gemacht werden. Danach setzten wir den noch verbleibenden kurzen Weg zur Hütte fort.

Dort angekommen meldeten wir uns an und nahmen erstmal das Zimmer in Beschlag. Wir packten ein paar Sachen aus um das Gewicht der Rucksäcke zu mildern. Dann machten wir uns an den Gipfelsturm des Aggenstein.
Bereits im April diesen Jahres versuchte ich diesen Berg zu erklimmen. Als Anfänger in den Bergen erlaubte es mir der Aggenstein allerdings nicht ihn zu bezwingen. Damals wehrte er sich mit einem monströsen Schneefeld unterhalb des Gipels um seine Bezwingung.

Diesmal sollte das Wetter mir aber gnädig sein. Trotz schlechter Vorhersagen hielt es sich nicht schlecht. Sonne satt und mehr als 100km Sicht machten die Gipfelbezwingung zu einem optischen Highlight den ich Roy doch sehr gönnte. Roy’s first Alpinesummit. Er konnte garnicht genug Fotos schießen.

Ein Brauch den er sich wohl in seiner alten Heimat angeeignet musste jetzt celebriert werden. Die Chipstüte wurde rausgeholt. Wir entdeckten das Berdolen Paprikachips mit Barbecue – Geschmack mochten.

Nach einer Stunde auf dem Gipfel wählten wir den Leichten Weg des Abstiegs. Das Seil wurde rausgeholt, der Klettergurt angelegt und nun wurde sich abgeseilt. Es ist gut das man das bei jeder Gelegeheit übt, stellten wir fest.

Das Seil wieder eingepackt machten wir uns auf den Weg zurück zur Hütte. Dort musste erstmal ein wohlschmeckendes Weißbier unseren Abend perfektionieren. Um den Hunger zu bekämpfen, gab es leckere Spaghetti mit Tomatensauce im Angebot. Herrlich kann das Leben schöner sein???

1,5 Stunden saßen wir noch vor der Hütte und genossen noch den Ausblick bei einem weiteren Weißbier. Perfekter Ausklang eines grandiosen Tages und zugleich der start einer schönen Tour die morgen Ihre Fortsetzung finden sollte.

Samstag der 22.08.2009

Am Vorabend verabredeten wir, dass wir sehr früh starten wollten. Vor uns lagen knappe 8 km Berg-und Talwanderei. Ich schätze mal knappe 1600 Hm sollten es werden. Beim Aufstieg konnten wir schon den Weg sehen. Ich schätze Ihn mit meiner Erfahrung so mit ca. 6 Stunden Wanderzeit ein. Wir brauchten inklusive aller Pausen 8 Stunden, wobei es tatsächlich dann auch zwei Stunden Pause waren.

Wir verließen gegen 7 Uhr die Hütte. Es ging gut voran. Das Wetter war aber mieserabel. Die Nacht über hatte es kräftig geregnet. Der Weg war leicht matschig und gab nicht den Grip vom Vortag an die Sohlen weiter. Egal es ging dennoch … schnell erreichten wir die erste Hütte. Schade dass es nur eine Snackhütte war. Egal wir machten uns was zu essen. Gerade Rechtzeitig, da Regen einsetzte. Nudeln ergänzten unseren Energiehaushalt um wichtige Kohlenhydrate. Gesellschaft leisteten uns lautstark die Kühe.

Die können wir heute noch gut gebrauchen. Ein schweres Stück Arbeit liegt noch vor uns. Das Gebimmel der Kühe auf der Alm, auf der sich die Hütte befand, nervte etwas. Die Kühe schienen dennoch Gefallen an uns zu finden. Sie rotteten sich zusammen und schauten uns blöde an. Wie Fremde aus einer anderen Welt beäugten sie uns mit einer Ausdauer die ich noch nicht kannte. Nur zwei Kühe fraßen oberhalb dieser Gruppe weiter an der Alm herum. Nett solche biologischen Rasenmäher. Nach einiger Zeit und gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg. Wir stiegen am der Hütte auf und mussten durch eine Art Scharte über einen Bergkamm. Der Weg hier war neu. Die Karte verzeichnete hier eigentlich einen Steig der zu passieren ist, aber ein neuer Weg säumte die Route. Das war uns recht, schwierig genug war es wieder auf die 1800 m aufzusteigen. Im ZICK-ZACK-Kurs ging es die Serpentinen hoch. Über den Pass kamen wir zu einer Seilbahn und somit zu unserem ersten Gipfel an diesem Tag. Die Sefenspitze war in Nebel eingehüllt.

Schade die Sicht wäre sicher grandios gewesen. Nach einer Fotosession auf dem Gipfel gingen wir weiter und erreichten nun die große Hütte auf der Sonnenalm. Dort genossen wir erstmal einen Kaffee. Plötzlich rissen kurz die Wolken auf. Sie gaben den Blick auf die Läuferspitze und somit auf unseren ersten kurzen Klettersteig frei.

Nach diesem Kaffee machten wir uns auf den Weg. Trotz des schlechten Wetters und der widrigen Sichtbedingungen gingen wir an die Besteigung. Begeistert kletterter Roy seinen ersten Steig hoch. Meter um Meter mehr Begeisterung. Ich war oben Roy hinter mir. Er sah mich an und hinter mir das Gipfelkreuz. Hä already on top??? Yeah Roy. Es ging so schnell, wir erklommen die LÄUFERSPITZE innerhalb von 30 Minuten.

Nach einer kurzen Pause gingen wir an den Abstieg. Eine Kette sicherte eine Passage die nicht gerade ungefährlich aussah. Eine 8 m hohe senkrechte Felswand die es abzusteigen galt, musste nun passiert werden. Wir beschlossen das wir uns abseilen würden Is ja auch einfacher..

Gesagt getan. Seil raus, rein ins ATC und abgeseilt. Danach gings weiter über eine steile passage mit Geröll bevor wir wieder den Weg erreichten.

Nun schlängelte sich der Weg voran gen Friedberger Klettersetig und den SCHARTSCHROFFEN. Dort kamen wir gegen Mittag an. Kurze Fotosession und einen Keks gegessen sollte es weiter gehen. plötzlich Aufstiegsgeräusche. Ein älteres Pärchen erklomm den Steig. Zu meiner Verwunderung ohne Equipement. Wow und das bei dem Wetter. Es war Neblig nass und ab und an setze Regen ein. Ich fand es leichtsinnig. Der Steig hatte teilweise Passagen der Stufe III. Nicht gerade ungefährlich. Wozu gibt es nur solch Ausrüstung. Roy schültelte ebenso wie ich den Kopf.

Wir legten unseren Klettergurt, Helm und Steigset an und stiegen nun den Friedberger Klettersteig hinunter. Roy machte es sehr viel Spaß. Hier noch ein Foto und da noch eins. Herrliche Kraxelei.

Unten angekommen machten wir uns nun auf der GELBEN SCHARTE in Richtung ROTE FLÜH auf. Der erste 2000er sollte es werden. Der Weg dorthin beschwerlich. Über Stock und über Stein musste man hier stete Trittfestigkeit beweisen. Nach über einer Stunde kamen wir nun auf der ROTE FLÜH an.

Immernoch keine Sicht. Es war kühl und nass. Wir hielten uns nicht lange auf und machten uns an den Abstieg zum Gimpelhaus. Dabei schritten wir noch die Kletterwand zum Gimpel ab und suchten nach Einstiegsmöglichkeiten. Mehr stolpernd und rutschend als gehend arbeiteten wir uns voran Richtung unserer heutigen Übernachtungsmöglichkeit.

Überglücklich und mehr als stolz über diese Tour kamen wir an der Hütte an. Dort bezogen wir erstmal das 4-Bett-Zimmer. Torsten mit seiner Freundin wollten ja heute noch zu uns stoßen. Sie sagten sie kämen so gegen 19 Uhr. So beschlossen wir das wir noch etwas bouldern würden. Wie geil die Hütte hatte sogar ein eigenen Boulderraum. Wenngleich dieser auch nicht so proffessionell angelegt war wie wir es erwartet hatten, sorgte es doch für etwas Abwechslung. Dort gesellte sich gleich noch jemand unbekanntes zu uns und boulderte etwas mit uns.

Er und sein Arbeitskollege waren, wie er uns erzählte, heute an einer der östlich gelegenen Wänder des Gimpels unterwegs gewesen und bestiegen eine Wand (7 Seillängen) als Seilschaft. Später beim Bierchen stellte sich raus sie wollten am nächsten Morgen die Rote Flüh von Süden her als Seilschaft beklettern und dann noch den Gimpel. Später am Tage sahen wir sie auch noch wie sie den einstieg in eine der Südlichen Passagen des Gimpel wagten.

Roy und ich hatten vor etwas klettern zu gehen. Zu diesem Zwecke gab es auf der Ecke noch einen recht guten Sportkletterfelsen der sich anbot um Roys klettern an normalen Fels zu erfüllen.

Dieser Abend sollte mit Weißbier ausklingen. Zu essen genehmigte ich mir geschnätzeltes mit Nudeln glaube ich und Roy aß eine Erbsensuppe. Torsten stieß auch noch gegen 21 Uhr zu uns. Die beiden Kletterer die wir kennenlgelernt hatten gesellten sich auch noch zu uns.

Sonntag der 23.08.2009

Nach der Morgentoilette packten wir unsere Sachen und gingen anschließend Frühstücken. Lecker Rüherei mit Brot. Danach ging es wieder an den Aufstieg. Beschwärlich war es heute. Unkonzentriert und mit viel zu wenig Kraft erreichten wir unsere Kletterwand. Aber irgendwie ging heute nichts. Alles war zum Scheitern verurteilt. Bilanz der Kletterei die wir bis 14 Uhr fortsetzten war, dass wir einen HMS und zwei normale Karabiener in der Wand zurückück lassen mussten da wir die Routen, auch mangels fehlenden Guide, nicht packten.

Wie dem auch sei. Nach dem Abstieg ging es uns langsam besser. Nur kam Torsten nich, da seine Freundin sich doch schwerer tat als er erwartet hatte. Ich fragte einen Fremden ob er mich zum Aggenstein mit hinüber nehmen könne, da mein Auto dort noch steht. Er bejahte und 20 Minuten später war ich zurück und konnte Roy aufgabeln. Just in time erreichten wir nun auch Roys Mitfahrgelegenheit in Kempten.

Saubere Sache. Ein sehr gelungenes Wochenende das nach einer Wiederholung schreit. Thanks to Roy.

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Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin

Posted on 15 Juni 2009 | No responses

Der Bericht ist nun fertig. Ich hoffe er gefällt Euch. Bei Fragen mailt mir ruhig unter wakko_md@hotmail.de oder ICQ: 61241024.

Einige Dinge werde ich noch nacharbeiten, aber im Großen und Ganzen bin ich fertig.

Die Bilder findet Ihr in der Gallery. Ich hoffe es stört euch nicht, dass ihr euch registrieren müsst. Wenn doch meldet euch doch mal. Die Gallery wird designmäßig noch angepasst.

Wie gesagt wenn Ihr fragen habt, meldet euch einfach.

Grüße

Manuel

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1.Tag – Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin

Posted on 15 Juni 2009 | No responses

31.05.2009 14:00 Uhr

Jetzt geht es endlich los. Meine Frau und mein Sohn bringen mich zum Flughafen Schönefeld. Mit der Hoffnung das meine Waage und die Waage bein Einchecken nahezu analog gehen, begebe ich mich noch in Begleitung meiner Liebsten in den Terminal A. Das Gepäck eingecheckt(18kg Rucksack und knappe 8 kg Handgepäck) und die Tickets in der Handmache ich mich nun an den vorerst schwersten Schritt dieser Reise, die Verabschiedung meiner Lieblinge. Kurz erkläre ich meinem Sohn nochmal den zauber der Gepäckkontrolle. “Die Polizisten sind da, damit keine bösen Leute ins Flugzeug kommen.” Er versteht und hält wachsam Ausschau ob die Polizisten wirklich alles richtig machen. Ich drücke beide nochmal und drücke ihnen Küsschen auf.  Während ich noch leicht gegen die Tränen kämpfe drehe ich mich um und gehe.

Das Flugzeug (Icelandair) hat etwas Verspätung. Im Flugzeug habe ich meine eigene Reihe… schön breit machen. Als Film wird heute “Walk the Line” gespielt…. passt mir ganz gut um ins Englisch rein zu kommen. Ich merke, dass mein Wortschatz der Auffrischung bedarf. Nach 3 h kommt Island in Sichtweite. Ich geifere, an der Scheibe die Nase plattdrückend. Hui alles ganz schön groß. Erste Handyfotos entstehen.

Ich mache mir Gedanken, weil alles doch noch so weiß ist … aber schüttle sie ab, da wir uns super vorbereitet haben.  Nach einer Weile setzten wir zur Landung an. Mein gepäck ist wie erwartet im Transportsack heile geblieben. Der Sack hat sich gelohnt.  Ich gehe zum Zoll und versuche ihm klar zu machen dass ich 3,5 kg Trekkingnahrung verzollen müsse. Nach dem mustern der Rechnung und der eMail die ich vorab vom Zoll bekommen habe schickt er mich ohne Verzollung weiter.

Nun gehts los mit Bus nach Reykjavik. Schnell vorher noch ein Return Ticket gekauft (ist ein Jahr gültig) und schon gehts los.

Wow diese Lavafelder, raue unbebaute Natur aus Stein mit etwas Moos. Man stellt sich unweigerlich vor über sowas laufen zu müssen. Gott sei dank war das bei uns nicht der Fall. Mondlandschaft war der nächste Gedanke… faszinierend.

Ich komme am BSI an und muss mich erstmal orientieren. Ganz schön klein dieser Busbahnhof…. Ich gehe los richtung “Travel INN” … huch schon da.  Beim einchecken sagte mir der Manager, dass da irgendwas schief ist aber wir finden eine Lösung. Promt bringt er mich in einerm anderen Gästehaus unter. Schnell klärte ich noch ab das er Torsten auch hierher bringen soll. Egal nicht so schlimm. Ich bin müde. Nach einer kurzen Tour mit der Inhaberin des anderen Gästehauses zu einer Bank und zu Subways und einem kleinen Spaziergang in der näheren Umgebung lege ich mich hin und schaue noch einen von den bereitgestellten Filmen.

“Munic” … was für ein endloser Film…. 21 Uhr ich dämmere weg … irgendwann nervt mich der Fernseher und ich schalte Ihn ab… man das wird nicht dunkel so ein bisschen ungewöhnlich ist es.

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2.Tag – Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin

Posted on 15 Juni 2009 | No responses

Gegen 2 Uhr klopft es … ich rufe herein.  Torsten ist da. Aufgekratzt tauschen wir kurz die ersten Erignisse aus, dann schliefen wir.

07.45 Uhr kam der Manager des Travel Inn wieder. Er holte uns ab und wir chekcten dann ins Travel Inn ein. Dann aßen wir erstmal Frühstück. Naja es war auch recht gut für ein englisches Frühstück.

Anschließend starteten wir unsere Besorgungstour…. was sich natürlich am 01.06.09  (Pfingsten) etwas schwieriger gestaltete als wir dachten.

BSI Karten kaufen für morgen, dann wollten wir unsere Tourdaten bei ICESAR abgeben und PLB’s besorgen.  Ui die haben wohl auch feiertag… Mist…. hoffentlich geht das nicht so weiter… Wir gingen ums Gebäude, dort trafen wir jemanden beim Rauchen. Er erklärte uns das ICESAR heute zu hat und das er uns leider nicht helfen könne und das die erst 9 Uhr morgen aufmachen. Mist … egal erstmal nicht zu ändern. Wir setzen unseren Weg (im Übrigen alles zu Fuß, irgendwie muss man sich ja einlaufen) Richtung Einkaufszentrum “Kingslan” fort…. auch hier war alles zu…. MIST aber wir erkennen, nachdem wir etwas rumgelaufen sind, dass einige Geschäfte heute doch aufmachen würden.  Weiter gings dennoch erstmal Richtung Süden in ein anderes Einkaufszentrum. Auch hier gleiches Bild. Weiter zum Campingsite Reykjavik, dort wollten wir wenigstens Gas ersteigern… Hier war das Gas alle…. oh man das ging ja gut los. Wir wurden von dort  zu einer Patrolstation geschickt. Endlich … Gas … wir kauften zwei Kartuschen und gingen dann wieder zu Krinsland… Jetzt noch hier etwas besorgt und dann dort, Wasser, noch ein paar Vitamine,  Klopapier und Sonnencreme. Fertig. Auf dem Rückweg gingen wir nochmal an ICESAR vorbei und klingelen nochmal. Torsten versuchte hinterm Gebäude nochmal sein Glück. Plötzlich ging die Tür auf und ein Mitarbeiter von “112″ kam zum rauchen raus. Ich erzählte ihm unser Problem und er fragte mich nach einem Handy und rief einen Mitarbeiter von ICESAR an und gab ihn mir. Ich gehe davon aus das er Bereitschaft hatt, denn bereitwillig verabredete er sich mit uns eine Stunde später um uns zu helfen. Jetzt gings zurück zum Travel Inn. Schnell die Tüten abgestellt und wieder zurück. Dort trafen wir wie verabredet auf Mr. Vidarsson. Wir stellten unser Vorhaben vor und gaben unsere Garminfiles ab und die vorbereiteten Tourdaten. Dann bekamen wir noch die PLB`s und er versuchte noch ein paar Infos über unser Reiseziel rauszubekommen. Er sagte es seien gute Bedingungen für die Gletscherüberquerung da die Spalten noch zugeschneit seien. Dann smaltalkten wir noch etwas auch über die beiden Deutschen die 2007 verschollen und vermutlich tot sind. Er sagte es war der größte und auch gefährlichste Rettungseinsatz  in der Geschichte Islands. Und das die Jungs nicht hätten tot sein müssten wenn sie auch solche geräte mitgehabt und sich abgemeldet und irgendjemandem genauere Daten über ihre Reise gegeben hätten. Dann erklärte er uns noch die PLB’s und sagte das nach drücken des Knopfen ca. 1,5 bis 2 Stunden vergehen würden bis die errsten Retter kommen würden. Wichtige Infos für uns. Wir legten nun noch den Rückmeldetermin auf den 11.06.09 fest und bedankten uns aufs Herzlichste. Nun gingen wir zufrieden und voller zuversicht mit einem ruhigen bauchgefühl zum Travel Inn zurück und überprüften und packten nun unsere Rucksäcke.

Der kram musste mit

Der ganze Kram musste mit.

Am Abend sahen wir uns etwas in Downtown um und genossen zwei Isländische Egils Premium Pils. Gegen 0 Uhr gings dann heim und in die Kiste. Wir waren aufgeregt und es sollte endlich los gehen. Nur zögerlich kamen wir in den Schlaf.

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3.Tag – Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin

Posted on 15 Juni 2009 | No responses

Heute gehts los. Wir schleppten unsere Rucksäcke nach oben und aßen nochmal ausgiebig frühstück.Bei Torsten hatte ich das Gefühl er hat Angst das es seine letzte Mahlzeit sein würde .. so wie er reingehauen hat. Nach dem Frühstück noch kurz nochmal abgesprochen, dass wir am 10. oder am 11. spätestens zurück sein würden und das wir dann nochmal 1 – 2 Tage ein Zimmer bräuchten. Und nun gings aber richtig los. Immer aufgeregter werdend gingen wir zum BSI und warteten auf unseren Bus der zu unserem Erstaunen wesentlich kleiner ausfiel als wir dachten. 

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Nun gut. Los gings dennoch.Wir zwängten uns in den Bus und fuhren gen Osten. Auf dem Weg immer wieder Pausen an Wasserfällen wie Selfoss und der Gleichen.

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Touristen wo man hinschaut ergötzen sich am fallenden Wasser.  Weiter gings über Vik, im Übrigen hat Vik einen wunderschönen Strand…. ,gespickt mit schwarzen Sand. 

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Lavasandstrand bei Vik

 vorbei an Kirkjubaerjarklaustur an immer näher rückenden und immer steiler werdenden Bergen. Stück für Stück erscheint unser Vatnajökull und damit auch unsere Gletscherzunge, Skeiðarájökull. Vorbei an der “Landspitze” des knapp 700 m hohen Gebiets des Lomagnupur erscheint es, unser Megamonster und das “Zielgebiet” in welches wir uns bewegen. Gerade zu das weiße, gletscherbedeckte Hochland um den höchsten Berg Islands den Hvannadalshnukur.

 Man kann garnicht beschreiben wie das aussieht. Zeitweise kam es einen vor als wenn man ein Poster vor sich sieht. Noch 20 Minuten dann erreichen wir Skaftafell. Die Schneelage beunruhigt uns doch etwas , aber jetzt müssen wir dort durch. Wir sind guter Dinge, fit, vorbereitet und ausgerüstet.

Wir sind da.Es ist 16.00 Uhr.  Ausrüstungscheck, pippi gehen und los gehts. Über einen gut ausgebauten und ausgelatschten Wanderweg geht es zum Svartifoss. Wir schnaufen, von 100 Hm auf 400Hm und dann wieder runter auf knapp 0Hm kommen wir gut voran. Über eine Brücke die über die Moisar führt eröffnet sich ein wunderbarer unglaublicher Blick zum Hängegletscher “Morsajökull”. Wir Queren weiter den Abfluss des Gletschers. Der Weg geht uns langsam aus. Wir sind wahrscheinlich mitunter die ersten die dieses Jahr durch das Gebiet gehen. Rechts von der Schlucht  “Blahnúkadalur” steigen wir Grob Richtung Blatindur auf. Es zerrte. Unser Ziel ist etwa 750 Hm. Immer wieder kurze Pausen um den Blutdruck zu regulieren. Die 30kg drücken, aber der Weg ist das Ziel. Man kann sich hier nicht satt sehen an der Natur hier. Kein Weg ist mehr vorhanden. Gottseidank führten uns Karte, Kompass und GPS entlang an Hängen und durch eine Schlucht bis hoch zu unserem ersten Schlafplatz.

grober weg_(1280_x_1024)

Nach etwas Quälerei sind wir gegen 22:30 an unserem Ziel. Wir sind in einer Art “Kessel” der uns vom Nordurdalur trennt. Hinter uns Blick auf den Stóri Bláhnúkur an ihm rechts vorbei geschielt sieht man das vestliche vergletscherte Hochland. Vor uns jetzt zu unserer linken der Blatindur und eine Kette die sich von 1200 bis 1000 Meter um uns rechts herumzieht. Beeindruckend. Dieser Kessel war voller Schnee. Wir erahnten schon fast was das bedeuten würde. Egal für heute war Feierabend 

Es war ein anstrengender Abend hinter uns lagen 11,4 km, 845 Hm in 7 Stunden. 

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Jetzt bauten wir das Zelt auf und ich machte als selbsternannter Smutje das Abendessen. 

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Sorgen machte uns allerdings noch die Wasserversorgung für nächsten Tag, was sich morgen als noch viel tragischer rausstellte. Wir waren schon zu hoch. Alle Bäche waren zugeschneit. Wir schmolzen Schnee und füllten unsere Sourcebags. mit ca. 1,5 Liter. Mehr dazu aber morgen. Wir gingen anschließend in diesem wunderschönen, aber doch recht kalten Panorama (ca. 0°C) schlafen.

Bilder des Tages

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4.Tag – Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin – Die Hochtour

Posted on 15 Juni 2009 | No responses

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Der erste Morgen im Freien

Aufwachen.  7 Uhr bin ich aufgestanden. 

Das Tal hinter uns war in Wolken eingehüllt. 

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Wolken im Tal

Schick solche Bilder sind doch ein willkommener guten Morgengruß. Der Rest der Welt erstrahlte in einem wahnsinnigen Blau und natürlich unser Schneeweiß. 

Ich kochte Kaffee und machte Müsli. Wahnsinn ist das hier schön. Ruhig und auf die eigenen urigen Wurzeln besinnend genöss ich den immer wärmer werdenenden Morgen. Allein dafür hat sich der Urlaub schon gelohnt. Nach dem Fühstück und der Morgentoilette gings dann anpacken. Noch etwas unorganisiert packen wir zusammen. Um XX Uhr ist dann Abmarsch. 300 steile, schneebedeckte Höhenmeter lagen vor uns. Wir stiefelten los. Oh man der Schnee war noch nicht so gesetzt wie wir gedacht hatten. 

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Schnee. Leider nicht so gesetzt

Stück für Stück kamen wir voran und bogen über eine Kuppe nach links Richtung Blatindur ab. Unter uns tief verschneit, vermutlich unter ca. 3 Meter Schnee floss ein Bach der sich auf der Karte abzeichnete.  Mehr und mehr sackten wir ein. Mal nur mit dem Fuß, mal bis zur Hüfte. Fluchend und mit pulsierenden Blutruck den man an der Schläfe merkt spuren wir unter Einsatz von Steigeisen (ging besser) den Weg Richtung Grat rechts des Blatindur. 

Nach einiger Zeit beschlossen wir an einer etwas “flacheren Stelle” den Steilaufstieg zum Grat. Für 100 Meter brauchte man unendlich viel Zeit. DerAufstieg unter dem Gewicht war mörderisch. Immer wieder Pause, durchatmen, trinken. Das Panorama beruhigte uns … der näherkommende Grat tat sein Übriges. Torsten erreichte Ihn und ich hörte nur …. ” LECK MICH AM ARSCH WIE GEIL…” ich war 10 Meter hinter ihm und kämpfte noch mit dem Hang. Endlich erreichte ich den Grat. WOW. Ein Anblick. Am Gletscherrand bildeten sich kleine Gletscherseen, die Teils vom Gletscher und Teils vom Schmelzwasser der umliegenden Berge  genährt wurden. 

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Blick über den Grat

Vor uns Nardaldur, unser Monster und der Blick auf unser Ziel und hinter uns alles Andere. Besonders der jetzige Blick auf das Hochland war auch der Wahnsinn. 

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Blick zurück zum höchsten Berg Islands

Pause. Das musste erstmal wirken. Hier war allerdings Obacht zu geben , da der Grat mit Wechten gespickt war. Man konnte die sich abbildenden Risse jedoch super erkennen. Mit einem gewissen Sicherheitsabstand zu Ihnen machten wir erstmal “Mittagspause”. Hier kamen unsere Kekse zum tragen. Reine Kohlenhydrate. Kartenstudium und Plan machen war nun angesagt. Ein direkter Abstieg übers Langagilsegg vorbei am Blatindur, so wie es Dieter getan hat (bei Ihm aber Aufstieg), war aufgrund der Wechten nicht möglich. Wir beschlossen die Überquerung des Blatindur und das wir so lang wie möglich auf dem Grat bleiben würden. Gesagt getan. Wieder Aufstieg. Immer auf dem verschneiten Grat, links von der Wechte kraxelten wir Richting Blatindur. 

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Blatindur voraus

Leichtes Klettern der Stufe I “Berg Heil !”. Mist kein Gipfelbuch … grins. Auf einem schmalen Gipfelgrat ging es anschließend an den Abstieg über einen flacheren Grat. Wir kamen gut voran. Immer wieder leichtes klettern an Felsformationen vorbei. Nicht gerade ungefährlich, allerdings sind wir ja gut vorbereitet gewesen. Irgendwann war der Weg dann so durch eine Felsformation versperrt, dass wir diese nicht mehr umgehen kannten. Hinten zu steil, vorne zu steil. Wir beschlossen den Steilabstieg. Gesichert mit Seil ging es daran einen 50° steilen Abstieg zu wagen. Das mussten wir in drei Etappen machen, da ja das Seil nur 25m war (Halbseil). Aber es ging gut. Der Schnee war griffig. Die 2. Seillänge war gesichert durch die sog. Eisbirne.Danach war es nicht mehr so steil dass man das Seil weiter nutzen hätte müssen. Ergo seil aufschiessen und wieder verpacken. 

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Abstieg über steiles Schneefeld

Dann machten wir uns auf den Endspurt. Und hier kam jetzt langsam unser Problem zum tragen. Der Aufstieg hat uns so viel Trinkwasser gekostet das unsere Bags leer waren. Der Schnee essen war angesagt. Aber wie jeder weiß, der etwas Ahnung hat ist das nur eine Notlösung. Egal wir mussten voran kommen.  Es war weiter spuren angesagt. Nach einer gefühlten Unendlichkeit stiegen  wieder auf den vor uns abfallenden Grat. Dort ließ es sich wieder besser gehen. Nach einer Weile gings wieder runter vom Grat und wieder spurend vorbei an alten Lawinenfeldern Richtung “Zeltplatz”, den wir jetzt schon fest im Blick hatten. Meter um Meter kämpften wir uns durch den Tiefschnee. In eine Senke hinein und wieder hinaus. Jetzt hieß es noch Wasser tanken. An einer schneefreien Stelle tankten wir unsere Bags auf.  Nun noch ein letztes Stück. Unsere Kräfte nährten sich dem Ende. Vorbei an der letzten Schlucht kamen wir endlich an unser Ziel: Nordurdalur. 

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Nordurdalur unser Zeltplatz

 

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Auf einer mosbewachsenen Stelle sanken wir erstmal nieder. Herrlich. Sitzen. Wir beschlossen unser Lager nicht da zu errichten wo es Dieter tat, sondern ca 30 m oberhalb. Dort war die Aussicht wunderschön und wir standen seitlich etwas in einer Senke drin und waren dort auch recht windgeschützt. Anschließend erkundeten wir die Gegend und besorgten Wasser. Wir gingen runter zum Gletscher. Dort machten sich überdimensionale Eisberge breit.Von oben sahensie so klein aus aber sie waren hausgroß. Mit einmal rumste es. Hörte sich an wie eine Sprengung. Wir vermuten da ist irgendwo ein Eisberg umgefallen.

 

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Eisberg

Wir füllten unsere Wasservorräte auf und ich kochte Abendessen. Lecker. Um 22.00 Uhr gingen wir in unsere Schlafsäcke und schliefen den Schlaf der Gerechten. Bilanz des Tages: 510 hm, 5,9km, 10h schwierigstes Gelände. 

hoehenprofil

 

Alle Bilder des Tages

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5.Tag – Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin – Der Gletscher

Posted on 15 Juni 2009 | No responses

Um 06:40Uhr bin ich aufgewacht. Wir hatten viel vor. Heute stand der Gletscher auf der Agenda.

Ich gönnte Torsten etwas mehr Schlaf, da er den größtteil an Spuren am Vortag gezogen hat. Wir ließen uns Zeit. Der Vortag hat Spuren hinterlassen. Zudem verhinderten Wolken, die den Gletscher von Süden hochgekrochen sind unser losgehen.

04062008444_(1280_x_1024) Wolken auf dem Gletscher

10:30 Uhr waren die Wolken, genährt und bewegt vom kalten Gletscherwind wieder verschwunden und wir konnten los. Wir stiegen über ein Schneefeld ab. Respekt an Dieter der sich hier hoch gekämpft hat. Die Steilheit des Geländes und das viele Geröll ließen Dieters Anstrengungen erahnen.

Auf dem Gletscher testetn wir dann erstmal noch unsere Trainierten Bergungs- und Sicherungsmethoden. Stichwort T-Anker. Faszinierend wie hart doch das Eis ist. Als Seilschaft gings nun los.

Die Spalten waren noch zum größten Teil zugeschneit. Vorerst hüteten wir uns dennoch diese zu betreten, wenngleich der Mitarbeiter von ICESAR gesagt hat das wir das können.

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Spalten zugeschneit

Wir kamen gut voran. Auch bei diese tour wichen wir von Dieters Tour ab und entschieden uns für eine etwas nördlichere Route.  Wir kamen gut voran. Nach den ersten Spaltenzönchen kamen wir oben auf dem Gletscher an und orientierten uns Richtung Graenafallstagl. Nach einigen Kilometern kamen wir in ein Gebiet mit vielen Gletscherflüssen. Teils wurden Schneefelder zu Matschfeldern. Das Resultat waren nasse Füße. Diese Zone wechselte sich immer wieder mit gut zu gehenden Zonen ab. Jetzt kam der sog. “Black Forrest” in Sichtweite. Eis bedeckt mit Vulkanasche. Ablationskegel aus Eis die so hoch sind wie Häuser. Bei näherer Betrachtung sahen manche aus wie kleine Gebirge mit eigenen Wegen und Seen am Fuße. Die Entfernungen zu diesen Kegeln einzuschätzen ist schier unmöglich.

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Ablationskegel

Wir machten kurz Rast und durchquerten anschließend diese sich endlos hinziehende Zone der Unwirklichkeit.

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Geltscherflüsse im Blackforrest

Hierzu lösten wir eine Weile unsere Seilschaft auf. Nach dieser Zone kam eine Spaltenzone. Bedeckt mit Schneefeldern war sie uns immer noch nicht sehr geheuer. Wir seilten uns wieder an und nach 20-30 Minütigen Zick-Zack-Kurs der uns scheinbar mehr rückwärts als vorwärts brachte beschlossen wir “abzukürzen” und die Schneefelder (zugeschneite Spalten) als Brücken zu nutzen. Mit gespannten Seil passierten wir Spalte für Spalte. Der Rest des Gletschers war einfach zu gehen. Zügig kamen wir ans Ende des Gletschers, wir taten auch gut daran, in Anbetracht das dicke, ducknle Wolken von Süden her aufzogen.

FESTLAND. Pause. Nach 20 Minuten beschlossen wir weiter zu gehen bis zu Dieters Zeltplatz. Dieser war aber allerdings aufgrund von instabilen Schneefeldern die über Bächen flossen und diese mit viel Schnee bedeckten nicht zu erreichen. Wir wollten es nördlich umgehen. Die Sichtweiten lagen bei ca. 100m, Orientierung fast zwecklos.

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Schneehuhn im Nebel

Ende. 23.00 Uhr beschlossen wir das wir das Nachtlager auf 700m aufschlagen würden. Es war kalt, nass und ungemütlich. Schnell das Zelt aufgebaut und was warmes und trockenes angezogen. Abendessen. Wir waren müde und ob des Wetters sehr frustriert. 250 m trennten uns von Dieters Zeltplatz der Basis für unsere nächste Etappe sein sollte.

Bilanz des Tages: 15,2km ; 12 h ; kalt, nass , frustriert,  müde, aber dennoch stolz

Es geht bald weiter. Die Letzten Tage erscheinen noch diese Woche.

Hier nochmal alle Bilder des Tages

 

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6.Tag – Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin – Graenalon

Posted on 15 Juni 2009 | No responses

Mist verschlafen. Aufgewacht und aufgestanden bin ich 10:30 Uhr. Das Wetter und auch unsere Laune waren immer noch nicht besser.  Wir wollten uns beeilen. Das Frühstück vielkurz aus. Wir packten zusammen und stiegen ab.

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Am Vorabend haben wir uns noch Gedanken gemacht wie wir hier wech kommen und welche Route wir einschlagen. Wir beschlossen erstmal wieder abzusteigen. Wie gesagt Aufgrund eines instabilen Schneefeldes, aber auch aufgrund immernoch mangelnder Sichtweite beschlossen wir abzusteigen und dann unten am See entlang zu gehen. Wie sich später herausstellte ein anstrengendes, aber spannendes Unterfangen. Zunächst mussten wir einen Weg nach unten finden. Die Schluchten waren zu steil. Die Klippen auch. Es hieß also über den Gletscher abzusteigen. Das ging recht gut. Aber dann taten sich wieder riesige mit Schotter (mich hat es an diesem Tag 2x schmerzhaft  zu Boden geworfen) überhäufte Eisberge am Rande auf. Hier hieß es Steigeisen an. Und mit Steigeisen über Eisberge und Schotter hinweg geklettert. Ein abartiges anstrengendes gekraxel.

Ein Problem überstanden, das nächste folgt. Schluchten… diese galt es zu queren. Auch kein leichtes und ungefährliches Unterfangen.

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Links Steinschlag-, rechts Abstürzgefahr. Hier galt es Trittsicherheit an den Tag zu legen. Vor einer großen Schlucht machten wir Mittag. Wir hatten Hunger und nutzen das Rinnsal der Schlucht als Wassergewinnung. Wir haben uns diesmal richtig Mittag gemacht. Das hat auch etwas unsere Laune gehoben.

Mittag

Mittagessen auf einem Felsvorsprung

Wieder leicht motiviert gings weiter. Wieder Schluchten, wieder Hindernisse, dieser “Weg” läd nicht gerade ein. Irgendwann kam uns der Gedanke, dass das sicher hier eine Erstbegehung ist. Grins. Das macht unsere Tour zeitweise zu einer Expedition. Das munterte auf. Nach einiger Zeit hatten wir die Schluchen überstanden. Nun ging es zügig voran. Der Boden lies es zu.

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Guter Boden, quasi Autobahn.

 

Im Vergleich zu vorher war der Boden jetzt wie eine Rennbahn. Aber wir kannten unser Glück. Naja wie soll es auch sein. Wir kamen zu einer Kante die von dieser “Ebene” sahen wir einen der Zuflüsse des Graenalon. Oh man das wird doch nicht etwa unser erstes Furten sein? Wir stiegen die 15 Hm ab und gingen zu dem doch zu unserer Überraschung sehr breiten uns reißenden Fluß. Erkundung einer Übergangsstelle.

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Furten???

 

Wieder frustriert über dieses Hindernis beschlossen wir hier morgen früh zu furten. Wir stiegen wieder auf und bauten unser Zelt auf. genossen die Abendsonne und machten uns Abendessen.

Zeltplatz

 

Bilanz des Tages: folgt noch

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7.Tag – Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin – Graenafjall -> Valabjörg

Posted on 15 Juni 2009 | No responses

Am Vorabend beschlossen wir so früh wie möglich aufzustehen. 6:30 Uhr (beide). Unser Frühstück bestand aus Keksen, da wir so schnell wie möglich los wollten. 8 Uhr standen wir unten am Fluss der wirlich weniger reißend war als am Abend. 

Erstes Furten

 

Jetzt kam es zu unserer ersten Furterfahrung. Schuhe aus, Hose aus, Attacke … Torsten ging vor … ich nach. In der Mitte mussten wir einen Richtungswechsel machen. Ich überholte ihn. Die Schmerzen die das kalte Wasser verursachte waren immens. 

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Kalt

 

Noch nie habe ich sowas gefühlt. Ich wollte nur raus dort… um so schneller wurde der Schritt. Torsten fands geil. 

Torsten fands geil.

 

Weiter gings. Wir wollten viel schaffen und waren gut in der Zeit. Ich machte Tempo. Hoch gings Richtung Pass. Dort angekommen Mittagessen. Heute wieder warm. Torsten hatte schlechte Laune… langsam machten sich seine, aber auch meine Füße bemerkbar. Wir orientierten uns jetzt mehr und mehr mit Karte und Kompass. Hier eine Anmerkung. Die Karte von SÈRKORT ist nicht wirklich sehr genau. Egal sie musste gehen. Wir hatten uns vorgenommen so weit wie möglich an die Straße vorzukommen. Also hieß es Gas geben.  Wir liefen den Eggjar entlang, wobei hier keinerlei Wege oder Pfade erkennbar waren. Hoch runter…. mist Schlechtwetterzone im Anflug. Der wirklich verdammt kalte Nebel (Wolken) hüllte uns ein. Wiedermal Orientierung nicht möglich. Wir blieben stehen und warteten. Nach einer 30 Minuten Riss der Himmel wieder auf. Weiter gings…. und wieder Stop wieder Nebel diesmal standen wir 60 Minuten. 

Nebel

 

Dann gings wieder. Diesmal konnten wir soweit gehen das wir unter die Wolkengrenze kamen (700 Hm). Das Wetter war echt mieserabel. Regen setzte ein, aber nicht der “normale” Regen, sondern der kleine fiese Nieselregen. Echt widerlich. Wir kamen dennoch super voran. Wieder und wieder Kontrolle der Karte, Kompass und Gps-Höhenabgleich.  Wir hatten es jetzt 17 Uhr. Immer Näher kamen wir dem Abstieg der laut Karte durch eine Schlucht gehen sollte. Immer mehr machten sich die Füße bemerkbar. Jeder Schritt tat langsam weh 20km hatten wir jetzt schon hinter uns. Wir wollten hier runter vom “Berg” nach insgesamt 24 km kamen wir an die Grenze des Gebiets. Rechts von uns lag der Bunki und vor uns scheinbar 1000 Schluchten. Welche sollen wir nehmen? Nach einer kurzen Erkundung beschlossen wir das es egal ist ob wir oben oder unten schlafen. Wir errichteten unser Zelt auf einem wunderschönen Platz mit einer Hammer Aussicht. 

letzte Nacht im Gelände

 

Wir waren mehr als alle. Die Füße taten weh, wir waren froh das wir diesen Entschluss getätigt haben. Heute waren wir psychisch (man glaubt garnicht was Wetter für eine Auswirkung auf die Psyche hat)  und auch physisch (Füße) an unsere Grenzen gekommen. Beruhigend war das ich endlich meine Frau anrufen konnte, die ich seit der Hochtour, Mangels Netz, nicht mehr gesprochen habe. Ich vermisste meine Frau und meinen Sohn sehr. Niemals hätte ich vermutet das es mir psychisch, zeitweise  so viele Problem bereiten würde. Da kullerte zeitweise auch schon mal eine Träne. 

Wie dem auch sei. Der Tag war vorbei. Nächsten morgen wollten wir dann den Abstieg erkunden und dann vor zur Ringstraße. 

Bilanz: 24,6 km, etliche Hm, 2 Gipfel, Druckstellen an den Füßen und Blasen

Bilder des Tages:

 

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8.Tag – Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin – Finale

Posted on 15 Juni 2009 | No responses

7 Uhr bin ich aufgewacht und 7:30 aufgestanden. Torsten auch.

Wir frühstückten und packten zusammen. Anschließend ging es erstmal ohne Rucksack zur Erkundung des Abstiegsweges. Gesagt getan, gefunden. Eine Schlucht bot sich an, wenngleich sie teils recht steil und voller Geröll war.

Nach zwei heiklen Passagen waren wir unten. Wir schauten uns noch etwas auf der Ecke um. ein kleiner Wasserfall zierte noch eine Schlucht in der nähe einer Sanitärhütte die Mitten im Nirgendwo Richtung Nupsafoss stand.

Jetzt machten wir uns auf den Weg zu Straße. Es ging gut voran. Ich war hoch motiviert, wollte die Straße schnell erreichten. Leider ging dies zu lasten von Torsten. Seine Füße waren in schlechteren Zustand als meine. Auch meine schmerzten immernoch. Ich machte Tempo. Ein Blick auf die Uhr machte Hoffnung den Bus noch zu bekommen der nach Skaftafell fuhr (Zeltplatz). Dort hätten wir die Möglichkeit uns zu duschen und uns zu erholen. Leider verschätze ich mich wie so oft in der Entfernung. Scheinbar war die Brücke schon fast anzufassen, aber ise war noch ewig weit weg. Dann kam uns noch die Nupsa in die quere. Wir hielten uns links von Ihr. Sie war sehr reißend…. Gingen dann rein optisch auf das linke Ende der Brücke zu. Dort kam uns ein Gletscherabfluss in die quere. Furten war angesagt.

Wieder Schmerzen, aber langsam gewöhne ich mich dran, grins, Strömung war sehr stark, aber wir haben jetzt so langsam den Dreh raus. 800 m weiter der nächste aber auch letzte Fluss. Dieser war aber recht flach und konnte mit Stiefeln und Gamaschen bewältigt werden.

Jetzt waren wir fast da. Westlich der Brücke kamen wir auf die Straße. Pause. Kekse essen. Stolz sein. Geschafft …. wir fühlten uns jetzt gut. Unsere Laune steigte ins unermessliche. Danach hielten wir die Daumen raus. jeder auf einer Seite. Uns war es egal ob nach Skaftafell oder Kirjubaejarklaustur auf den Zeltplatz.

Nach einer Stunde nahm uns ein Pärchen aus Beldgien in einem Polo mit. Der Kofferraum war voll. Naja irgendwie zwängten wir uns rein. Uns war unermäßlich war auf einmal. Mit den Rucksäcken auf dem Schoß nickten wir fast weg. Das Mädel fragte uns aus und wir unterhielten uns recht gut. Wir müssen schrecklich gerochen haben. Dank der beiden kamen wir direkt am Zeltplatz an. Wir bauten auf und gingen dann duschen. Wie geil war das…. wie neu geboren waren wir. Wir machten Abendessen in einer Art Speise-/Aufenthaltsraum schrieb ich noch etwas an meinen Aufzeichnungen. Morgen ging es zurück. Mit einem lachendem, aber auch einem weinendem Auge über das Ende der Tour und mit der Einigkeit dass es Dieter schon ganz schön drauf hat, gingen wir zu Bett (unsere letzte Nacht in der Natur)  … PS: Die Vögel Nachts im Flachland nerven.

Bilanz: 11,6 km, 1x furten ohne Stiefel, 2x mit Stiefel.

Bilder des Tages

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Die restliche Zeit

Posted on 15 Juni 2009 | No responses

Die restliche Zeit verbrachten wir mit Regeneration. Da gehörte in erster Linie schlafen und Essen zu. Wir mieteten uns wieder ins Travel Inn ein … mussten es allerdings in Kauf nehmen, dass wir täglich das Guesthouse wechseln mussten. Das war etwsa nervig aber egal. Den folgenden Tag verbrachten wir in der Blauen Lagune , was sehr geil war.  Abends suchten wieine Bar in der Nähe von Dowtown, die uns von einem Studenten, auf der Rückfahrt von Kirjubaerjarklaustur empfohlen hat. Vitabar war der Name (Vitastegur Ecke Bergpórugata). Ein richtig leckeres Pfeffersteak mit Pommes und einem Bier für 2.000 ISK. Unschlagbar und lecker. Wir waren für den rest unseres Aufenthalts jeden Tag dort.  Des Weiteren waren wir noch Whales watchen. Bewertung: Naja für das Geld erwartet man auf einem Buckewal zu reiten, dennoch ist es okay auch ein Paar dieser Tiere zu sehen auch wenn sie weit weg sind. Mir persönlich zu kommerziell.

Den letzten Aben ließen wir in unseren “Lieblingsbar” im Abendlichen warmen Sonnenschein hinter dem Café Paris bei drei, vier Bierchen (Egils Premium) ausklingen. Sehr lecker das Bier, auch das Viking ist zu empfehlen. Achtung die haun mit 5,9 % ganz schön rein. Die Frauen in Reykjavik sind sehr nett anzuschauen. Das Beeindruckenste war aber eigentlich, dass die Isländer unheimlich modebewusst sind. Ich habe noch nie eine Stadt mit so einer Dichte an Modeläden gesehen. Wahnsinn, aber wirklich chic. PS:  Und immer dran denken unter der Woche ist um 1.00 Uhr Sperrstunde. Wie dem auch sei nächsten Tag gingen unsere Flieger meiner 16:30 und Torstens gegen 0 Uhr.

Das war er. Der Islandurlaub. Wie gesagt: Ich werde wiederkommen.

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Dieters Graenalon [mod1] extreme alpin – Fazit der Tour

Posted on 15 Juni 2009 | No responses

Manuel: Ja was soll ich noch sagen. Island ist ein wunderschönes aber auch knackiges, rauhes Land. Vieles kann man nicht scheinbar bekannten in den Alpen gleichsetzen. Es ist alles irgendwie anders. Größenwahrnehmung und Entfernungsschätzungen fiel mir hier viel schwerer. Die Anstrengungen hatten es in sich, aber sie waren es wert. Ein unvergessliches Erlebnis, was  Torsten und mich zusammengeschweißt hat. Psychisch war es für mich mehr als eine Strapaze, da mir zunehmend meine Familie fehlte. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir so sehr zu schaffen macht meine Frau, meinen Sohn aber auch meine ungeborene Tochter nicht einmal zu hören. Dennoch muss ich sagen war es eine sehr gut geplante, vorbereitete und von Highlights, sei es optisch (landschaftlich) oder auch aus technischer und körperlicher Sicht gesehen, durchgeführte Tour. Ich werde wiederkommen.

PS: Dieter danke für Deine Tipps und Deine Hilfe bei der Vorbereitung. Bist schon ein Mordskerl. Respekt.

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Kellenspitze – 2238 m

Posted on 16 Mai 2009 | No responses

Wir, wiedermal Torsten und ich beschlossen in Vorbereitung auf unseren Islandtrip nocheinmal in die Berge zu gehen. Es war ein anstrengendes und zugelich geiles Wochenende.

Wir beschlossen in die Tannheimer Berge zu fahren. Schnell waren Gipfel wie Köllenspitze, Gimpel und Rote Flüh ausgemacht um Trittsicherheit und alpine Erfahrungen wieder zu schulen und zu vertiefen.

Am Samstag um 6 Uhr fuhren wir los. Um 8 Uhr waren wir da. Zwei Tage vorher rief ich in der Tannheimer Hütte an und machte zwei Schlafplätze klar.

Um 08:21 gings los und wir stiegen auf zur Tannheimer Hütte die auf ca. 1760 m. Das hier etwas über 600 Hm Aufstieg.

Wir liefen uns ein. Dabei hatten wir nahezu unser Islandgepäck. Ca 22 kg jeder. In Island waren es dann jeder ca. 30 kg.
Schnell war unser Puls hoch. Wir werkelten etwas an unserer Marschtechnik um unsere Geschwindigkeit zu finden, die Geschwindigkeit die für mich und für Torsten die Ideale war. Die Stufen zur Hütte hoch schafften Torsten, da er doch im Vergleich zu mir recht kurze Beine hat. Egal wie dem auch sei. Das Wetter an diesem tag war auch nicht so das prallste. Wolken auf ca 1400 m machten uns etwas zu schaffen, dennoch erreichten wir gegen 9.05 Uhr die Hütte.

Dort Pause die wichtigsten Dinge abgeklärt mit der Hüttenwirtin. Ein warmen Zitronentee getrunken und Plan für das weitere Vorgehen gemacht. Unser Ziel sollte heute eigentlich noch die Köllenspitze sein. Die wirtin sagt das dort wohl noch etwas Schnee liegt und das der Stein und der Boden dort oben noch sehr rutschig ist. Okay dachten wir. Das schauen wir uns mal ganz vorsichtig an … was nicht klappt, klappt nicht, aber anschauen kann man sich es ja mal.

Wir machten uns auf den Weg. Durch matschiges gefilde (hier lag vor kurzem wohl noch recht viel Schnee) und durch alte Schneefelder sowie an doch offensichtlich stark Steinschlag gefährdetes Gebiet ging es an hoch Richtung Köllenspitze. Immer wieder Schneefelder und Geröll. Leichtes Klettern bis zur Stufe II. Ungewohnte Eindrücke für mich weil das Gelände doch noch schroffer war als das was ich am Aggenstein erlebt habe.

Blick Richtung Rote Flüh und Gimpel

Blick Richtung Rote Flüh und Gimpel

Den Rest dieser doch sehr krassen Kullise machte das Wetter mit Nebel zu einem unheimlichen Schauspiel der Natur.

unheimlich
unheimlich

Durch die Nesselwängler Scharte  ging es weiter Richtung über einen Weg Richtung Köllenspitz. Beim Einstieg Richtung Kamin blockierte allerdings ein riesiges Schneefeld unser fortkommen. Zudem war die Markierung nicht eindeutig wo es nun lang gehen sollte. Meine Unsicherheit, gepaart mit der Ortsunkenntnis führten zu dem Entschluss erstmal zur Scharte zurück zu kehren und Mittag zu machen. gesagt getan.

Während des Mittags kam eine Gruppe, bestehend aus 3 jungen Burschen. Diese nahmen die Köllenspitze etwas pragmatischer. Sie Kletterten einen Felsen hoch (ungesichert) Ich schätze Ihn auf lässig III und liefen oben auf einem Grat der zwischen II und III wechselte sicher bis zum Grat. Ich wusste nicht ob ich schockiert war oder Bewunderung empfinden sollte. Sie kannten sicher den “Weg”. Ich denke auch, dass Sie sicher seitdem sie gehen konnten auf Felsen und Berge geklettert sind. Dennoch sah ich vor meinem geistigen Auge Menschen von Felsen fallen.

Das Wetter besserte sich und es wurde immer Klarer.

Eine Seite Sonne andere Wolken

Eine Seite Sonne andere Wolken

Der Himmel riss mehr  und mehr auf. Wir versuchten noch einen Anlauf. Wir nahmen einen ähnlichen Weg. Er führte uns steil durch Kletterei geprägt hoch auf den Grat. Dort war widerum für mich Schluss. Meine mangelnde Erfahrung im steilen Gelände machten mir zu Schaffen. Torsten kam meiner Bitte nach und wir stiegen wieder ab. Dabei hätte es mich fast erwisch. Am Seil seilten wir uns ab. Erst ich dann Torsten. Plötzlich hörte ich nur. “Achtung Stein” In einer Bewegung schaute ich richtung Torsten und flüchtete mich hinter einen Felsvorsprung. Der Stein den Torsten nach mir “warf” war etwas größer als ein Fußball. Dieses Ding hätte sicher massivste Verletzungen verursacht. Autsch sagte ich mir beim Gedanken daran.  Nach einer Weiteren Pause bei der Scharte stiegen wir wieder ab.

 

Mehr und mehr gewann ich Vertrauen in das Gelände und mehr und mehr machten sich das in meiner Trittsicherheit bemerkbar.

Wir kamen wieder bei der Hütte an und es war ein herrlicher Tag geworden. Voller selbstbewusstsein und Pläne für den Folgenden Tag schmiedend genehmigten wir uns ein Alster und eine deftige Linsensuppe.

Tannheimer Hütte

Tannheimer Hütte

PS: Immer dran denken im Nebel ist die UV Belastung am höchsten. Etwas verbrannt, weil wir Sonnencreme vergessen  haben, aber zufrieden gingen wir nach unseren Planungen für den nächsten Tag in unser Matratzenlager.

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Der Zwiesel ein zweifelhaftes Finale

Posted on 15 Mai 2009 | No responses

Kommen wir zu meiner letzten Begehung. Ein WE ich glaube es war der 13.-15. Februar, verweilte ich in Bad R’hall und hatte den Plan geschmiedet eine Nacht auf dem Zwiesel zu verbringen um dann am Folgetag den Gipfelsturm zu vollziehen.

Soweit der Plan. Ich bereiete mich vor. Packte und besorgte noch Schneeschuhe und ein Biwacksack und einen weiteren Schlafsack, da ich beführchtete, dass es nachts doch kälter werden würde.

gepackter Rucksack

gepackter Rucksack

Diese schwere last schleppte ich dann wieder Hoch auf die Alm, an der ich vor hatte zu schlafen. Los ging es Freitag Nachmittag. Die letzten Tage hatte es vermehrt geschneit. Ich dachte mir schon das es schwer werden würde. Ab 600 Meter musste ich bereits die Schneeschuhe anziehen und einen Weg “spuren”. Ab 700 m Höhe traf ich vermehrt auf Tourengeher die natürlich schneller waren als ich. Verwundert sahen sie mich an…. “Mein Gott was schleppt der denn da hoch. Was hat er vor?” drückten die fragenden Blicke aus. Mir egal, ich will auf diesen Berg. Aufgrund der Last geriet mein Puls immer wieder in hohe Gefilde. Mein Herz raste und pochte von innen an meine Brust als wenn es ausbrechen wollen würde. Immer wieder zwang mich die Anstrengung anzuhalten. Ich Rang nach Luft und musste immer wieder innehalten um den Puls wieder runter zu bekommen.

Stück für Stück quälte ich mich den Weg nach oben. Einsetzende Sonne versüßte mir die “Schmerzen” und die Anstrengungen des Aufstiegs.

Wegbedingungen

Wegbedingungen

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Immer mehr Schnee aber auch Sonne

Der Eselsteig machte die Situation nicht leichter. Stufe für Stufe kam ich voran. Meine Unerfahrenheit im Umgang mit Schneeschuhen legte sich immer mehr, dennoch wurde es aufgrund zunehmender Schneehöhe, immer schwieriger den Weg zu gehen.

Zeitweise kamen Zweifel an meinen Taten auf, die ich beiseite wischte. Ich quälte mich und erreichte endlich die Zwieselalm. Höhenmeter für Höhenmeter wurde der Weg nun schwerer. Schnee wo man hinblickt. Ich kann es nicht verleugnen, dass ich auch leichte Angst aufkam, da es doch wirklich Bedingungen waren, die schon an hochalpine Touren erinnern nur mit frischem Schnee.

Ich querte nun die Zwieselalm. Gott sei dank hat mir ein Tourenskigeher den Weg etwas gespurt, ansonsten wäre es schon recht schwer gewesen. Diese Passage stellte das schwierigste Stück dar, da hier auch etwas Lawinengefahr herrschte. Jetzt kommt auch einer der Tourenskigeher schon wieder runter. Er pflügt durch den Tiefschnee. Fasziniert schaue ich ihm zu und wünschte mir ich könnte so fahren wie er. Ich dachte mir dabei: “Notiz für mich: Mal wieder Ski fahren”. Schnee spritzte. Es sah einfach schön aus, extrem wie er als erster Spuren in die Alm schnitt…. Ich kam wieder zu mir und setzte meinen Weg fort. Das letzte Waldstück wartete auf mich und lud zu einem Endspurt ein. Letzte Kurve und letzte Steigung… wieder Pochte mein Herz und mein Atem überschlug sich fast aber nun mache ich keine Pause mehr. Endlich die Hütte. Ich bin da und Legte sofort meinen Rucksack ab. *puh*….

Vereister Boden machte den Aufbau nicht einfacher

Vereister Boden machte den Aufbau nicht einfacher

Ich zog mich um.Dünne Hose aus und dicke Hose an. Handschuhe und Fleece. *Grrrrr* Ist das kalt. Es ging an den Aufbau des Zeltes. Der vereiste Boden machte es schwierig, aber nach einer Stunde, Schaufeln, Hacken und Schlagen stand das Zelt. Es wehte leichter Wind und die Dämmerung setzte ein. Es waren jetzt um die -7°C schätze ich. Es war auf jeden Fall so kalt das meine Gamaschen, die ich abgelegt hatte, sofort Hart frohren und die Heringe, wenn ich nicht aufgepasste hätte, an meinen Händen festgefroren wären. Dies zwang mich zu Handschuhpflicht. Schnell legte ich die Isomatte in den großen Schlafsack, dort rauf den kleinen Schlafsack und diesendann in den BIWAK-Sack. Jetzt noch etwas essen…. Kocher raus, Schnee in den Topf…. es beginnt zu schneien … nun änderte ich den Aggregatzustand des Schnees und schmiss das trockenfutter rein… es wurde immer kälter, der Topf dampfte kräftig und erwärmte etwas das Zelt…. Ich fing an zu frieren… Schnee aß ich mein essen. Ich hatte kaum Hunger. Ich mampfte dennoch etwas. Mist essen mit Brühe etwas verwürzt… egal muss essen. Danach ging ich ins Bett. Es war jetzt ca. 19.30 Uhr. Ich rief meine Frau an. Wir redeten eine Stunde und dann versuchte ich zu schlafen.

Eingemummelt versuchte ich zu schlafen

Eingemummelt versuchte ich zu schlafen

Die Nacht war scheiße. Kaum geschlafen. Durch Schneefälle drückte der Neuschnee immer wieder in die Seite des Zeltes. In 30 Minutentakten schlief ich. Ich erwartete den Morgen. Der andauernde Schneefall lies mich natürlich meine Pläne wechseln und ich hatte nun vor gleich früh abzusteigen.

Schnee, Schnee, Schnee

Schnee, Schnee, Schnee

6.30 Uhr stand ich auf …. Ich frohr aber machte mich sofort an den Abbau.

Hier stand das Zelt

Hier stand das Zelt

Nach dem Abbau machte ich mich auf den Weg, naja was soll ich sagen, eigentlich gab es keinen Weg mehr, in der Nacht gab es ca. 30 cm Neuschnee. Ich versuchte den Weg zu erahnen. leichte vertiefungen im Schnee ließen ihn zumindest vermuten. Nach der ersten Abwärtspassage bei der mir schon recht mulmig war fand ich den weg in dem kleinen Waldstückchen unterhalb der Hütten wieder. Nun ging es wieder an die Quärung der Alm. Oh man… kein Weg…. keine Vertiefung, nichts lies auf einen Weg schließen. Ich kam zu Fall und saß bis zur Brust im Schnee. Los Manuel steh auf …. Ich schaute mich um und Suchte den Eingang in den Wald…. runter nur runter hier. Ich richtete mich auf und schleppte mich unter Mühe, schnaufend Richtung Wald… Nun erkannte ich auch den Weg runter von der Alm. *puh* Gott sei dank. Ich bin wieder auf dem Eselsteig. Nun machte ich Betrieb so gut es nur ging….

Im Hintergrund sieht man den Neuschnee.

Im Hintergrund sieht man den Neuschnee.

Nach 3 Stunden war ich runter vom Berg und geschafft konnte ich mich nun einer wohltuenden Dusche widmen und etwas schlafen.

Was für ein Erlebnis.

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Der Zwiesel der 3. Versuch – 1.782 m

Posted on 15 Mai 2009 | No responses

Eine halbe Ja das war immernoch nicht alles. Dieser Berg hat es mir angetan. Das 3. Mal war ich mit einem Kameraden unterwegs der sich das auch mal anschauen wollte.

Etwas erschwertere Bedingungen, es hatte einige Tage zuvor geschneit, machten das gehen ab dem Eselsteig etwas schwieriger. Steigeisen machten das ganze einfacher.

Teilweise recht viel Schnee auf dem Maximilianweg

Teilweise recht viel Schnee auf dem Maximilianweg

Kniehoch an manchen Stellen (Höhe ca. 900m)

Kniehoch an manchen Stellen (Höhe ca. 900m)

Wir fuhren die ersten Meter noch mit Fahrrad um zeit zu sparen. nachdem uns die Straße ausging, schlossen wir die Bikes an und gingen zu Fuß weiter.  Wir waren schnell. Nach 2 Stunden waren wir oben auf der Alm und schauten ins Tal. Da es langsam wieder dämmerte machten wir uns schnell wieder auf den Heimweg. Carsten machte ganz schön schnell beim Abstieg. Nach 1:20 h waren wir wieder zurück.

Wieder zufrieden beendeten wir den Tag wieder mit einer Dusche und einer leckeren Suppe.

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Der Zwiesel der 2. Versuch

Posted on 15 Mai 2009 | No responses

Zum zweiten Versuch startete ich eine Woche später, an einem Mittwoch. Die Bedingungen waren optimal. Knappe 0°C und klares Wetter machten es eigentlich zu einem schönen Erlebnis. Ich shulterte meinen Rucksack und wanderte los. Es lief super. Ruck, zuck war ich auf dem Eselsteig und auch an der Stelle vorbei an dem ich das letzte mal entschied umzukehren. Der zunehmend lichter werdende Wald ließ mich erahnunen, dass die Baumgerenze Näher rückt. Schneisen ließen flüchtige Blicke in die südliche Richtung zu, wo sich die Alpen des Berchtesgardener Lands breit machten.

Blick nach Süden ins Berchtesgadener Land

Blick nach Süden ins Berchtesgadener Land

Je höher ich kam desto aufgeregter wurde ich, je mehr der Wald den Blick ins Tal und auf die Berge freigab desto freier Fühlte ich mich. Als wenn man langsam aus einer Umklammerung gelöst wird, gab der Wald einen mehr und mehr frei.
Hier ist Sie, die Zwieselalm. Ort meines heutigen Begehrens…. ich quäre sie und und tauche wieder in das letzte Waldstück ein. Dichter, immer Dichter komme ich den Hütten welche auf der Alm stehen. Ein letzter steiler Anstieg und ich bin da. Das Ziel war erreicht. Herrlich dieser Ausblick. Nach dem Genuss eines Apfels und einer Banane machte ich noch ein Foto.

Blick von der Zwieselalm auf Bad Reichenhall

Blick von der Zwieselalm auf Bad Reichenhall

Anschließend  machte ich mich auf den Rückweg, sodass ich den Eselsteig noch bei halbwegs lichten Verhältnissen hinter mir lassen konnte.

Nach 1,5 h war ich, geschafft aber zufrieden, zurück in der Pension duschte, aß etwas und ging zufrieden ins Bett.

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Ausrüstungsliste

Posted on 7 Mai 2009 | No responses

Hardware

Zelt: Tatonka Grönland 3
Schlafsack: Mountain Equipment Starlight 4
Isomatte: Term-a-Rest Lite 3
Wassersack: Ortlieb 3l
Schuhe: Gebirgsstiefel Bw steigeisenfähig
Trekkingsandalen: McKinnley
Stöcke: Black Diamond Alpine CF
GPS: Garmin eTrex
Rucksack: AlpinLowe Summit TFX 65+15
Steigeisen: Grivel Air Tec New Matic
Eispickel: Grivel Monte Rosa
Gamaschen: Mammut Goretex Gaiter
Kocher: Primus MF EX (Multifuel)
Thermoskanne: Primus 0,5l
Kopflampe: LED-LENSER Head Fire
Fotoequipement: Canon EOS 450D

Kletterausrüstung

Klettergurt: Petzl Corax
HMS: Austri Alpin
Steigklemme: Austri Alpin
Klettersteigset: Petzl

Klamotten

Jacke: Jack Wolfskin Rock`n Ice; IcePeak Softshell
Hose: IcePeak Softshell (dick), Jack Wolfskin (Übergang), Blackbear (ZIP)
Überhose: McKinnley
Strümpfe: Falke
Unterhose: Odlo (dick), Blackbear (dünn)
Sturmhaube: VAUDE
Handschuhe: Marmot XT Glove
Fleece: Jack Wolfskin 400er Weste/Jacke, The North Face 100er Pullover, Blackbear 100er Pullover
Shirt, lang: Berghaus, Meru
Shirt, kurz: Meru, Berghaus, Blackbear, Vaude
Unterwäsche: Odlo, Schiesser
sonstiges: The North Face Neck Gaiter

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Der Zwiesel – 1.782 m

Posted on 7 Mai 2009 | No responses

Was ist der Zwiesel? Für mich ist er der Anfang der Kraxelei. Hier wurde ich süchtig nach Bergen, nach Selbstdiziplin, nach Selbstbezwingung. Gut, viele werden jetzt sagen: Bei so nem Minihügel, der technisch nicht mal schwer ist. Ja. Da haben sie auch recht, aber ich bin nunmal eigentlich ein Flachlandtiroler.

Es begab sich Anfang 2009, dass ich auf einen Lehrgang nach Bad Reichenhall musste. Diesen Anlass nahm ich zum Ziel, meine Ausrüstung zu schnappen und Erfahrungen am Berg zu sammeln. Für mich war jeder Höhenmeter ein Meter in eine andere Welt. Alles geheimnisvoll, gefährlich und manchmal auch schmerzhaft.

Als Familienvater möchte man ja auch keine Risiken eingehen, jedenfalls nicht zu viel. Da kommt mir der Spruch von Kästner in den Sinn: “Das Leben ist lebensgefährlich.” Das abzuwägen, wenn man unerfahren ist, ist nicht einfach.

1. Versuch: Auch in Vorbereitung auf die Belastungen, die mich in Island erwarten werden, packte ich meinen Rucksack etwas schwerer als es für solche Touren normalerweise nötig wäre. Nun hatte ich ca 20 kg auf dem Rücken und machte mich Mitte Februar an einem schönen Tag, 15 Uhr, auf den Weg. Die Bedingungen waren gut. Wetter: trocken, auf 450 m kein Schnee, ca.3 °C. Ich ging los (wow, ich tu es) immer Richtung Zwieselalm. Karte in der Tasche, eTrex eingeschaltet, habe ich mir das Ziel Alm (1.400  m) gesteckt. Ich staunte über die Anstrengungen, die mit meinem ersten Bergmarsch verbunden waren. Ich bin eigentlich fit, aber das Herz rast dennoch, der Blutdruck lässt meine Ohren pochen. Pause…. immer wieder Pause und Luft holen…. Ich bin beeindruckt. “Dieser “Hügel” schafft mich nicht!” sage ich mir und lege mir Strategien zurecht, um mit dieser Anstrengung klar zu kommen.

Blick von 700 m auf Bad R'Hall

Blick von 700 m auf Bad R'Hall

Altschnee ab 700 Meter machen das Gehen nicht wirklich einfacher. Es gelingt mir auch. Ich hatte mir, da ich auch in diese Richtung Erfahrungen sammeln wollte, extra Steigeisen besorgt, die “guten” Alten hieß es, die man sich noch richtig mit Lederschnallen umschnallt. Ich setzte diese ab ca 1.000 m ein, um mehr “Grip” und Trittsicherheit zu erlangen. Mist, jetzt wird es langsam dunkel. Ich bin jetzt am Eselsteig. Es ist jetzt 17.15 Uhr. Ich rufe meine Frau an…., sage Ihr, dass es mir gut geht und dass ich jetzt nicht mehr weiter gehe. Ich befinde mich jetzt auf 1.120 m.

GPS Beweis

GPS Beweis

Meine Kopflampe leuchtet mir den Weg. Der Abstieg gestaltete sich wie erwartet recht einfach. Ich war nach 1,5 h wieder in meiner Unterkunft in Karlstein. Puh, war ich jetzt hungrig und müde. Nach einer ausgedehnten Dusche und einer anschließenden leckeren Suppe und einem Brötchen legte ich mich ins Bett und rief noch kurz meine Frau an, dass ich diese “wahnsinnige” Unternehmung überlebt habe.*schmunzel*

Selbstzufrieden, glücklich, aber geschafft schlief ich ein.

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Mein erster Blog

Posted on 6 Mai 2009 | No responses

Ja was soll ich sagen. Dann werde ich mich doch jetzt hineinbewegen in die Welt der Bloggerei.

Dieser Blog soll für alle die sein, die genauso wie auch ich, versuchen ihre Träume, wie auch immer sie aussehen mögen, leben.

Das mag viel heißen,denn Träume sind halt mannigfaltig. Ich lass euch an meinen gelebeten Träumen teilhaben.

Angefangen hat alles damit, dass ich 30 Jahre wurde und mir so sagte: “Irgendwie bist du jetzt 30 und hast noch nicht so richtig angefangen deine Träume zu leben.”

Na klar habe ich mir schon welche erfüllt. Sogar die Wichtigsten. Das sind Beate (meine Frau), Eric (mein Sohn der Frechdachs) und meine bisher noch ungeborene Tochter,die zur Zeit im Bauch meiner Frau heranwächst.

Aber irgendwie wucherte etwas in mir … innere Unruhe… ein Drang irgendetwas zu tun ….über mich herauszuwachsen… so kam es das aus einer fixen Snapsidee ernst wurde und so der Schlüssel zu der Erfüllung einiger weiteren Träume gelegt wurde.

Sportsucht, Reisen, Klettern, Trekking, Rennautofahren sind nur einige der Dinge die jetzt ihren Lauf nehmen.

Kommt mit und teilt meine Begeisterung für Dinge diefürandere schon selbstverständlich sind…

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